Neues Bündnis soll Irak eine Regierung bringen

Aktualisiert am 05.05.2010

Die beiden grössten Gruppierungen der Schiiten haben sich auf eine Kooperation geeinigt. Unterdessen werden die Stimmen in Bagdad neu ausgezählt.

Ein Bündnis zur Erhaltung der Macht: Premier Nouri al- Maliki.

Ein Bündnis zur Erhaltung der Macht: Premier Nouri al- Maliki.
Bild: Keystone

Die schiitische Rechtsstaatsallianz von Ministerpräsident Nouri al- Maliki und die Irakische Nationale Allianz hätten ein Abkommen zur Bildung des «grössten parlamentarischen Blocks» vereinbart, erklärte ein Berater des früheren Regierungschefs und Kandidaten der Irakischen Nationalen Allianz, Ibrahim al-Jaafari.

Das wichtigste sei nun, «eine irakische Regierung zu bilden und ein Regierungsprogramm zu entwickeln», erklärte Abdel Rasak al-Kasami am Dienstag. Das Bündnis der schiitischen Gruppen stellt zusammen 159 Abgeordnete, doch für eine Mehrheit im irakischen Parlamant bräuchten sie 163.

Neue Auszählung in der Hauptstadt

Aus der Parlamentswahl am 7. März war das sunnitisch-schiitische Wahlbündnis von Malikis Herausforderer Ijad Allawi als Sieger hervorgegangen und hatte 91 Parlamentssitze errungen. Das Endergebnis der Wahl steht allerdings noch nicht fest.

Am Montag begann unter den Augen internationaler Beobachter die Neuauszählung der Stimmen für die Hauptstadt Bagdad, die al-Malikis Rechtsstaatsallianz gefordert hatte. Die Wahlkommission hatte Mitte April die Neuauszählung der Stimmen für die Provinz Bagdad angeordnet, die 70 der 325 Abgeordneten stellt. Al-Maliki hatte «Manipulationen» geltend gemacht. (raa/sda)

Erstellt: 05.05.2010, 06:52 Uhr

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