Ausland

USA: «Ahmadinejad ist der gewählte Staatschef»

Aktualisiert am 04.08.2009

Trotz erheblicher Vorbehalte wollen die USA Mahmud Ahmadinejad als gewählten Präsidenten des Iran anerkennen.

Präsident ohne Legitimität: Mahmud Ahmadinejad.

Präsident ohne Legitimität: Mahmud Ahmadinejad.
Bild: Keystone

«Ahmadinejad ist der gewählte Staatschef», sagte US-Präsidentensprecher Robert Gibbs am Dienstag. Gibbs weigerte sich aber, Ahmadinejad als «legitimen Präsidenten» zu bezeichnen. Einen Glückwunsch aus Washington zu Beginn von Ahmadinejads zweiter Amtszeit am Mittwoch werde es nicht geben: «Ich sehe keinen Grund, warum wir eine Botschaft schicken sollten», sagte Gibbs.

Ungeachtet der anhaltenden Proteste gegen seine Wiederwahl sollte Ahmadinejad am Mittwoch vor dem Parlament in Teheran seinen zweiten Amtseid ablegen. Die Abgeordneten der reformorientierten Opposition könnten der Amtseinführung gemäss Medienberichten demonstrativ fernbleiben. In den vergangenen Wochen hatten sich hunderttausende Iraner an den Protesten gegen den umstrittenen Wahlsieg Ahmadinejads beteiligt, nach offiziellen Angaben kamen dabei rund 30 Menschen ums Leben. (vin/sda)

Erstellt: 04.08.2009, 22:52 Uhr

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