Basel
Stabile Verhältnisse im Grossen Rat - 23 abgewählt
Aktualisiert am 15.09.2008 37 Kommentare
Interaktiv-Box
Links
Artikel zum Thema
- Triumph für Herzog - Gass verpasst Wahl
- Regierungspräsidium: Herzog - oder doch Morin?
- Stille Wahl oder teure Wahl - zweiter Wahlgang offen
- Wahlfälschungsverdacht - späte Resultate
Analyse
BaZ-Chefredaktor Matthias Geering zu den Grossratswahlen:
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Der prognostizierte Rechtsrutsch bei den Grossratswahlen ist ausgeblieben. Stärkste Fraktion bleibt die SP mit 32 Sitzen. An zweiter Stelle folgt neu die SVP mit 14 Mandaten. Die Grünen stellen 13 Mitglieder des Parlaments. Die FDP ist mit 11 Mandaten nur noch viertstärkste Kraft. Die Liberale Partei mussten entgegen anderslautender Prognosen nur einen Sitz abgeben und hat noch 9 Grossräte. Die CVP macht 8 Sitze.
Die Grünliberalen schafften mit 5 Mandaten auf Anhieb Fraktionsstärke und dürften im neuen grossen Rat häufig das Zünglein an der Waage spielen. Sie können Rotgrün - neu mit zusammen über 45 der 100 Sitze im Grossen Rat - zu einer Mehrheit verhelfen.
Wahlbeteiligung von 38,9 Prozent
Mit 2004 kann man das Ergebnis wegen der Verkleinerung des Grossen Rats von 130 auf 100 Sitze nur anhand der Stimmenanteile in Prozent einigermassen vergleichen: Die SP erreicht neu 28,4 (2004: 32,8), SVP 14,0 (12,0), Grünes Bündnis 13,0 (11,5), FDP 10,1 (11,7), CVP 9,4 (8,2), LDP 9,1 (8,0), EVP 5,3 (4,5), GLP 5,1 (neu angetreten), DSP 3,2 (4,6) Prozent.
An der Fünf-Prozent-Hürde scheitern erneut die Schweizer Demokraten (SD) mit 2,2 Prozent (3,2%), EDU inklusive. Insgesamt hatten diesmal 829 Personen auf 12 Listen für den Grossen Rat kandidiert; darunter waren 292 Frauen. Die Wahlbeteiligung betrug 38,9 Prozent.
Hier die Ergebnisse der Grossratswahlen:
| SP | 28,4% | 32 Sitze |
| SVP | 14,0% | 14 Sitze |
| Grünes Bündnis | 13,0% | 13 Sitze |
| FDP | 10,1% | 11 Sitze |
| LDP | 9,1% | 9 Sitze |
| CVP | 9,4% | 8 Sitze |
| Grünliberale | 5,1% | 5 Sitze |
| EVP | 5,3% | 4 Sitze |
| DSP | 3,2% | 3 Sitze |
| SD/EDU | 2,2% | 0 Sitze |
| HLB | 0,2% | 0 Sitze |
Wegen des Erfolgs der erstmals antretenden Grünliberalen, sind noch mehr Grossräte abgewählt worden als im Vorfeld aufgrund der Verkleinerung des Grossen Rats vermutet, nämlich 23. Die Abgewählten nach Partei:
SP: Susanna Banderet, Hans Baumgartner, Roland Engeler, Beatriz Greuter, Hasan Kanber, Gisela Traub, Guido Vogel.
SVP: Rolf Janz.
Grünes Bündnis: Ugur Camlibel, Karin Haeberli.
FDP: Rolf Jucker, Rolf Stürm.
LDP: Suzanne Hollenstein, Martin Hug, Peter Zinkernagel.
CVP: Stephan Ebner, Pius Marrer, Marcel Rünzi, Gabriele Stutz.
EVP: Urs Joerg, Dieter Stohrer.
DSP: Hans Rudolf Lüthi, Stephan Maurer.
Eric Weber Urheber des Hinweises?
Ein anonymer Wahlfälschungshinweis verzögerte die Auszählung der Stimmzettel massiv - die aufwändige Überprüfung belegte kein Delikt. Eine Hundertschaft Stimmenzähler musste kurzfristig aufgeboten werden. Die Ergebnisse der Grossratswahl wurden deshalb am Sonntagabend mit mehrstündiger Verspätung bekanntgegeben.
Der Rechtsaussen-Politiker Eric Weber, der im März wegen Wahlfälschung vom Basler Strafgericht verurteilt worden war, gibt sich in Kommentaren auf baz.online offenbar als Urheber des Hinweises aus. Er habe gesehen, wie private Leute Altpapier einsammelten und dann auspackten: "Im Altpapier gibt es viele Wahlumschläge." Die Staatsanwaltschaft will deshalb nun abklären, ob Weber tatsächlich der Autor der Kommentare und der Urheber des Hinweises ist. (am/je/pas/rfd/sda/ap)
Erstellt: 15.09.2008, 11:49 Uhr
Kommentar schreiben
37 Kommentare
Basel
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.


