Ausland

Mubarak vergibt Chance auf Abgang mit Würde

Aktualisiert am 02.02.2011 148 Kommentare

Ägyptens Präsident Hosni Mubarak hat im Staatsfernsehen angekündigt, er bleibe nur noch bis September im Amt. Dem Volk ist das nicht gut genug. baz.ch/Newsnet berichtete den ganzen Tag vom Volksaufstand.

Sehen Sie hier die Live-Berichterstattung auf dem Nachrichtensender CNN.


(bru)

Google hilft der Opposition

Der Internetgigant Google hilft der ägyptischen Opposition bei der Kommunikation. Wie Google in seinem Firmenblog am Montag mitteilte, soll es möglich sein per Telefonanruf zu twittern. Die Nachricht müsse als Voicemail bei den internationalen Rufnummern 1 650 419 4196 oder 39 06 62 207 294 oder 97 316 199 855 hinterlassen werden. Die Nachrichten würden dann mit dem Schlagwort «egypt» augenblicklich bei Twitter veröffentlicht. Sie können über dieselben Nummer empfangen oder über twitter.com/ speak2tweet gehört werden.

Nach Google-Angaben arbeiteten eine kleine Gruppe von Experten von Twitter, Google und SayNow, einer Firma die Google in der vergangenen Woche gekauft habe, an dem Service. Google schreibt in seinem Blog weiter, dass das Unternehmen hoffe, den Menschen in Ägypten in dieser sehr schwierigen Zeit bei ihrer Kommunikation helfen können. Die Nachricht wurde von Ujjwal Singh, dem Mitbegründer von SayNow und dem Google-Produkt-Manager für den Nahen Osten und Nordafrika AbdelKarim Mardini im Blog veröffentlicht. (sda)

  • Zusammenfassung  

    Mubarak vergibt Chance auf Abgang mit Würde

    Bei der Fernsehansprache von Präsident Husni Mubarak warteten auf dem Kairo Tahrir-Platz und andernorts in Ägypten Millionen von Menschen auf ein Wort, auf den einen Satz. Doch der 82-Jährige ignorierte auch nach acht Tagen weitgehend friedlichen Massenprotesten gegen seine 30-jährige autoritäre Herrschaft die zentrale Forderung der Protestbewegung, er müsse sofort zurücktreten.

    Stattdessen erklärte Mubarak nur seinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur bei der Präsidentenwahl im September. Bis dahin wolle er beim Übergang zu einem neuen, reformierten politischen System helfen.

    Die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz buhten. Einige schwenkten ihre Schuhe über dem Kopf, um ihre Verachtung auszudrücken. «Geh, geh, geh! Wir gehen nicht, bevor er geht!» riefen sie.

    Und nicht nur in Ägypten, auch in den Hauptstädten der Welt hörte man genau auf die Worte des angeschlagenen Präsidenten. In Washington sah sich US-Präsident Barack Obama die zehnminütige Rede an und telefonierte danach eine halbe Stunde mit Mubarak. Anschliessend sprach Obama auffallend fiel vom ägyptischen Volk, dessen Streben nach Freiheit er verstehe und dessen Stimmen in Washington gehört würden.

    Mubarak, sagte Obama, sehe ein, dass der Status Quo nicht mehr zu halten sei. Mubarak akzeptiere auch, dass der Wandel nicht mehr aufzuhalten sei. Was Obama aber unausgesprochen im Raum stehen liess war die deutliche Empfindung, dass Mubarak die Chance auf einen Abgang mit Würde vergeben habe. Dabei hatte er eigens den früheren US-Botschafter in Kairo, Frank Wisner, als Sondergesandten nach Ägypten reisen lassen. Wisner sollte Mubarak, mit dem er befreundet ist, klar machen, dass seine Zeit an der Macht abgelaufen sei.

    Mubaraks Sturheit könnte nun ein Umschlagen der friedlichen Proteste in Gewalt zur Folge haben, befürchtet man nun in Washington. Schliesslich schwor der bedrängte Präsident, er werde die Ordnung wiederherstellen. Dafür müsste er seine verhasste Polizei einsetzen, die in 30 Jahren Ausnahmerecht willkürliche Verhaftungen vornehmen und Festgenommene ohne Anklage in Gefängnissen verschwinden lassen konnte.

    Auf dem Weg zur Revolution?

    Obama machte deutlich, dass er einen schnellen Wandel in Ägypten will. «Es ist meine Überzeugung, dass ein geordneter Übergang umfassend sein muss, er muss friedlich sein, und er muss jetzt beginnen», sagte er vor Journalisten. Die meist friedlichen Kundgebungen für einen Wandel in den vergangenen acht Tagen seien «eine Inspiration für Völker in aller Welt».

