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Mursi taktiert geschickter, als viele es ihm zutrauten
Der ägyptische Präsident suchte nach Verbündeten innerhalb der Armee und fand sie. Wenn ihm am Wohl der ganzen Gesellschaft liegt, wird er die gewonnene Macht zu gegebener Zeit aber wieder abgeben müssen. Mehr...
Von Gregor Mayer, dpa.
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9 Kommentare
"Wenn ihm (Mursi) am Wohl der ganzen Gesellschaft liegt, wird er die gewonnene Macht zu gegebener Zeit aber wieder abgeben müssen".
Gregor Mayer hat da was falsch verstanden. Mursi ist gewählter Staatspräsident.
Der Militärrat war nicht gewählt, er hatte nach Mubaraks Sturz einfach die Macht ergriffen.
Entlassen wurden diese Militärs übrigens, weil sie einen Putsch gegen Mursi geplant hatten.
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Auf den ersten Blick kann man ja sagen, dass das durch und durch korrupierte ehemalige Politik-/Militärsystem nun langsam an die Wand gefahren wird, nur bedeutet dies noch lange nicht, das Mursi selbst genau den gleichen sich wohlgesinnten Filz aufbauen will. Bei allem frohlocken über den arabischen Frühling, kann man wohl erst in Jahr(zehnt)en wirklich beurteilen, ob das Volk wirklich profitiert. Antworten
Wenn ich mich recht erinnere, so hat sich der von "fortschrittlichen" Medien informierte Westen auch über die vom Volk getragene Revolution des Ayatollah Khomeini gegen die Militärdiktatur des Schah riesig gefreut. Abendland, Dir muss man nun nicht nur viel Glück sondern noch mehr Verstand wünschen. Antworten
@König:der Überfall von Saddam auf den Iran war ein Stellvertreterkrieg, von Reagan/Rumsfeld unterstützt und ausgelöst. Erst als Saddam zu frech wurde, musste er weggebombt werden. Gleiches in Afghanistan – Taliban war eine Gründung der CIA/ISI unter Reagan gegen die Sowjet Union – jetzt kostet der Kampf in Afghanistan 125 Milliarden $ (USA im 2010)…
Und die Iran/Contraaffäre -> nachlesen bitte!
Vorsicht Herr König, sie könnten mein schwarz-weiss Denken beinträchtigen ;-) Bei anderen ist diese Befürchtung allerdings Unbegründet - da bleibt der Westen für immer einfach nur böse :-)
Zudem erinnere ich mich, da war noch der kalte Krieg, dass man sich auch davor fürchtete, dass nun Russland Einfluss auf das iranische Öl nehmen könnte. Somit wurde Chomeini als das kleinere Übel kurzfristig angesehen, da immer noch viele westliche Firmen prächtig Geschäfte tätigten. Erst als die Bartlis ungewohnte Vorschriften erliessen, da wendete sich die Meinung.
Ich habe das anders in Erinnerung. Zuerst wurden die Studis und die Volksmassen beobachtet. Gemischte Gefühle mit Verständnis für die Revolutionäre. Stimmungsumschwung für den Aufstand und kurz darauf Ablehnung, da Bartlis plötzlich an der Macht und US-Botschaft besetzt. Die Berichte wurden zunehmend herablassend. Dann antiiranisch. Saddam kam da mit seinem Überfall gerade recht.
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