Auto
Mercedes: Zum Neujahrsempfang die neue E-Klasse
Von Dieter Liechti und Markus Cavelti. Aktualisiert am 13.01.2009 6 Kommentare
Die gute Nachricht zuerst: Die neue E-Klasse von Mercedes-Benz feiert ihre Weltpremiere vor Publikum im kommenden März am Auto-Salon in Genf. Zwar wurde das neue Gesicht der laut Mercedes «erfolgreichsten Business-Limousine der Welt» mit den neuen viereckigen Frontscheinwerfern bereits am Vorabend des ersten Pressetages der North American International Auto Show (Naias) in Detroit anlässlich eines Neujahrsempfanges gezeigt – doch das war nur das PR-technische Vorspiel. Denn zu viel Wind für die neue E-Klasse würde die Flaute bei den Verkäufen der aktuellen E-Klasse in den USA nur verstärken. Und das wollen die Stuttgarter um jeden Preis verhindern – also steht in der Cobo Hall die alte, pardon, aktuelle E-Klasse im Scheinwerferlicht.
Sicherheit und Design im Fokus
Eigentlich schade. Denn die mittlerweile achte Generation der E-Klasse hätte den Amerikanern sicher gefallen. Denn dem allgemein anhaltenden Trend entsprechend verspricht auch Mercedes «mehr Leistung bei weniger Verbrauch». Weil das in der heutigen Zeit aber alle Hersteller versprechen und die meisten auch halten, haben die Stuttgarter bei der Neukonzeptionierung den Fokus vor allem auch auf das Design und das Thema Sicherheit gelegt.
Zwar trägt die neue E-Klasse wie auch schon der Vorgänger ein modisches 4-Augen-Gesicht, doch statt der rundlichen Glupscher blickt der Mercedes nun aus vier selbstbewussten, kantigen Scheinwerfern nach vorne. Das sieht gut aus, weil auch die gesamte Karosserie deutlich nachgeschärft worden ist. Von Babyspeck und unnötigen Rundungen befreit, passt die neue E-Klasse nun auch optisch wieder zwischen die deutlich kleinere C- und die luxuriöse S-Klasse.
Zudem lässt es sich nun auch Mercedes nicht mehr nehmen, den Auftritt mit neuen LED-Tagfahrlichtern zu beleuchten. Die sind bei der Ausstattungslinie Avantgarde ebenso im Preis inbegriffen wie die schwarz lackierten Lamellen im Kühlergrill.
Üppige Sicherheitsausstattung
Neue Massstäbe will die E-Klasse aber auch bei der Technik setzen. So wurde die Karosserie der Business-Limousine um 30 Prozent steifer, und für den ultimativen, Mercedes-typischen Fahrkomfort soll die für die V6-Modelle optionale und beim V8 serienmässige Luftfederung mit elektronischer Dämpferregelung sorgen.
Angetrieben wird die neue E-Klasse von total 11 4-, 6- und 8-Zylinder-Motoren, die ein Leistungsspektrum von mindestens 136 bis maximal 525 PS abdecken. Das Verhältnis Diesel zu Benzinern steht 6:5, wobei alle die Euro 5 erfüllen und mit Direkteinspritzung ausgerüstet sind. Laut Mercedes sollen die Verbräuche «um bis zu 23 Prozent gegenüber den Vorgänger-Aggregaten sinken», bestätige Mercedes-Chef Dieter Zetsche bei der Presse-Präsentation in Detroit.
Besonders viel Aufwand hat man in Stuttgart aber in Sachen Sicherheit betrieben. Im besten – aber auch teuersten – Fall sorgen sich bis zu 10 Assistenzsysteme um das Wohl von Fahrer und Passagieren. Dazu gehören zum Beispiel die innovative Müdigkeitserkennung, der Fernlicht-Assistent, das Nachtsichgerät und die automatische Vollbremsung, die bei akuter Unfallgefahr aktiviert wird.Wie schon erwähnt: Offizielle Weltpremiere feiert die E-Klasse im März in Genf, danach rollt sie sofort auf die Strasse. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 13.01.2009, 08:39 Uhr
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6 Kommentare
Mercedes sollte wieder einmal auf Qualität schauen. Fahre einen C BJ 2001, Km 61T. Hatte neben technischen Probleme (Injektor, Stabilisatoren, Heizungsmotor, Getriebewechsel bei Km 34T, aus- und einbauen der Vordersitze wegen Geräuschen) auch Rostprobleme (beide Kotflügel vorne, Fälze an Motorhauben- u. Hecklappenkanten, untere Tükanten an allen 4 Türen, sowie hinten Radläufen). Nie mehr MB. Antworten
nun, wenn man bedenkt, dass der chef von bmw vor jahren die absicht äusserte, die qualität von lexus anzustreben, heisst das sicher was. und in dieser hinsicht steht mercedes sicherlich nichts hintendran. mein rx350 von lexus hatte innerhalb von 2 1/2 jahren rein gar nichts - und die heckkamera war bereits damals (2006) bei weitem besser als die neuen von mercedes heute, also...?! Antworten
Na ja ... nun beginnt man in Stuttgart etwas auf eine Mischung von Lexus und BMW zu bauen. Nicht gerade ideenreich. So ein gebasteltes Design ist dann eben kurzlebig und praegt in keiner Weise wie man dies frueher von Mercedes gewohnt war. Schade schade ... Antworten
Ich besitze 2 Mercedes PW BJ 1998 und 2004 und bin der gleichen Meinung wie Herr Fehr. Der Schwerpunkt sollte vermehrt auf Qualität u. Komfort gesetzt werden. Die Konkurrenz ist inzwischen so gut und stark geworden, dass sich Mercedes kaum davon abhebt. In früheren Jahrzehnten war das anders; da war ein Mercedes etwas Besonderes. Antworten
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Dinko Dragojevic
Alles schön und gut. Mercedes sollte sich mehr auf die Qualität konzentrieren. Ab der Modelle c und e Klasse Bj.94 sind das keine Mercedes mehr. Fahre eine C klasse aber nie wieder. Der hat mehr Rost als die alten Fiat. Von Elektronik Problemen gar nicht die Rede. Stecke in diesen Mercedes nur noch rein. Der nächste ist die A Klasse genauso ein Mercedes Kübel.Also nie wieder Benz. Antworten