Ausland
Was die Herrscher von Abu Dhabi für ihre Dubai-Rettung fordern
Artikel zum Thema
- 10 Milliarden Dollar für Dubai – Börse steigt deutlich
- Neues Beben an Dubais Börse
- Der Pleitescheich der Superlative
- Emirat rettet Dubai World
- Massive Staatsspritzen für Dubais Sorgenkinder
- Dubai dementiert Geldmangel für U-Bahn
Stichworte
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Gestern hat ein 10-Milliarden-Dollar-Rettungsring für das hoch verschuldete Dubai durch Abu Dhabi auf den internationalen Märkten für Beruhigung gesorgt. Die Gesamtschuld des Emirats Dubai von 80 Milliarden Dollar kann damit zwar noch nicht beglichen werden, doch das Signal war klar: Scheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum von Dubai kann auf seine Verwandten innerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate zählen.
Doch die Unterstützung hat ihren Preis: Die führende Familie der al-Nahyan von Abu Dhabi fordert deutlich mehr Einfluss über die Wirtschaft ihrer Cousins in Dubai. Wie verschiedene Experten laut «Bloomberg» berichten, ist es dem ehrgeizigen Scheich von Dubai trotz fehlendem Ölreichtum seines Landes bisher gelungen, seine Verwandten in Abu Dhabi in eine Aussenseiterrolle zu drängen. Dies obwohl Scheich Zayed bin Sultan al-Nahyan als Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate amtet. Die al-Nahyans verlangen für ihre Unterstützung jetzt ein Mitbestimmungsrecht über die führenden Konglomerate in Dubai. Die eigenen Ölreserven verschaffen der führenden Familie von Abu Dhabi das nötige Kleingeld. Das Emirat verfügt über 8 Prozent der weltweiten Ölvorräte und über einen der bestdotierten Staatsfonds.
Mit der finanziellen Rettung des Cousins wollen die Herrscher von Abu Dhabi gemäss den Experten auch verhindern, dass die Hilfe aus einem anderen Land kommt – zum Beispiel aus dem Westen. Dies hätte für das Emirat einen deutlicheren Gesichtsverlust bedeutet. (mdm)
Erstellt: 15.12.2009, 10:52 Uhr






