Auto
Tausche Zellen gegen Knowhow
Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 25.05.2009 2 Kommentare
Über 1000 Vorbestellungen: Tesla Model S.
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George Clooney hat einen, Arnold Schwarzenegger sowieso, und es scheint, als ob die Elektroautos von Tesla Motors in eine glorreiche Zukunft fahren würden – wenn da nicht die krisenbedingt tiefen Absatzzahlen wären. Wäre die Panik um die Klimaerwärmung nicht nahtlos von der Finanzkrise abgelöst worden, würden die Geschäfte des kalifornischen Start-ups zweifellos besser laufen.
Zusätzliches Kapital fliesst nun von Daimler zu. Die Stuttgarter übernehmen zehn Prozent an Tesla Motors, die gemäss dem Magazin «BusinessWeek» etwa 50 Millionen Dollar wert sein sollen. Im Gegenzug soll der Konzern vom Knowhow der Tesla-Elektroingenieure profitieren. Denn Mercedes, weder bei der Hybrid-Technologie noch bei der Entwicklung von Elektromotoren führend, verstärkt derzeit die Bemühungen, seine Flotte in den nächsten Jahren auf umweltfreundlich zu trimmen. Die Autoindustrie müsse sich neu erfinden und unabhängig von Öl und ohne CO2-Emissionen werden, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche: «Wir müssen neue Technologien entwickeln.»
Daimler muss elektrotechnisch aufrüsten
Schon 2009 wird die Daimler-Tochterfirma Smart 1000 Kleinstwagen mit Elektromotoren ausrüsten. Zwar hat der Konzern mit der Deutschen Accumotive GmbH unlängst eine Firma zur Produktion von Lithium-Ionen-Zellen gegründet, diese werden aber frühestens 2012 vom Band laufen. Die Batterien für den Elektro-Smart stammen deshalb von Tesla Motors.
2010 will Daimler nicht nur Smarts für den Grossstadtverkehr anbieten, sondern auch ein Modell mit Mercedes-Stern auf der Haube. Interessant dürfte für die Schwaben nicht nur das theoretische Wissen sein, sondern auch die praktischen Erfahrungen mit Produktion und Wartung, die Tesla Motors bereits gesammelt hat.
Mercedes braucht Knowhow, Tesla will Zellen
Die Kalifornier sind das erste Unternehmen, das Elektrofahrzeuge in Serie herstellt. Vom zweisitzigen Roadster, der seit einem Jahr erhältlich ist, laufen gegenwärtig 25 bis 30 Autos pro Woche vom Band, wie Craig Davis von Tesla gegenüber baz.ch/Newsnet sagte. Für die viertürige Limousine Model S, die seit April bestellt werden kann, lägen bereits über 1000 Reservationen vor.
Wie Davis sagte, liegen die Kernkompetenzen seines Arbeitgebers im sogenannten Battery-Management und der Übertragung der Energie auf den Antriebsstrang. Die Zellen, die in der Batterie verbaut werden, sind allerdings dieselben wie in guten Laptops, würden gemäss Leistung, Gewicht und Preis ausgewählt – und könnten dereinst von Evonik stammen. Tesla-Präsident Elon Musk dazu: «Interessant ist die von Daimler speziell für den Einsatz im Automobil konzipierte Lithium-Ionen-Batterie mit Flachzellen.» (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.05.2009, 22:51 Uhr
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2 Kommentare
ich hoffe meine alte kiste hält bis der tesla s in europa zu einem vernünftigen preis erhältlich ist. was tesla macht, sollte andere autobauer anspornen gleiches zu tun. aber es scheint, dass bei den meisten autobauern der explosionsmotor einfach etwas verbrauchsarmer gebaut wird. etwas was eigentlich schon seit jahrzenten möglich wäre. aber sie haben lieber gejammert statt die zukunft geplant. Antworten
Alles schön und gut aber was ist mit dem guten, alten Sound? Diese Elektrokisten vermitteln doch null Fahrspass, im Gegenteil, sie gefährden die anderen Verkehrsteilnehmer (besonders die Fussgänger) auf's gröbste, da nicht wahrnehmbar. Für mich wäre das nichts, da lobe ich mir doch meinen schönen, satten V8 Sound. Antworten
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