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Teheran nimmt oppositionelle Frauen ins Visier

Aktualisiert am 10.01.2010

Die iranischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben der Opposition zahlreiche Frauen der Organisation «Mütter in Trauer» festgenommen – wegen ihrer Proteste gegen die Ermordung ihrer Kinder.

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Die Frauen im Iran begehren auf
Unter Mahmoud Ahmadinejad wurden die gesellschaftlichen Regeln für Frauen verschärft.
Bild: Reuters

   
Rabiates Vorgehen: Staatspräsident Ahmadinejad während einer Rede in Teheran – vor Bildern des Religionsführers Ali Khamenei und des verstorbenen Ayatollah Khomini (Archivbild).

Rabiates Vorgehen: Staatspräsident Ahmadinejad während einer Rede in Teheran – vor Bildern des Religionsführers Ali Khamenei und des verstorbenen Ayatollah Khomini (Archivbild).

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Die Frauen protestierten gegen die Ermordung oder die Verschleppung ihrer Kinder. Unter Berufung auf einen Augenzeugen berichtete die Internetseite Kaleme.org von Oppositionsführer Mir Hussein Moussavi am Sonntag, dass am Vortag etwa 30 Frauen im Park Laleh in Teheran festgenommen worden seien.

Eine Hundertschaft der Polizei, so der Bericht weiter, habe die insgesamt rund 70 Frauen daran gehindert sich zu versammeln – und schliesslich aus dem Park gejagt. Die festgenommenen Frauen seien dagegen mit einem Polizeitransporter zu einer Wache gebracht worden.

Information über Schicksale verlangt

Die Gruppe «Mütter in Trauer» fordert Aufklärung über das Schicksal ihrer Kinder, die während der Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad am 12. Juni ums Leben kamen oder spurlos verschwunden sind.

Syrischer Journalist freigelassen

Knapp zwei Wochen nach seiner Festnahme wurde am Sonntag nach Angaben der Agentur Fars ein syrischer Journalist in Teheran auf freien Fuss gesetzt. Der Reporter, der für den Sender Dubai TV arbeitet, war Ende Dezember am Rande von blutigen Unruhen in der iranischen Hauptstadt festgenommen worden.

Damals waren nach offizieller Darstellung «mehrere» Ausländer festgenommen worden, da sie das von den Behörden verhängte Verbot der Berichterstattung über die Proteste gegen die Regierung missachtet hatten. Bei den Unruhen Ende Dezember wurden rund 500 Demonstranten festgenommen. (raa/sda)

Erstellt: 10.01.2010, 17:48 Uhr

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