    «Dem ägyptischen Volk, insbesondere den jungen Leuten, möchte ich klar sagen: Wir hören eure Stimmen. Ich habe die unbeugsame Überzeugung, dass ihr euer eigenes Schicksal in die Hand nehmt», sagte der US-Präsident. Es sei nicht Sache irgendeines Landes, über die ägyptische Führung zu entscheiden. Wichtig sei, dass der Übergang zu freien und fairen Wahlen führe. Die USA würden Ägypten dabei «weiterhin die Hand der Freundschaft und Partnerschaft reichen.»

    In Washington versuchte ein ranghoher arabischer Diplomat Mubaraks Verhalten zu erklären. «Mubarak kann sich damit anfreunden, ein Expräsident zu sein, aber nicht damit, ein abgesetzter Präsident zu sein», sagte der Diplomat.

    Wieder richten sich die Blicke auf die Streitkräfte, die versprochen haben, nicht auf friedliche Demonstranten zu schiessen. Nun müssen sie sich womöglich zwischen dem Volk und Mubarak, der als ehemaliger Luftwaffenchef einer der ihren ist, entscheiden. Denn dessen Entscheidung, dem Präsidentensitz nicht zu räumen, wird die Proteste in den Strassen sicherlich noch weiter intensivieren und ausweiten.

    Was dann? Werden die Soldaten schiessen? Werden sie sich auf die Seite wütender Demonstranten stellen, die die Konfrontation mit Mubaraks Polizei suchen? Alles kann passieren, vieles ist denkbar. Die vergebene Chance auf einen würdigen und friedlichen Abgang hat die Bühne für weitere Akte in einen nahöstlichen Drama bereitet, in dem aus der ägyptischen Protestbewegung eine Revolution werden könnte, die auch noch andere autoritäre Regime in der Region wegfegt. Die Menschen in Jordanien, Syrien und Jemen beobachten genau, wie es nun in Ägypten weiter geht.

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    Twitter-Liste mit seriösen Tweets direkt aus Kairo

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  • 22.20  

    Protest geht weiter

    Die Demonstranten ziehen nach der Ansprache von Mubarak nicht vom Tahrir-Platz ab. Sie skandieren weiterhin Sprüche gegen seine Regierung. Das Zugeständnis des ägyptischen Präsidenten scheint sie nicht milde zu stimmen.

  • 22.05  

    Mubarak will erst im Herbst gehen

    Husni Mubarak will bis im September an der Macht bleiben. In einer Rede an die Nation am Staatsfernsehen gab er an, sich im September nicht mehr zur Wahl zu stellen. Bis dahin wolle er die Stabilität wieder herstellen und eine friedliche Machtübergabe ermöglichen.

  • 21.35  

    Obama ruft Mubarak zum Einlenken auf

    US-Präsident Barack Obama hat laut einem Zeitungsbericht seinen ägyptischen Kollegen Husni Mubarak aufgerufen, sich nicht erneut zur Wahl zu stellen. Wie die Zeitung «New York Times» unter Berufung auf Diplomaten berichtete, habe der frühere US-Botschafter in Kairo, Frank Wisner, eine entsprechende Nachricht Obamas überbracht. Demnach war die Botschaft keine direkte Aufforderung zum Rücktritt. Mubarak sei jedoch nahegelegt worden, den Weg für Reformen frei zu machen und im September faire und freie Wahlen zu ermöglichen, um einen neuen Staatschef zu bestimmen.

  • 21.15  

    Nicht aufgeben

    Die Menschen auf dem Tahrir-Platz geben nicht nach. Noch immer fordern sie Mubarak in Sprechchören zum Rücktritt auf. Sie warten auf eine Reaktion des Präsidenten, der eine Ansprache im Fernsehen angekündigt hat. Was die «wichtige Rede», die der Präsident angeblich in Kürze halten soll, beinhaltet, ist nach wie vor unklar.

  • 20.40  

    US-Militär besorgt

    Auch das US-Militär zeigt sich über die Unruhen in Ägypten besorgt. Die internationale Gemeinschaft muss sich nach Worten von US-General James Mattis auf komplexe Auswirkungen der Unruhen in Ägypten gefasst machen. Er hoffe, dass «das Ergebnis den Erwartungen des ägyptischen Volkes entspricht», sagte der Befehlshaber der US-Streitkräfte in Nahost, dem Irak und Afghanistan. Der Fortschritt verlaufe aber oft «weniger glatt, als die Menschen das fordern».

  • 20.30  

    Rätselraten in Kairo

    Die Reporter am Tarhir-Platz rätseln darüber, ob ein Verzicht von Mubarak auf eine weitere Amtszeit die Ägypter beruhigen würde. Mubarak würde damit noch bis zur Wahl im September im Amt bleiben, doch die Bevölkerung fordert seinen sofortigen Rücktritt. Wahrscheinlich würde sie sich nicht auf später vertrösten lassen.

  • 19.45 Uhr  

    Verzicht auf weitere Amtszeit?

