Auto

Wie ein Fisch im Wasser

Aktualisiert am 05.01.2010

• Sensoren entdecken seitliche und frontale Hindernisse
• Kollisionsvermeidung durch Kommunikation
• Verbesserung von Sicherheit und Verkehrsfluss

«EPORO», so lautet das neue Roboterfahrzeug-Konzept von Nissan. Pate stand hier die Fähigkeit von Fischen, sich im Wasser in dichten Schwärmen kollisionsfrei fortzubewegen, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Nissan

Bei der Erforschung und Entwicklung von Fahrzeug- und Verkehrskonzepten lässt sich die Nissan Motor Co., Ltd. erneut von der Welt der Tiere inspirieren. Nach dem bio-mimetischen Roboterfahrzeug «BR23C» aus dem Jahr 2008, das sich das Flugverhalten der Hummeln zum Vorbild nahm, stellt der japanische Automobilhersteller nun das neue Roboterfahrzeug-Konzept «EPORO» vor. Pate stand hier die Fähigkeit von Fischen, sich im Wasser in dichten Schwärmen kollisionsfrei fortzubewegen, ohne sich gegenseitig zu behindern. Vorgestellt wird dieser neuartige technologische Ansatz vom 6. bis 10. Oktober 2009 auf der Messe CEATEC JAPAN 2009 in der Nähe von Tokio. Nissan nimmt seit 2006 als einziger Automobilhersteller an dieser Messe teil, auf der alljährlich die neuesten Elektro- und Informationstechnologien präsentiert werden.

Das neue Roboterfahrzeug von Nissan entwickelt den Ansatz des BR23C aus dem vergangenen Jahr weiter. Denn wie die Hummeln verfügen auch Fische über die aussergewöhnliche Fähigkeit, sich instinktiv und intelligent durch fremdes Terrain zu bewegen und dabei den Zusammenstoss mit Hindernissen gekonnt zu vermeiden. Während aber Hummeln – und auch der Nissan-Roboter BR23C – vornehmlich allein unterwegs sind, reisen Fische – und Autos – in der Regel in einer grossen Gruppe. Das Vermeiden von Kollisionen untereinander ist daher eine noch grössere Herausforderung.

Lasersensor und Ultrabreitband-Kommunikationstechnologie

Fische erkennen ihre Umgebung mit den Augen und ihrem Seitenlinienorgan, das Wasserströmungen über Druckreize registriert. Auch der Nissan EPORO hat ein «Seitenlinienorgan» in Form eines Lasersensors, der den seitlichen Abstand zu Hindernissen misst. Als «Auge» des Roboterfahrzeugs dient Ultrabreitband-Kommunikationstechnologie. Das Fahrzeug ist ausserdem in der Lage, mit anderen EPOROs zu kommunizieren und Daten über die eigene Position auszutauschen. Auf diese Weise können die Roboter als weltweit erste Fahrzeuge ihrer Art eine gemeinsame Reisegruppe bilden und dabei gleichzeitig Kollisionen untereinander vermeiden. Auf der Messe CEATEC demonstriert Nissan dies mit einer Gruppe von sechs EPOROs.

Nissan erforscht diese Technologien zur Kollisionsvermeidung, um auf Basis der «Safety Shield»-Strategie die Fahrzeuge sicherer zu machen. Zugleich sollen die neuen Techniken des EPORO auch dafür eingesetzt werden, die Bewegungseffizienz einer Gruppe von Fahrzeugen zu steigern und so letztlich den Verkehrsfluss zu optimieren.

Erstellt: 05.01.2010, 16:09 Uhr

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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.