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Nigerias Armee soll 48 Männer getötet haben
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Nach Jahren des blutigen Terrors in Nigeria sind die Islamisten der Sekte Boko Haram unter bestimmten Bedingungen zu Friedensverhandlungen bereit. Als Gegenleistung fordern die selbsternannten «nigerianischen Taliban» die Freilassung aller inhaftierten Mitglieder. Derzeit werden rund 1000 Kämpfer in verschiedenen Gefängnissen Nigerias festgehalten. Boko Haram hatte sich gestern überraschend zu Friedensverhandlungen bereiterklärt, aber unter anderem die Freilassung aller ihrer inhaftierten Mitglieder zur Bedingung gemacht.
Die nigerianische Regierung zeigte sich heute offen für Gespräche, auch wenn sie Zweifel an der Ernsthaftigkeit eines Friedensangebots hege. Boko Haram müsse erst noch unter Beweis stellen, dass friedliche Gespräche möglich seien, teilte der nigerianische Aussenminister Olugbenga Ayodeji Ashiru in Abuja mit.
Armee erschiesst Dutzende Jugendliche
Gestern hatte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International den nigerianischen Sicherheitskräften im Kampf gegen die islamisch-fundamentalistische Rebellengruppe Willkür und Foltermethoden vorgeworfen. Dadurch werde die ohnehin «dramatische Situation zusätzlich verschärft», hiess es im Bericht.
Ungeachtet der Kritik am Anti-Terror-Kampf erschoss das nigerianische Militär heute im Nordosten des Landes offenbar Dutzende Jugendliche. Das Blutbad ereignete sich nach Berichten des britischen Senders BBC in Maiduguri, der Hochburg der Boko Haram.
Die Opfer seien in die Leichenhalle des örtlichen Krankenhauses gebracht worden. Dort waren laut Augenzeugenberichten die Leichen von mindestens 48 jungen Menschen aufgebahrt.
Bereits mehr als 1400 Terror-Opfer
Die radikal-islamische Gruppe Boko Haram, die jeden westlichen Lebensstil ablehnt, kämpft seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Die Gruppe wird für zahlreiche blutige Anschläge unter anderem auf Polizeistationen und christliche Kirchen verantwortlich gemacht, bei denen seit 2009 mehr als 1400 Menschen getötet wurden.
So wird ihr auch ein tödlicher Anschlang auf den pensionierten General Mohammed Shuw zugerechnet, der heute in Maiduguri verübt wurde. Wie das Militär mitteilte, erlag der Mann auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen. (rbi/sda)
Erstellt: 02.11.2012, 20:43 Uhr
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