    Dem Fernsehsender al-Arabija zufolge soll sich Husni Mubarak noch heute Dienstag am TV ans Volk wenden. Die Nachricht wurde jedoch noch nicht bestätigt. In der Ansprache, so der Sender weiter, wolle Mubarak auf das Antreten einer weiteren Amtszeit verzichten.

    Derweil hat die US-Botschafterin in Kairo, Margaret Scobey, Kontakt zu Friedensnobelpreisträger Mohammed Al-Baradei aufgenommen. In einem Gespräch mit ihm habe sie Unterstützung für einen geordneten Übergang zur Demokratie bekundet, teilte US- Aussenamtssprecher Philip Crowley am Dienstag via Twitter mit. Einzelheiten nannte er nicht.

  • 19.30 Uhr  

    Lobende Worte

    Der britische Premierminister David Cameron hat gemäss BBC den friedlichen Protest gelobt und begrüsst, dass sich die Armee zurück gehalten habe. Während auch Iran und die Türkei die Demonstrationen in offiziellen Stellungnahmen begrüssten, hat sich US-Präsident Barack Obama bisher nicht dazu geäussert – ein Versäumnis, wie diverse Journalisten befinden.

    Derweil organisieren sich die Demonstranten in den ägyptischen Städten. Sie verteilen Decken, legen gar Wasserleitungen und haben grosse Bildschirme aufgestellt, auf denen das Geschehen auf den Fernsehkanälen mitverfolgt werden kann. Darüber, wie die Zukunft nach einem Rücktritt von Mubarak genau aussehen soll, sind sich die Protestierenden nur dahingehend einig: «Besser.»

  • 18.50 Uhr  

    «Wann kapieren sie es?»

    Der Protest vereint ganz Ägypten. Auch prominente Ägypter sind auf dem Tahrir-Platz und stimmen in die Sprechchöre ein. «Wir können so nicht weiterleben», sagt Schauspieler Khaled Abolnaga im Interview mit al-Jazeera. «Das Regime versucht, das ganze Land zu kidnappen.» Internet und Mobiltelefone seien gekappt worden. «Ägypten verdient Besseres. Ägypten kann mehr geben», so Abolnaga. Das Regime habe jede Berechtigung verloren, das Land zu regieren. «Die Frage ist nur: Wann kapieren sie das?» Abolnaga fragt sich, warum sich Mubarak nicht selbst infrage stelle nach einem so gewaltigen Protest. Doch der Schauspieler ist optimistisch: «Ich bin glücklich, dass das hier passiert. Das wird alles ändern.»

  • 18.00 Uhr  

    Nicht weniger Demonstranten

    Obwohl ein kalter Wind geht, skandieren die Menschen weiter: «Mubarak fällt» oder «Wir gehen nicht, bevor er geht». Nur vereinzelt verlassen Frauen und Kinder die Plätze. Gemäss Reportern sind nicht bedeutend weniger Demonstranten vor Ort als noch vor vier oder fünf Stunden. Zudem sei die Solidarität gross: «Ich habe mich nur fünf Minuten hingesetzt und wurde mehrfach gefragt, ob ich etwas zu essen oder etwas zum Anziehen brauche», so eine Journalistin.

    Inzwischen haben sich auch prominente Politiker wie etwa US-Senator John Kerry für einen Rücktritt von Mubarak ausgesprochen.

  • 17.40 Uhr  

    Immer wieder die Nationalhymne

    Sprechchöre sind allerorts in Ägypten zu hören. Gemäss Berichten von Al Jazeera singen die Demonstranten in Alexandria seit Minuten die Nationalhymne. «Sie singen sie immer und immer wieder», so eine Reporterin. Auch in Alexandria sind die Menschen gewillt, so lange auszuharren, bis Mubarak zurücktritt.

  • 17.10 Uhr  

    Das Volk harrt aus

    Inzwischen ist es dunkel geworden in Kairo. Die Demonstranten harren jedoch auf dem Tahrir-Platz weiter aus. Gemäss anwesenden Reportern informieren sie sich laufend über die Medien und teilen sich das Essen. «Sie wissen, dass sie Teil von etwas Grossem, Wichtigem sind», sagt ein Journalist von Al Jazeera in Ägypten. Ein weiterer Reporter des selben Senders berichtet, dass die Protestierenden vorhaben, über Nacht zu bleiben und sich entsprechend untereinander organisieren.

  • 16.27 Uhr  

    Ölpreis zieht weiter an

    Wegen der Sorgen um die Lage in Ägypten ist der Ölpreis weiter angezogen. Der Preis für ein Barrel kletterte in der Nacht um 2,85 Dollar auf einen Stand von 92,19 Dollar pro Barrel (159 Liter). Ägypten ist zwar kein grosser Ölproduzent, aber wegen seiner Lage wichtig für die Ölversorgung des Westens: Durch die Sumed-Pipeline fliesst Rohöl vom Golf von Suez zum Mittelmeer, ausserdem durchqueren kleinere Tanker den Suezkanal. Der Kanal blieb bislang für die Schifffahrt geöffnet.

