Ausland

Rohani gibt sich versöhnlich gegenüber Saudiarabien

Aktualisiert am 06.01.2016 1 Kommentar

Die Emotionen im Konflikt zwischen Saudiarabien und dem Iran sind sehr hoch gekocht. Nun will der Iran die Situation abkühlen.

Der Iran sucht den Kontakt zu Saudiarabien: Irans Präsident Hassan Rohani.

Der Iran sucht den Kontakt zu Saudiarabien: Irans Präsident Hassan Rohani.
Bild: AP

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International wächst die Sorge über mögliche Folgen des Streits zwischen den Regionalmächten Saudiarabien und Iran. Teheran scheint nun die Wogen glätten zu wollen. Der Iran will hart gegen die Angreifer der saudischen Botschaft in Teheran vorgehen. «Die Angreifer sind Kriminelle, deren illegale und unislamische Tat auch den internationalen Ruf des Irans geschädigt hat», sagte iranische Präsident Hassan Rohani am Mittwoch. Man werde konsequent gegen die Täter vorgehen, sagte auch Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif. 50 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Angriff schon verhaftet worden.

Nach der Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Bakr al-Nimr und 46 weiterer Menschen in Saudiarabien hatte eine Menschenmenge in Teheran die saudische Botschaft gestürmt und Brände gelegt.

Auch Katar und Dschibuti rufen Botschafter zurück

Saudiarabien sowie seine sunnitisch regierten Verbündeten Bahrain und Sudan beendeten aus Protest gegen die Übergriffe ihre diplomatischen Beziehungen zum schiitischen Iran. Katar und der ostafrikanische Staat Dschibuti riefen am Mittwoch ihre Botschafter aus Teheran zurück – dies hatten zuvor bereits die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait getan.

«Der Iran will keine Spannungen in der Region und würde Dialog mit den Nachbarländern immer begrüssen», sagte Sarif. Alle Länder der Region sollten zusammenhalten, besonders angesichts der gegenwärtigen Terrorbedrohung.

Iran will gute Beziehungen in der Region

Leider habe Riad eine konstruktive Zusammenarbeit gegen den Terror stets blockiert, sagte Sarif. «Wir wollen Freundschaft, Brüderschaft und gute Beziehungen zu allen Ländern der Region,» fügte Rohani hinzu. Am Sonntag hatte der oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, den saudischen Führern wegen der Exekution Al-Nimrs dagegen noch mit der «Rache Gottes» gedroht.

Die USA, Deutschland und die Türkei riefen die beide Staaten am Dienstag zum Abbau ihrer Spannungen auf. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, der Iran und Saudiarabien hätten eine «gemeinsame Verantwortung» für eine Lösung der Konflikte im Nahen Osten. Die Vereinigten Staaten und Ankara appellierten an Riad und Teheran, den Konflikt zu deeskalieren und Zurückhaltung walten zu lassen. (ofi/sda)

Erstellt: 06.01.2016, 22:43 Uhr

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1 Kommentar

Filippo Mazza

07.01.2016, 12:53 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Tönt ja schon mal vernünftig...mal schauen ob die Anderen darauf eingehen... Antworten