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Kia Soul: Europa feiert, die Schweiz muss warten

Von Dieter Liechti. Aktualisiert am 04.04.2009 6 Kommentare

Ganz Europa freut sich über den coolen Soul von Kia. Nur die Schweizer müssen warten. Der Koreaner rollt im Juni an den Start – und auch dann nur in homöopathischen Dosen.

Verleiht der Marke eine Art Seele: Kia Soul.

Verleiht der Marke eine Art Seele: Kia Soul.
Bild: Kia

Ein bisschen sportlich, ein bisschen städtisch: Der Soul ist ein echter Crossover.

Ein bisschen sportlich, ein bisschen städtisch: Der Soul ist ein echter Crossover.

Nur wenige kommen in die Schweiz: Der Soul ist ab Juni ab 20'550 Franken zu haben.

Nur wenige kommen in die Schweiz: Der Soul ist ab Juni ab 20'550 Franken zu haben.

Die Ansage vor dem Genfer Auto-Salon 2008 war klar: Mit den drei Soul-Studien Diva, Burner und Searcher wollte Kia, bis zu jenem Zeitpunkt eher bekannt für unspektakuläre Autos, die «fun side» der koreanischen Marke unter Beweis stellen. Dazu liess man das europäische Designteam unter der Leitung des Deutschen Chefdesigners Peter Schreyer gewähren. Und das passte: Die drei Soul-Brothers gehörten 2008 zu den Stars des Genfer Salons. «Das ist genau das Auto, das wir noch brauchen», freute sich der damalige Pressesprecher von Kia Schweiz, Bruno Müller. «Das verleiht unserer Marke das frische Image, das uns noch fehlt. Auf dieses Auto freuen wir uns sehr.»

Zähe Verhandlungen mit Kia

Mittlerweile sind mehr als 12 Monate vergangen. Und während der Kia Soul im übrigen Europa auf die Strasse rollt, in Deutschland von einer MTV-Clubtour promotet wird und bei Tests für gute Noten und positive Schlagzeilen sorgt, müssen sich die Schweizer Interessenten gedulden – die Lancierung des Crossover lässt weiter auf sich warten.

«Wir mussten die Einführung des Soul auf Ende Frühling verschieben», bestätigt der Managing Director der Kia Motors AG in Safenwil, Michel Rutschmann, und begründet: «Wir waren uns mit dem Werk über den Preis für die Schweiz nicht einig. Doch für unsere Kunden hat sich das Warten gelohnt, jetzt können wir den Soul zu einem erstklassigen Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten.»

In konkreten Zahlen: Der Kia Soul mit 1,6-Liter-4-Zylinder und 126 PS kostet in der Ausstattungsversion Classic mindestens 20'550 Franken. Wer sich den Soul aber als modischen Wagen mit allerlei Extras und bunten Styling-Paketen bestellt, der erreicht schnell mal die 30'000-Franken-Marke. Denn der teuerste Soul, der 1.6 CRDi Style mit dem 128-PS-Diesel, kostet mindestens 31'550 Franken – ist dafür wirklich top ausgerüstet und in jedem Fall ein echter Hingucker.

Denn auch ohne Rallyestreifen, Karo-muster oder die trendigen Tattoos hat der Wagen seinen ganz besonderen Charme: Die klare, eckige Grundform könnte auch von einem Apple-Designer stammen, die Front wirkt robust wie bei einem Geländewagen und freundlich wie bei einem Cityflitzer, und die breiten Hüften lassen den nur 4,11 Meter langen Koreaner sogar ein bisschen sportlich aussehen.

«Weil der Soul kein bisheriges Modell ablöst und eine eigenständige Rolle in unserer Produktpalette spielen wird, kann frecher und rebellisch auftreten», freut sich der europäische Designchef Gregory Guillaume über den Würfel aus Korea.

Nur wenige Soul für die Schweiz

Und mit dieser Freude steht er nicht alleine da. «Im Gegenteil», bestätigt Michel Rutschmann: «Das Feedback bei unseren Kunden auf den Soul ist enorm, die Begeisterung durch alle Altersklassen hindurch gross.» Das hat Kia auch nötig. Denn nach den Rekordjahren hat die Marke in den ersten beiden Monaten des Jahres 25,9 Prozent weniger Autos verkauft. «Da hätte uns der Soul sicher geholfen», gesteht Rutschmann ein. «Aber der Unterschied gegenüber 2008 besteht in erster Linie aus den Fahrzeuglieferungen für die Organisation der Fussball-EM und Mietwagen-Lieferungen. Bereinigt sind wir mit den Detailverkäufen auf Vorjahresniveau und sind damit zufrieden.»

Dass der Soul die Marke emotional aufladen und die Verkaufszahlen in die Höhe treiben wird, daran zweifelt bei Kia niemand. Allerdings sollten sich die Soul-Fans nicht zu früh freuen: «Ende Frühling» heisst bei Kia, dass die ersten Soul im Juni in der Schweiz auf die Strasse rollen. Und wer einen der Crossover aus Korea will, muss sich beeilen. «Leider werden vorerst nur sehr wenige Soul in die Schweiz geliefert», warnt Rutschmann vor weiteren Wartezeiten. Schade, denn mit dem Soul verleihen die Koreaner ihrer Modellpalette tatsächlich eine Art Seele. Und das kommt sehr gut an. Noch. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 04.04.2009, 11:22 Uhr

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6 Kommentare

erni schwarz

05.04.2009, 08:52 Uhr
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Was heisst in homöopathischen Dosen???? Ansonsten finde ich das Auto auch Soulig. Antworten


Kurt Zeiger

06.04.2009, 11:38 Uhr
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Anscheinend merkt KIA von der Wirtschaftskrise noch nichts. However, sollen sie halt ihre Autos behalten. Antworten



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