Ausland
Uganda: Todesstrafe für Schwule
In Afrika heikel: Männer, die sich lieben.
Der britische Premier Grodon Brown hat bei einem Arbeitsfrühstück seine Vorbehalte gegen das geplante Gesetz direkt gegenüber Ugandas Präsident Yoweri Kaguta Museveni klar gemacht. Und schon 2Kanadas Premier Stephen Harper hat das Vorhaben zuvor als «inakzeptabel» bezeichnet. Homosexualität ist noch heute in vielen Staaten des Commonwealth verboten. Doch die Pläne Ugandas schocken nun die liberalen Kräfte, in der losen Verbindung von souveränen Staaten, welche vom Vereinigten Königreich und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wird.
Das sogenannte Anti-Homosexualitäts-Gesetz 009 wird derzeit von Parlament in Kampala behandelt. Gemäss dem darin enthaltenen Paragraph 2 sollen Menschen, die gleichgeschlechtlichen Sex haben zu lebenslanger Haft verurteilt werden. Sind sie HIV-positiv, droht ihnen gar die Todesstrafe. Das Gesetzt wird zwar von der Regierung nicht unterstützt, wie die britische «The Times» berichtet. Doch sie habe auch nichts unternommen, um die Vorlage zu stoppen. Gemäss der Zeitung sollen hohe Mitglieder der Regierung das Vorhaben gar als Segen gepriesen haben.
Zur Spitzelei aufgerufen
Das ist noch längst nicht alles: Das geplante Gesetz bestraft aber nicht nur Menschen, die selbst schwul oder lesbisch sind. Auch Bürger, die von homosexuellen Aktionen Kentnis haben und dies nicht innert 24 Stunden der Polizei melden, sollen drei Jahre ins Gefängnis. Sieben Jahre drohen Menschen, die die Rechte Homosexueller verteidigen. (se)
Erstellt: 29.11.2009, 09:51 Uhr





