Auto
Mit Eurogenen auf den Golfplatz
Hyundai i30
Kategorie: 5-türige Kompaktlimousine
mit 5 Plätzen.
Masse: Länge 4300 mm, Breite 1780 mm, Höhe 1470 mm, Radstand 2650 mm.
Motor: 2 Benzinmotoren und 1 Dieselaggregat mit 100 bis 135 PS (73 bis 99 kW).
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h von 9,9 bis 13,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit von 182 bis 197 km/h.
Verbrauch: Von 3,7 bis 6,7 Liter auf 100 Kilometer (offizielle Werksangaben).
CO2-Ausstoss: 97 bis 157 Gramm/Kilometer.
Markteinführung: 8. März 2012.
Preis: 18 990 bis 32 900 Franken.
Infos: www.hyundai.ch
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«Da scheppert gar nix», so kommentierte Martin Winterkorn den neuen Hyundai i30. Dabei sass der oberste Boss des VW-Konzerns im September an der internationalen Automesse IAA in Frankfurt im Cockpit des dort Weltpremiere feiernden Kompaktwagens von Hyundai und konnte es kaum fassen, dass die Koreaner den Hebel der Lenkradhöhenverstellung tadellos hinbringen, wie Winterkorn feststellte: «BMW kanns nicht, wir könnens nicht, wieso kanns der?» Mit der meinte Winterkorn den Koreaner, respektive Hyundai. Und tatsächlich trügt der erste Eindruck des VW-Bosses nicht: Der neue Kompaktwagen von Hyundai erweist sich auch bei der ersten Fahrvorstellung als einwandfrei verarbeitetes Auto in optisch ansprechender Form. Die Jagd auf den Klassenprimus VW Golf wird damit (einmal mehr) aufs Neue eröffnet.
Ein bisschen «BMW-Feeling»
Zwar löst der neue i30 das 2007 lancierte Vorgängermodell ab, doch der Generationensprung scheint eher einem Riesensprung gleichzukommen. Der im Designcenter in Deutschland entworfene und in Tschechien gebaute Kompaktwagen wirkt wie aus einem Guss. Und auf den ersten Blick verblüffend: Seine scharfen Falze im Blech und die qualitativ hochwertig verarbeiteten Interieurdetails wie die Umrahmungen der Türverkleidungen erinnern bei ganz genauem Hinsehen an Modelle aus dem Hause BMW.
Der Eindruck täuscht nicht, wenn man gewahr wird, dass Thomas Bürkle für das Design verantwortlich zeichnet. Der Chefdesigner von Hyundai Motor Europe arbeitete früher in der BMW-Designabteilung. Solche Anlehnung an grosse Namen und deren Design gehört in der Autobranche heute zum Handwerk und stört nicht, solange das Produkt einen gefälligen Eindruck hinterlässt. Das gelingt beim i30.
3,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer
Im chic gestalteten Cockpit fühlt man sich sofort wohl. Alle Schalter sind in Griffweite sauber angeordnet, die Rundinstrumente und das 7-Zoll-Navidisplay übersichtlich und das Raumgefühl auch für Grossgewachsene auf allen fünf Plätzen komfortabel. Aber auch unterwegs hinterlässt der 5-Türer einen guten Eindruck. Das Fahrwerk ist zwar straff, schüttelt die Passagiere auf rauer Fahrbahn aber nicht unnötig durch.
Die 6-Gang-Handschaltung lässt sich ohne zu hackeln von leichter Hand bedienen und die serienmässige Stopp-Start-Technik macht im Stossverkehr ein gutes Gewissen. Umso mehr, als im neuen i30 unter der Haube ausschliesslich verbrauchsoptimierte 4-Zylinder-Aggregate am Werk sind, die laut Hyundai im günstigsten Fall nur gerade 3,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer verbrennen und dabei 97 Gramm CO2 ausstossen.
Mit dem guten Eindruck, den der i30 hinterlässt, scheinen die von Chang Kyun Han, Präsident von Hyundai Motor Europe, formulierten Ziele nicht unrealistisch: «Mit dem i30 wollen wir im umkämpften Kompaktwagensegment in Europa eine führende Rolle übernehmen.» Denn laut Han wird für dieses Segment bis 2014 ein Wachstum von sieben Prozent und ein jährlicher Absatz von 2,4 Millionen Fahrzeugen erwartet. Und nachdem Hyundai vom deutschen Fachmagazin «AutoBild» 2011 bereits zum zweiten Mal hintereinander die begehrte Qualitätsauszeichung für die verlässlichste Marke eingeheimst hat, scheint der Ehrgeiz der Koreaner nochmals angestachelt zu sein. «Mit unserem Fokus auf Qualität wollen wir auch bei der Kundenzufriedenheit die Nummer 1 werden», sagt Chang Kyun Han.
Neuer i30 ist billliger
In der Schweiz jedenfalls haben die Koreaner eine stetig wachsende Kundschaft zu verzeichnen. Von 2010 auf 2011 konnten sie den Absatz um 59,6 Prozent auf 9976 verkaufte Autos steigern. Für 2012 rechnet Hyundai Schweiz mit einem Absatz von 10500 Autos. Rund ein Fünftel soll der neue i30 ausmachen, der in der Schweiz just zum Start des Autosalons am 8. März in den Handel kommt, und dessen Kombiversion ab August bei den Hyundai-Händler bereit steht.
Ein weiteres Verkaufsargument neben Design und Qualität wird auch der Preis sein. Die neue i30-Generation kostet bis zu 1500 Franken weniger als die Vorgängerversion. «Wir gehen mit einem Kampfpreis ab 18 990 Franken an den Start, haben dafür beim i30 aber keinen zusätzlichen Eurobonus mehr vorgesehen», erklärt Hyundai-Pressesprecher Nicholas Blattner.
Thomas Borowski fuhr den neuen i30 am 14./15. Februar auf Einladung von Hyundai Schweiz in Spanien. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 02.03.2012, 11:05 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