    Standard & Poor's stuft Ägypten herab

    Angesichts der andauernden Unruhen in Ägypten hat die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit des Landes weiter herabgestuft. Die Agentur senkte das Rating, das sich bereits auf dem Niveau von Ramschanleihen befand, um einen Tick von BB+ auf BB. Weitere Herabstufungen wurden nicht ausgeschlossen. Bereits gestern hatte die Agentur Moody's das Rating Ägyptens gesenkt.

  • 16.21 Uhr  

    Oppositionsparteien einigen sich

    Al-Jazeera-Reporter Dan Nolan ist mitten drin in den Massen auf dem Tahrir-Platz. Es gebe Gerüchte, wonach die Soldaten angefangen hätten, Polizisten zu verhaften, welche die Demonstration infiltrieren wollten, twittert er.

    Derweil haben sich Vertreter aller grossen Oppositionsparteien auf eine gemeinsame Linie für einen Neubeginn im Land verständigt. Sie fordern den Rücktritt von Staatspräsident Husni Mubarak und eine «Regierung der nationalen Allianz».

    Die beiden Parlamentskammern und die Regionalparlamente müssten aufgelöst werden, erklärten die Oppositionsführer nach einem Treffen in Kairo. Eine Arbeitsgruppe solle eine neue Verfassung ausarbeiten.

    Gespräche mit den Machthabern vor einem Rücktritt Mubaraks lehnt die Opposition ab. «Wir erwarten, dass die Führung uns einen Zeitplan für die Umsetzung dieser Forderungen präsentiert. Erst dann sind wir bereit, einen Dialog mit Vizepräsident Omar Suleiman zu beginnen», hiess es.

    Friedensnobelpreisträger Mohammed al-Baradei nahm an dem Treffen nicht teil, aber andere Vertreter seiner Bewegung für den Nationalen Wandel. Al-Baradei sagte dem Sender al-Arabija, Mubarak müsse sein Amt bis spätestens Freitag niederlegen.

  • 16.02 Uhr  

    Schweizer Firmen schliessen Büros

    UBS, ABB und Nestlé haben ihre Büros und Fabriken am Nil vorübergehend geschlossen. Die Mitarbeitenden bleiben zu Hause oder kehren in ihre Heimat zurück. Eine Rückreise dürfte im Moment allerdings schwierig werden, am Flughafen herrschen chaotische Zustände.

    Nestlé ist gegenwärtig daran, Familien von rund 20 Angestellten aus dem Land zu bringen. Der Nahrungsmittelkonzern hat seine Aktivitäten im Land vorläufig unterbrochen. Nestlé ist seit 1988 mit Produktionsstätten in dem arabischen Land vertreten und beschäftigt heute rund 3'000 Mitarbeiter. Das Hauptquartier befindet sich in Kairo.

    Auch der Industriekonzern ABB ist von den Unruhen stark betroffen. «Wir haben Vorsichtsmassnahmen eingeleitet und unsere Fabriken temporär geschlossen», sagte Mediensprecher Thomas Schmidt. Mehrere Mitarbeitende hätten das Land verlassen. Der Industriekonzern beschäftigt rund 1600 Personen im Land.

    Novartis produziert weiter

    Die Grossbank UBS hat ähnliche Massnahmen ergriffen. «Das Büro in Kairo ist vorübergehend geschlossen», sagte Dominique Gerster, Mediensprecher der Grossbank.

    Anders sieht es bei Novartis aus. Sie lassen ihr Produktionswerk weiter laufen, um die Lieferung lebensrettender Medikamente sicher zu stellen. Die Sicherheitsmassnahmen seien wo notwendig verstärkt worden. Insgesamt beschäftigt Novartis 1200 Mitarbeiter in Ägypten.

  • 15.44 Uhr  

    Kampfjets donnern über Kairo

    Helikopter und Kampfjets fliegen über den Tahrir-Platz, wie al-Jazeera berichtet. Die Demonstranten würden dies jeweils mit Schimpftiraden quittieren. Es würden immer noch Menschen in die Innenstadt strömen. «So schnell werden die nicht wieder gehen», sagt der Kommentator.

    Gestern hiess es noch, der «Marsch der Millionen» sei ein etwas pathetischer, rein symbolischer Name für den heutigen Protesttag. Nun sieht es so aus, als hätte er nicht präziser sein können. Der Druck auf das Mubarak-Regime ist gewaltig.

    Auf dem Tahrir-Platz gebe es «fast kein Durchkommen mehr», wie SF-Korrespondent Pascal Weber etwas früher am Nachmittag berichtete. Die Stimmung sei «überwältigend» und total friedlich.

