Ausland

Paris verklagt Togo-Mörder

Aktualisiert am 16.01.2010

Frankreich geht juristisch gegen einen Führer der Cabinda-Rebellen vor, die vor einer Woche den Bus der Fussball-Nationalmannschaft von Togo überfallen und drei Menschen getötet hatten.

Die französische Justiz eröffnet Verfahren gegen Mörder: Spieler der Nationalmannschaft von Togo tragen ihren Pressechef Stanislas Ocloo zu Grabe.

Die französische Justiz eröffnet Verfahren gegen Mörder: Spieler der Nationalmannschaft von Togo tragen ihren Pressechef Stanislas Ocloo zu Grabe.
Bild: Keystone

Das Justizministerium habe ein Verfahren gegen Rodrigues Minguas wegen Verherrlichung von Gewalt in Gang gebracht, teilte das Pariser Aussenministerium am Freitagabend mit. Minguas habe die französische Staatsbürgerschaft. «Seine Aussagen sind inakzeptabel und können nicht ohne Folgen bleiben.»

Angola hatte Frankreich vorgeworfen, zu duldsam gegenüber den Rebellen der FLEC (Front für die Befreiung der Exklave Cabinda) zu sein. Dazu war am Donnerstag den französischen Botschafter einbestellt worden.

Minguas hatte im Namen der FLEC den Angriff auf die Sportler und ihre Begleiter gerechtfertigt und weitere Attacken in Cabinda angekündigt. Im Krieg sei alles erlaubt.

Minguas soll sich mit anderen FLEC-Rebellen oft in Frankreich aufhalten. Cabinda ist eine ölreiche Exklave Angolas zwischen Kongo- Kinshasa und Kongo-Brazzaville. (tan/sda)

Erstellt: 16.01.2010, 07:36 Uhr

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