Basel

Gaddafi beliebtes Fasnachts-Sujet

Gaddafi und die Probleme, die die Schweiz mit ihm hat, sind am Cortège der Basler Fasnacht 2010 das beliebteste Sujet. Erst auf dem dritten und vierten Platz folgen politische Blamagen der Schweiz und die Wirtschafts- und Bankenkrise.

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Passt Gaddhafi zur Basler Fasnacht?


Der libysche Diktator Gaddhafi ist das beliebteste Sujet der Basler Fasnacht. Das Comité hofft auf eine «sorgfältige Umsetzung», damit es keine Irritationen in der arabischen Welt gibt. Kann das wirklich gut gehen?

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Das Basler Fasnachts-Comité hat am Donnerstag eine erste «Hit- Parade» der Sujets für 2010 präsentiert, dies indes mit Vorbehalt. Denn bekannt sind erst die eher verschlüsselten Angaben der Cliquen für den neuen Fasnachtsführer «Rädäbäng». An der Fasnacht selbst kann dann noch manch Anderes in den Blickpunkt rücken.

Zudem würden auch die Schnitzelbank-Verse erst an der Fasnacht bekannt, sagte Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr vor den Medien: Diese prägen das Bild mindestens ebenso stark. Sicher ist aber, dass an der Strassenfasnacht das Comité selbst zum Sujet wird: Sein 100- Jahre-Jubiläum wird von den Cliquen am zweithäufigsten ausgespielt.

Schweinegrippe findet Niederschlag in den Sujets

Oft genannt werden auch der in Basel populäre «City-Beach» und andere «Chill»-Attraktionen, das Woodstock-Jubiläum, Miss-Wahlen und der 90. Geburtstag von Märchentante Trudy Gerster. Mehrfach kommen zudem die Schweinegrippe samt «Impf-Flop», Piraten, das Rauchverbot, die Van-Gogh-Ausstellung in Basel und Berlusconi vor.

Weitere Sujets werden manchmal nur von einer Clique aufgegriffen. Insgesamt sind bisher gegen 100 Sujets zu erkennen. Kein einziges Mal habe er aber das Wort «Minarett» gelesen, sagte Rudolf von Rohr. Zum Cortège angemeldet haben sich 484 Gruppierungen, zu sehen sind 185 Laternen. Für die Abende angekündigt haben sich zudem 88 Schnitzelbank-Gruppen. (amu/sda/)

Erstellt: 04.02.2010, 23:17 Uhr

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12 Kommentare

Hans Marty

09.02.2010, 12:55 Uhr
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@Suzette Preiswerk da Mota Veiga: Ganz ehrlich, das kann uns sowas von egal sein! Früher scherrte man sich auch einen Dreck darum, wie man beispielsweise Sujets über die Deutschen ausspielte. Das wäre ja der Oberhammer wenn wir uns nun nach dem Nahen Osten richten würden.. Antworten


Suzette Preiswerk da Mota Veiga

08.02.2010, 01:48 Uhr
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Glaubt man denn, dass Gaddafi oder der Korrespondent von Al Jazzira baseldytsch lernen werden, um zu verstehen, was ueber dieses Thema gesagt wird? Antworten


Hans Mathy

05.02.2010, 12:51 Uhr
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Fasnacht ist anarchisch - und Anarchie kümmert sich nicht um Irritationen, egal ob im arabischen Raum oder bei uns. Wenn unsere Fasnacht auf alle möglichen Irritationen Rücksicht nehmen muss, wird sie kastriert, verliert ihre Zähne und somit Inhalt und Berechtigung. Ein gutes Sujet ist ein Tanz auf Messers Schneide: die Grenzen ausloten und gleichzeitig z.B. religiöse Gefühle nicht verletzen. Antworten


Kurt Naef

05.02.2010, 09:44 Uhr
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@Walter Kunz: also für mich ist unsere regierung KEIN sujet. über ein sujet muss man schmunzeln können. das kann man bei dieser regierung weiss gott nicht. vielleicht an der fasnacht 2011 nach den wahlen. Antworten


martin stehli

05.02.2010, 09:21 Uhr
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Ich empfand es schon als Katastrophe, als das Comité 2003 den "Alti Stainlemer" die Subventionen kürzten. Wir werden ja sehen, was das Comité in diesem Jahr unter einer "sorgfältigen Umsetzung" versteht... Antworten


Lukas Meier

05.02.2010, 08:16 Uhr
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Die ganze Welt zeigt mit einem bösen Blick Richtung Schweiz und nicht einmal wegen den Banken. die basler bebbis sollten den Schweizern eins Husten, dass einem die Löffel wackeln.... und dann kein einziges mal Minarett? ich muss doch sehr bitten! Antworten


Sven Frutschy

04.02.2010, 17:48 Uhr
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Unsere Regierung? Die ist ja so traurig, da kann nicht mal mehr die lustige Fasnacht was ändern daran. Antworten


Walter Kunz

04.02.2010, 17:36 Uhr
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Und unsere Regierung Nicht auch ein dankbares Sujet? Antworten


karl stöcklin

04.02.2010, 16:34 Uhr
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dieser schurke gehört ignioriert... Antworten


Thomas Jauslin

04.02.2010, 16:26 Uhr
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Dann hat aber das Wüsten TV eigens zu Berichten von der Basler Fasnacht! Gut, der Wüstensohn Gaddafi hat ja mit seinen komischen Kleidern und Uniformen eh das ganze Jahr Wüstenparty bei sich zu hause. Wahrscheinlich will er sich Impressionen für sich selber beschaffen. Ich freue mich auf die Fasnacht 2010. Antworten


Sven Frutschy

04.02.2010, 16:23 Uhr
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Ich finde es immer schön wenn am Schluss noch ein kleine Gruppierung genannt wird. Aber: wieviele Stammcliquen (und Anhang) Chaise, Gugge, Einzelmasgge etc hat es wirklich? Wennschon denn bitte alle auflisten ... Danke und scheeni Fasnacht Antworten


Vreni gramelsbacher

04.02.2010, 16:03 Uhr
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Viel zu viel der Ehre für so einen Schurken. Antworten