Terror als Erfolgsmodell

Statt kommende Generationen zum Frieden zu erziehen, wird in palästinensischen Schulbüchern und Medien seit Jahren Hetze gegen Israel und Juden betrieben. Mit Erfolg, wie die neue Studie zeigt.

Konflikt und Alltag: Ein Palästinenser wird an einem Checkpoint von israelischen Soldaten kontrolliert.

Konflikt und Alltag: Ein Palästinenser wird an einem Checkpoint von israelischen Soldaten kontrolliert. Bild: Keystone

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Ein Thema zu finden, bei dem 80 Prozent der Bevölkerung einer Meinung sind, ist nahezu unmöglich. Das 74-prozentige Schweizer Nein zur Ecopop-Initiative wurde von den Medien als «überwältigend» bezeichnet.

Keinerlei Probleme, eine wuchtige Mehrheit für ein ganz spezielles Anliegen zu mobilisieren, haben dieser Tage die Palästinenser im Gaza­streifen und der Westbank. Gemäss einer ­aktuellen Studie des Palestinian Center for Policy and Survey Research (PCPSR) befürworten 80 Prozent von ihnen den Mord an Juden. Sei es, indem man Männer, Frauen und Kinder mit Autos überfährt, mit Messern ersticht oder mit Äxten und Schnellfeuerwaffen massakriert.

Eine Gesellschaft, geprägt von Brutalität

Die Mordlust von 80 Prozent der palästinen­sischen Bevölkerung reflexartig mit der ­sogenannten Besatzung zu rechtfertigen, greift zu kurz. Seit 1995 leben mehr als 95 Prozent der Palästinenser in der Westbank unter palästinen­sischer Verwaltung, die terroristische Hamas regiert im Gazastreifen seit 2005.

Die palästinensisch-arabische Gesellschaft ist geprägt von Brutalität. Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle, Christen und Regimegegner gehört in den von der Palästinensischen Autoritätsbehörde (PA) und der radikalislamischen Hamas verwalteten Gebieten zur Tagesordnung. Statt kommende Generationen zum Frieden zu erziehen, wie es im Oslo-Abkommen postuliert ist, wird in palästinensischen Schulbüchern und Medien seit Jahren Hetze gegen Israel und Juden betrieben. Mit Erfolg, wie die neue Studie zeigt.

­Antisemitische Karikaturen

Nach dem Attentat im Oktober, bei dem der Palästinenser Abdel Rahman al-Shaludi in ­Jerusalem ein drei Monate altes Baby und eine junge Frau ermordete, verbreitete die PA den Song «Überfahr den Siedler», der auf dem Quds News Network Hunderttausende Klicks verzeichnete: «Überfahrt sie, vernichtet sie, löscht sie aus, sprengt sie in die Luft! Lasst die Siedler in rotem Blut ertrinken, terrorisiert sie, lasst keinen ­Einzigen am Leben! Allah wird euch helfen!»

Gleichzeitig wurden in der Al-Hayat al-Jadida, der offiziellen PA-Tageszeitung, und anderen palästinensischen Publikationen unzählige ­antisemitische Karikaturen veröffentlicht, die zu weiterer Gewalt aufwiegelten. Ein Leitartikel in Al-Hayat al-Jadida diffamierte jüdische Rabbis als eine «Geheimgesellschaft», die «aus ­Minderwertigkeitskomplexen Rache an der Geschichte» nehmen wolle. «Rabbis unterstützen den Islamischen Staat (IS) und hetzen Sunniten und Schiiten gegeneinander auf.»

­Antisemitische Karikaturen

Wieso sollten die Palästinenser ihre Strategie der Gewalt ändern, solange diese mit politischen Erfolgen, internationaler Anerkennung und nahezu unbegrenzter finanzieller Unterstützung der «Weltgemeinschaft» belohnt wird. Die ­Entführung des 20-jährigen israelischen Soldaten Gilad Shalit hatte die Freilassung von Tausenden palästinensischen Gewaltverbrechern zur Folge.

Jahrzehntelanger Terror in Form von ­Selbstmordattentaten, der Tötung von jüdischen Sportlern an der Olympiade 1972, Flugzeugentführungen und anhaltendem Raketenbeschuss von Zivilisten führte zur Anerkennung von «Palästina» durch Frankreich, England oder Schweden. Das Jahr 2014 wurde von der UNO zum «Internationalen Jahr der Solidarität mit dem palästinensischen Volk» erkoren. Im November richteten zwei Palästinenser mit Äxten und Fleischermessern ein Blutbad in einer Jerusalemer Synagoge an.

Das hielt den Internationalen Gerichtshof in Den Haag nicht davon ab, «Palästina» den Beobachterstatus zuzuerkennen. Auf den Mord an einer 25-jährigen Frau durch den Palästinenser Maher Hamdi al-Hashlamon im November folgte die bindende Weisung des ­Europäischen Gerichtshofs, die Hamas von der EU-Terrorliste zu streichen, auf der sie seit 2001 steht. Die Anerkennung «Palästinas» durch das Europäische Parlament wurde am 17. Dezember verkündet. (Basler Zeitung)

Erstellt: 05.01.2015, 17:10 Uhr

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