Zieht Obama in den dritten Krieg?

Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 03.01.2010 3 Kommentare

Der amerikanische Präsident schickt gemeinsam mit Gordon Brown Anti-Terrorkämpfer in den Jemen. Glaubt man den Medien, sind die Spezialeinheiten schon längst dort.

Sie rüsten auf: Mitglieder der islamistischen al-Shabaab in Somalia. Shabaab hat angekündigt, Unterstützung zur al-Qaida nach Jemen zu schicken.

Sie rüsten auf: Mitglieder der islamistischen al-Shabaab in Somalia. Shabaab hat angekündigt, Unterstützung zur al-Qaida nach Jemen zu schicken.
Bild: Reuters

Antwortet mit Anti-Terrorkämpfern auf den jüngsten Attentatsversuch von Detroit.

Antwortet mit Anti-Terrorkämpfern auf den jüngsten Attentatsversuch von Detroit. (Bild: Reuters)

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Barack Obama und Gordon Brown schicken gemeinsam Anti-Terroreinheiten in den Jemen. Das hat Browns Büro am Sonntagmorgen bekannt gegeben. Demnach wollen der amerikanische und der britische Staatschef gemeinsam eine «Sondereinheit der Polizei zur Terrorabwehr» fnanzieren. Auch die jemenitische Küstenwache soll verstärkt werden. Gemeinsam mit der Uno soll ausserdem die Friedensmission in Somalia ausgebaut werden.

Nach Informationen des Politmagazins «Politico» von heute hat der führende General der USA, David Petraeus, Jemen in der Nacht einen Sondierungsbesuch abgestattet. «Petraeus war in Jemen als Teil unserer laufenden Beratungen mit der jemenitischen Regierung», wird ein amerikanischer Regierungsmitarbeiter zitiert. Petraeus habe Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh getroffen. Jemen liess offiziell am Samstag lediglich verlauten, es werde zusätzliche Truppen in die Provinzen schicken, um gegen die al-Qaida-Stellungen zu kämpfen.

Luftangriffe gegen al-Qaida-Stellungen

Die neuste Front im amerikanischen Kampf gegen den Terror ist nicht neu. Wie der Fernsehsender CBS am Samstagabend berichtet hat, waren es die USA, welche die Angriffe der jemenitischen Armee vom 17. und 24. Dezember auf Rebellengruppen führten. Der Sender bezieht sich dabei auf den amerikanischen Verantwortlichen und Truppenausbildner Sebastian Gorka. Dabei hätten die USA sowohl Luftangriffe als auch Bodeneinsätze durchgeführt. Nach offiziellen jemenitischen Angaben vom Dezember starben dabei 60 mutmassliche al-Qaida-Kämpfer.

Auch der frühere FBI-Agent Ali H. Soufan enthüllt in der heutigen «New York Times», dass der amerikanische Anti-Terrorkampf im Jemen seit Jahren andauert. «Die Wahrheit ist, Jemen war eine Front mindestens seit dem 12. Oktober 2000, als al-Qaida das Marineschiff Cole in die Luft jagte und dabei 17 amerikanische Soldaten tötete», wird Soufan zitiert.

Bis zu seinem Ausstieg 2005 hat sich Soufan nach eigenen Angaben in Jemen aufgehalten, wo er und seine Kollegen «die Verantwortlichen jagten und ein ganzes al-Qaida-Netzwerk aufdeckten». Soufan rät der amerikanischen Regierung jedoch, sich nicht in einem neuen Krieg zu verzetteln und stattdessen die jemenitische Regierung zur Verantwortung zu ziehen. «Manche der Offiziellen schätzen die gute Beziehung zu den USA sehr, die ihnen finanzielle Mittel sichern», schreibt Soufan – doch der Zweifel ist deutlich aus seinen Zeilen zu lesen.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.01.2010, 07:39 Uhr

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3 Kommentare

Marina Müller

04.01.2010, 13:47 Uhr
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Es ist zu hoffen,dass Präsident Obama weise genug ist,keine neue Front zu eröffnen! Die Folgen der Kriege in der arabischen Welt sind verheerend + haben nichts dazu beigetragen,Terroranschläge zu verhindern.Im Gegenteil: sie helfen den Extremisten, mehr neue Anhänger zu rekrutieren. Das Einzige, was nützt, ist Menschen faire Lebensgrundlagen zu ermöglichen. Das ist der beste Schutz gegen Terror! Antworten


Melanie Gatzke

04.01.2010, 21:53 Uhr
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Wenn sie wollen, wird sie niemand vor dieser Dummheit bewahren können. Wollen sie denn rund um den Erdball den Terroristen hinterherlaufen? wollen sie die ganze Welt besetzen?Die wandern flugs weiter in den nächsten Standort. Das ist doch alles Blödsinn. Es geht auch gar nicht um diese Leute, die sind doch nur der Vorwand. Terror gibt es seit Kain und Abel und wird es immer geben. Antworten



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