    Auch in Alexandria gibt es Massendemonstrationen. Dort seien Zehntausende Menschen unterwegs, etliche seien auf Hausdächer, Autos und Bäume geklettert, wie die BBC berichtet.

  • 15.37 Uhr  

    Erdogan: Mubarak soll auf Volk hören

    Der im arabischen Raum sehr respektierte türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat den ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak zum Einlenken aufgerufen. In einer Ansprache vor dem Parlament riet er Mubarak, der Forderung des Volkes nach demokratischem Wandel sofort nachzukommen. Niemand könne gegen den Willen des Volkes an der Macht bleiben.

    «Wir sind alle sterblich, keiner von uns wird ewig leben», sagte er. Eine positive Erinnerung zu hinterlassen, sei das Einzige, was zähle.

    Die Demonstranten rief Erdogan zu Gewaltverzicht und zum Schutz der Kulturschätze des Landes auf. Seine für kommende Woche geplante Reise nach Kairo sagte er ab, «bis die Situation in Ägypten sich wieder normalisiert».

  • 15.09 Uhr  

    US-Botschaftsmitarbeiter ziehen ab

    Die USA ziehen alle Botschaftsmitarbeiter und deren Familien aus Ägypten ab, die dort nicht unbedingt gebraucht werden. Das US-Aussenministerium erklärt, US-Bürger, die das von Unruhen erschütterte Land verlassen wollten, würden dabei weiter unterstützt.

    Der ägyptische Oppositionspolitiker Mohamed al-Baradei fordert Präsident Husni Mubarak derweil zum Rücktritt auf. Mubarak müsse sein Amt niederlegen, um ein Blutvergiessen zu verhindern, sagte ElBaradei laut einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders al-Arabija.

  • 15.08 Uhr  

    Demo auch in Bern

    Vor der ägyptischen Botschaft in Bern demonstrieren heute auch in der Schweiz wohnhafte Ägypter gegen das Regime von Hosni Mubarak. Tagesanzeiger.ch/Newsnetz begleitet Dina El Sharbasi und ihre Landsleute an die Kundgebung.

  • 15.05 Uhr  

    Al-Jazeera berichtet weiter live aus Kairo

    Das Al-Jazeera-Büro in Kairo ist geschlossen, doch die Berichterstattung geht weiter. Am Beispiel des Vorgehens der ägyptischen Behörden gegen den Fernsehsender aus Katar wird deutlich, dass autoritäre Regime in Zeiten globaler Medien kaum noch eine Möglichkeit haben, den Informationsfluss in ihrem Sinne zu steuern.

    Die Journalisten des englischsprachigen Dienstes des Senders werden seit gestern von Sicherheitskräften am Verlassen ihres Hotels gehindert. Trotzdem ist Al-Jazeera rund um die Uhr live dabei: Über Blogs und YouTube-Videos ist die Internetseite trotz aller Einschränkungen stets auf dem neuesten Stand.

  • 14:43 Uhr  

    Amr Mussa stellt sich als Leader zur Verfügung

    Der Generalsekretär der Arabischen Liga sagte gegenüber mehreren TV-Sendern, er sei bereit, Ägypten zu führen, falls er angefragt werde. Der Ägypter Amr Mussa ist einer der bekanntesten Politiker der arabischen Welt.

    Noch suchen die Demonstranten nach einem politischen Führer, sagt die Analystin von al-Jazeera. Es werde angezweifelt, ob al-Baradei wirklich über die Legitimation verfüge – schliesslich sei er nicht mit den Menschen auf die Strasse gegangen.

  • 14:30 Uhr  

    Obama schickt Vermittler

    Die US-Regierung hat den früheren US-Botschafter Frank Wisner nach Ägypten geschickt, wie CNN berichtet. Er solle dort mit Offiziellen verhandeln.

    Die Demonstranten haben mehrfach klar gemacht, dass sie keine Einmischung des Westens wünschen: «Wir haben die Doppelmoral der westlichen Regierungen satt», sagte eine Demonstrantin vor wenigen Minuten gegenüber al-Jazeera.

  • 14:14 Uhr  

    «Wir wollen faire Wahlen»

    «Die Menschen wollen freie Wahlen, Demokratie, das Ende des Regimes» – so fasst es einer der Demonstranten gegenüber al-Jazeera zusammen. Ausserdem gehe es nicht darum, dass al-Baradei die Macht übernimmt: «Wir wollen nicht einfach eine neue Figur, die übernimmt. Wir wollen faire Wahlen.»

  • 14:10 Uhr  

    Al-Jazeera wagt eine neue Schätzung

    Zwei Millionen Menschen haben sich mittlerweile auf dem Tahrir-Platz versammelt. Ein ägyptischer Journalist sagt gegenüber dem Sender, es gebe noch immer Kanäle, über welche die Demonstranten kommunizieren würden. Welche, sagt er nicht öffentlich – das Regime hat unter anderem das Internet gekappt.

