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Teheran will weitere Anlagen zur Uran-Anreicherung

Trotz des internationalen Drucks hat der Iran den Bau von zwei neuen Anlagen zur Uran-Anreicherung angekündigt – verborgen in den Bergen des Landes.

Provokation für den Westen: Ahmadinejad bei einem Besuch der Anreicherungsanlage Natanz im April 2008.

Provokation für den Westen: Ahmadinejad bei einem Besuch der Anreicherungsanlage Natanz im April 2008.
Bild: Keystone

Die Bauarbeiten sollen im Mitte März beginnenden neuen iranischen Kalenderjahr aufgenommen werden, zitierte die Nachrichtenagentur Isna am Montag den Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi. Der Bau erfolge auf Anweisung von Präsident Mahmoud Ahmadinejad. Die neuen Anlagen sollen demnach im Gebirge versteckt errichtet werden, «um vor jeglichem Angriff geschützt zu sein».

Salehi kündigte weiter an, dass die beiden neuen Anreicherungsanlagen jeweils die Kapazität der Anlage in Natanz erreichen sollen. Diese voll funktionsfähige Urananreicherungsanlage – bisher die einzige im Land – ist mit bis zu 50'000 Zentrifugen ausgerüstet.

Wirkungslose Sanktionen gegen das Regime

In Natanz hatte die iranische Führung Anfang des Monats trotz drohender Sanktionen mit der Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran begonnen. Der Uno-Sicherheitsrat hatte in den vergangenen Jahren bereits drei Mal Sanktionen gegen den Iran verhängt, weil Teheran sich der Aufforderung zum Stopp der Urananreicherung widersetzte.

Die USA und ihre Verbündeten verdächtigen den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Nuklearenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran versichert, sein Atomprogramm diene allein zivilen Zwecken. Am vergangenen Donnerstag wurde ein Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde bekannt, wonach der Iran bereits an einer Atomwaffe arbeiten könnte. Teheran bestritt dies erneut. (raa/sda/)

Erstellt: 22.02.2010, 12:38 Uhr

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