Sudanesischer Journalistin drohen 40 Peitschenhiebe – weil sie Hosen trug
Hosentragen als Delikt: Lubna Ahmed al Hussein.
Im Sudan droht einer bekannten Journalistin wegen des Tragens einer Hose eine Strafe von 40 Peitschenhieben. Sie habe Anfang Juli in einem Restaurant gesessen, als Polizisten hineinkamen und alle Frauen in Hosen aufforderten mitzukommen, sagte die renommierte Journalistin Lubna Ahmed al Hussein am Sonntag in Khartum. Zehn der zwölf betroffenen Frauen seien zwei Tage später auf einer Polizeiwache in der sudanesischen Hauptstadt mit je zehn Peitschenhieben für ihre «unschickliche» Kleidung bestraft worden.
Die übrigen, darunter sie selbst, seien gemäss Paragraph 152 des sudanesischen Strafrechts angeklagt worden, sagte Hussein. Dieser Paragraph sieht 40 Peitschenhiebe für unschickliches Verhalten vor, das «die öffentliche Moral verletzt».
Die Journalistin, die regelmässig für die linksgerichtete Zeitung «El Sahafa» schreibt und ausserdem für die Uno-Mission im Sudan arbeitet, weiss nach eigenen Angaben noch nicht, wann ihre Anhörung zu der Anschuldigung stattfindet. Sie wolle aber schon jetzt die Öffentlichkeit auf ihre Lage aufmerksam machen, sagte Hussein. (vin/sda)
Erstellt: 13.07.2009, 09:21 Uhr
Ausland
- 15:38Mit welchen EU-Kommissaren es die Schweiz zu tun bekommt
- 13:40Zweitgutachten entlarvt Berlusconi
- 13:03Die Nato rüstet sich für Grossoffensive im Süden Afghanistans
- 11:08Deutsche Regierung schickt mehr Soldaten nach Afghanistan
- 10:45Das Leben der Soldaten abseits des Krieges
- 10:23Die geheime Todesliste der USA
Meistgelesen in der Rubrik Ausland
Von Japanern und Delfinen
Body Coach
-
Der BodyCoach hilft Ihnen, gesund und nachhaltig abzunehmen. Er stellt einen individuellen Ernährungsplan zusammen, erstellt Einkaufslisten, schlägt Rezepte vor und unterstützt Sie beim Training.
Wetter:





24 Stunden in Bildern