  • 14:01 Uhr  

    Neuer Premierminister in Jordanien

    Angesichts von anhaltenden Protesten hat der jordanische König heute die Regierung abgesetzt, wie der Palast in Amman mitteilt. Jordaniens neuer Premier heisst Maarouf al-Bakhit, wie CNN meldet. Auch Reuters berichtet, dass der König die Regierung abgesetzt hat.

  • 13.30 Uhr  

    Grösste Demo in der Geschichte

    Auf dem Tahrir-Platz spielen sich zurzeit unglaubliche Szenen ab. Knapp eine Million Menschen fordern Mubarak zum Rücktritt auf. Es ist die grösste Massendemonstration in der Geschichte Ägyptens. Es strömen unaufhörlich mehr Menschen auf den Platz. «Das ist sein Ende», sagt der 23-jährige Universitätsabsolvent Musab Galal. Auch in anderen Städten wie Alexandria und Suez kommt es zu grösseren Protestaktionen.

    Demonstranten erzählen von ihren ganz unterschiedlichen Beweggründen für ihre Beteiligung an der Protestaktion. Die 41 Jahre alte Lehrerin Sahar Ahmad erklärt, sie seit seit 22 Jahren berufstätig und verdiene trotzdem nur rund 70 Dollar pro Monat. «In meiner Klasse sind 120 Kinder. Das ist mehr als ein Lehrer schaffen kann», sagte sie. Sie forderte ein besseres Bildungssystem, das den Schülern ein gutes Leben nach der Schule ermögliche.

    Der Fahrer eines Minibusses, Tamer Adly, erklärte, er werde täglich von der Polizei drangsaliert. Die Beamten wollten umsonst gefahren werden, forderten die Hälfte seines Frühstücks und zwängen ihn, ihnen eine Zeitung zu holen. «In diesem Land sollte es nicht nur um eine Person gehen», sagte der 30-jährige unter Anspielung auf Mubarak.

    Die unterschiedlichen Oppositionsgruppen in der Protestbewegung haben die Entmachtung Mubaraks bis zum Freitag als Ziel ausgegeben. (dapd)

  • 13.25 Uhr  

    Panik am Flughafen

    Am Flughafen in Kairo spielen sich derweil chaotische Szenen ab: Die Flucht Tausender Menschen aus Ägypten ist kaum zu bewältigen. Zwar trafen weitere Sondermaschinen ein, um Ausländer und Einheimische ausser Landes zu fliegen, doch mehr als 4500 Menschen warteten noch immer verzweifelt darauf, das Land verlassen zu können.

    Angesichts der Menschenmassen ist das Flughafenpersonal heillos überfordert, Lebensmittel werden knapp, verlässliche Fluginformationen gibt es nicht. Selbst ein Flugticket garantiert nicht, dass man einen Platz im Flieger bekommt. Panik macht sich breit – und Bestechung.

    Passagiere berichten, dass Polizisten Bestechungsgelder verlangen, bevor sie einen an Bord lassen. «Die Terminals sind voller panischer Menschen. Das Bodenpersonal ist verschwunden, und am Gate, kurz vor dem Einsteigen, mussten wir 2000 Dollar für einen Polizisten an der Tür zusammenlegen», sagte ein kanadischer Tourist nach Ankunft am Frankfurter Flughafen. Der Polizist hätte sie ohne Bestechung nicht passieren lassen.

  • 12.35 Uhr  

    «Mehrere 100'000 Demonstranten»

    Mittlerweilen sollen gemäss dem Nachrichtensender al-Jazeera knapp eine Million Menschen in Kairo auf der Strasse sein. Der Protest verläuft bisher friedlich. Der Aufruf zur Millionendemonstration wird damit immer mehr zur Realität. Auf den Strassen seien nun auch Gruppen zu sehen, die zuvor nicht in Erscheinung getreten sind, Alte, Frauen und Geschäftsleute, wie ein «Spiegel»-Reporter vor Ort berichtet. Sogar Behinderte in Rollstühlen seien zu sehen. Der Protest hat nun die ganze Bevölkerung erfasst. Und die Massen strömen weiter aus den Kairoer Vorstädten in die Innenstadt.

  • 11.58 Uhr  

    «Wir sind bereit, zu sterben»

    Ein «Spiegel»-Reporter berichtet von einer Gruppe von 20 Männern in weissen Hemden auf dem Tahrir-Platz. Auf den Hemden tragen sie einen Schriftzug: «Dies ist unser Totenhemd». Einer der Männer sagt: «Wenn die Polizei uns heute erschiessen sollte: Wir sind bereit, für diese Revolution zu sterben.»

    Bisher ist die Stimmung aber sehr friedlich. Al-Jazeera-Reporter Dan Nolan twittert: «Im Moment fühlt es sich hier auf dem Platz an, wie eine ägyptische Version von Woodstock»

    Seit Tagen haben Soldaten mit Panzern den Tahir-Platz umstellt. Die Waffen zeigen allerdings in den meisten Fällen weg vom Platz.

    Die Proteste erscheinen heute besser organisiert als noch gestern. So wurden offenbar Freiwillige beauftragt, dafür zu sorgen, dass die Kundgebung gewaltlos bleibt. «Wir werden jeden hinauswerfen, der versucht, Ärger zu machen», wurde über einen Lautsprecher ausgerufen.

    Die Oppositionsgruppen haben die Entmachtung Mubaraks bis zum Freitag als Ziel ausgegeben. Die Koalition wird dominiert von der Jugend, aber auch die verbotene Muslimbruderschaft hat sich angeschlossen.

    Die Menschen auf den Strassen des Landes fordern nicht mehr nur Mubaraks Rücktritt, sondern dass er vor Gericht zur Verantwortung gezogen werde, sagte al-Baradei der britischen Zeitung «The Independent». «Wenn er seine Haut retten will, zieht er sich lieber zurück.»

    Die Demonstranten versammeln sich in Kairo. (Video: CNN)

  • 11.40 Uhr  

    UNO spricht von 300 Toten

    Die UNO geht von deutlich mehr Todesopfern bei den Unruhen in Ägypten aus als bisher bekannt. «Unbestätigte Berichte sprechen von bisher 300 Toten und mehr als 3000 Verletzten», sagte die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, in Genf.

    Sie sei angesichts der steigenden Opferzahl in Ägypten «zutiefst alarmiert», sagte Pillay. Die ägyptischen Behörden forderte sie auf sicherzustellen, dass Polizei und andere Sicherheitskräfte «den Einsatz von Gewalt vermeiden».

  • 11:31 Uhr  

    Kreditwürdigkeit herabgesetzt

    Nach der Ratingagentur Moody's hat auch Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit Ägyptens gesenkt. Die Agentur warnte, die politische Instabilität werde dem ägyptischen Wachstum und dem Budget schaden.

    Daher werde die Kreditwürdigkeit auf den Wert BB herabgestuft. Innerhalb der nächsten drei Monate könne eine weitere Senkung erfolgen. (sda)

  • 11:22 Uhr  

    Soldaten inmitten der Demonstranten

    TV-Bilder von CNN und al-Jazeera zeigen Armeefahrzeuge rund um den Tahrir-Platz und Soldaten an den Eingängen zum Platz. Sie würden die Menschen auf Waffen untersuchen und für Sicherheit sorgen, so eine Augenzeugin gegenüber al-Jazeera.

    Die Armee hat gestern versprochen, sie werde nicht gegen die Menschen vorgehen. «Es gibt in der Bevölkerung ein starkes Gefühl, dass es die eigenen Brüder und Väter sind, die in der Armee kämpfen», so die Augenzeugin. (oku)

  • 11:12 Uhr  

    «Über 100'000 Menschen»

    Auch al-Jazeera meldet «über 100'000 Menschen» auf dem Tahrir-Platz in Kaito. Es handle sich um die grösste Demonstration in Ägypten seit Freitagmorgen.

    Eine Demonstrantin vor Ort sagt dem englischsprachigen Kanal des Senders, bislang herrsche eine gelassene Atmosphäre auf dem Platz. Nur in der Nähe des Präsidentenpalast sei die Stimmung angespannt. Sicherheitskräfte hätten die Strassen um den Palast abgesperrt. (oku)

  • 11.00 Uhr  

    Ausgelassene Stimmung

    Die Nachrichtenagentur dpa meldet bereits 100'000 Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz. Die Stimmung ist ausgelassen. Die Regimegegner rufen: «Bringt Mubarak zum Flughafen.» Noch immer strömen tausende Menschen in die Innenstadt. (bru)

  • 10.20 Uhr  

    «Es könnte ein historischer Tag werden»

    Dan Nolan, Reporter von al-Jazeera direkt vor Ort am Tahrir-Platz, beschreibt die Szene via Twitter so: «Es hat jetzt bereits so viele Leute auf dem Platz wie gestern auf dem Höchststand. Wie viele werden es dann erst in ein paar Stunden sein? Es könnte ein historischer Tag werden.»

    Die Armee scheint sich bisher an ihr Versprechen zu halten, die Demonstranten nicht mit Gewalt zu stoppen. Wie Nolan weiter twittert, rufen einige Soldaten dem Volk zu «Wir sind mit euch.»

    Gemäss al-Jazeera sind jetzt bereits 20'000 Menschen auf dem Platz. Dem britischen Nachrichtensender BBC zufolge sind es rund 30'000 Demonstranten. (bru)

  • 10.00 Uhr  

    Öffentlicher Nahverkehr lahmgelegt

    Die Sicherheitskräfte in Kairo haben vor der Grossdemonstration gegen Husni Mubarak alle in die Hauptstadt führenden Strassen gesperrt, der öffentliche Nahverkehr wurde lahmgelegt. Alle innerstädtischen Schnellstrassen sind blockiert. Auch Busverbindungen zwischen den Städten sind unterbrochen. (bru/dapd)

  • 9.50 Uhr  

    Stürzen Twitter, Facebook und Youtube Mubarak?

    Twitter, Facebook, Youtube, Video, Blogs oder das Fotoportal Flickr - die ägyptische Protestbewegung ist überall. Es gelangen minütlich neue Meldungen, Fotos und Videos online und vermitteln ein Bild der Lage. Viele berichten über selbst Erlebtes, andere verlinken auf Fernsehsender wie al-Jazeera und BBC oder verweisen auf Blogger und Twitterer.

    Hier eine Twitter-Liste mit seriösen Tweets aus Ägypten

  • 9.00 Uhr  

    Schicksalstag für das Mubarak-Regime

    Ein Protestmarsch der Superlative soll den Weg der Opposition an die Staatsspitze freimachen. Seit dem frühen Morgen beginnen sich die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz zu sammeln, wie der arabische TV-Sender al-Jazeera berichtet. Es strömen bereits mehr als 5000 Menschen in das Stadtzentrum. Der eigentliche Marsch soll am Mittag beginnen. Die Kundgebung soll zum Präsidentenpalast ziehen.

    Nach unbestätigten Berichten kontrolliert die Armee die Ausweise von Demonstranten. Gestern hat das Militär aber klargemacht, dass es nicht auf friedliche Demonstranten schiessen werde. Das nimmt vielen Ägyptern die Angst vor einer Eskalation der Situation. Ob sich das Militär aber ganz hinter die Demonstranten stellt, wird sich heute zeigen. Ein gutes Zeichen ist, dass dieses gestern verkündete, die Forderungen des Volks seien legitim. Und das Volk will Mubarak stürzen.

    Eine Gefahr könnte aber immer noch die Präsidentengarde darstellen, die nach wie vor zu Mubarak steht. Zudem gibt es gemäss «Spiegel» online Gerüchte, dass auch die Luftwaffe ausscheren könnte. Mubarak war einst deren Befehlshaber. Die entscheidende Frage: Wie treu ist sie ihm heute noch ergeben? Am Sonntag flogen mehrere Kampfjets im Tiefflug über Kairo. Ein Signal der Einschüchterung? (bru)

  • 8.00 Uhr  

    Ägypten ist nun ganz offline

    Zur Behinderung der Anreise der Regimegegner ist der Zugverkehr unterbrochen worden, berichtet al-Jazeera. Eine Anreise mit dem Auto wird auch immer schwieriger, da das Benzin zunehmend knapp wird. Vor den Tankstellen bilden sich lange Schlangen.

    Um die Demonstranten weiter zu behindern, will die Regierung die Kommunikation erschweren und nach Medienberichten das Mobiltelefonnetz kappen. In Ägypten ist seit heute früh auch dem letzten Internetprovider das Netz gekappt worden. Die Noor Group sei gestern Abend vom Netz genommen worden. Das teilt Renesys mit, ein amerikanisches IT-Unternehmen aus New Hampshire, das für Internetanbieter die Sicherheit und die Infrastruktur des Netzes überprüft. (bru/sda)

  • 7.30 Uhr  

    Mubarak sucht den Dialog

    Der neue ägyptische Vizepräsident Omar Suleiman hat der Opposition Gespräche über eine Verfassungsreform angeboten. Suleiman sagte im Fernsehen, Staatschef Hosni Mubarak habe ihn mit einem Dialog «mit allen politischen Kräften» beauftragt.

    Die Gespräche sollten über «sämtliche Fragen der Reform der Verfassung und der Gesetze» geführt werden, sagte Suleiman in einer kurzen Ansprache. Das Volk lässt sich von solchen Lippenbekenntnissen aber nicht mehr beeindrucken. (bru/sda)

Erstellt: 01.02.2011, 07:30 Uhr

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148 Kommentare

Daniel Zollinger

01.02.2011, 10:10 Uhr
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Mir tut einfach das Volk leid. Die können ja am wenigsten für die Schlamassel der obrigen! Antworten


rascha kocher

01.02.2011, 08:39 Uhr
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Dank der Installation von Marionetten konnte der Chef klammheimlich ins Exil verschwinden. Er wird seinen Lebensabend in Saus und Braus verbringen dürfen. Nach mir das Chaos lautet vielfach die Devise bei gekränkten Altersdementen. Und das ist ja das Gefährliche! Denkt er überhaupt an die - nun unter der Situation heranwachsenden - "Enkel und Urenkel", welche dem Staat die Zukunft sichern müssten? Antworten



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