Basel
Gaddafi beliebtes Fasnachts-Sujet
Aktualisiert am 04.02.2010 12 Kommentare
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Passt Gaddhafi zur Basler Fasnacht?
Der libysche Diktator Gaddhafi ist das beliebteste Sujet der Basler
Fasnacht. Das Comité hofft auf eine «sorgfältige Umsetzung», damit es keine Irritationen in der arabischen Welt gibt. Kann das wirklich gut gehen?
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Basler Fasnacht
- Wundergugge voller Knallbonbons
- Die schlaflose Nacht der Drummeli-Regisseurin
- Trommelnde Giftzwerge und rockende Waggis
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Das Basler Fasnachts-Comité hat am Donnerstag eine erste «Hit- Parade» der Sujets für 2010 präsentiert, dies indes mit Vorbehalt. Denn bekannt sind erst die eher verschlüsselten Angaben der Cliquen für den neuen Fasnachtsführer «Rädäbäng». An der Fasnacht selbst kann dann noch manch Anderes in den Blickpunkt rücken.
Zudem würden auch die Schnitzelbank-Verse erst an der Fasnacht bekannt, sagte Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr vor den Medien: Diese prägen das Bild mindestens ebenso stark. Sicher ist aber, dass an der Strassenfasnacht das Comité selbst zum Sujet wird: Sein 100- Jahre-Jubiläum wird von den Cliquen am zweithäufigsten ausgespielt.
Schweinegrippe findet Niederschlag in den Sujets
Oft genannt werden auch der in Basel populäre «City-Beach» und andere «Chill»-Attraktionen, das Woodstock-Jubiläum, Miss-Wahlen und der 90. Geburtstag von Märchentante Trudy Gerster. Mehrfach kommen zudem die Schweinegrippe samt «Impf-Flop», Piraten, das Rauchverbot, die Van-Gogh-Ausstellung in Basel und Berlusconi vor.
Weitere Sujets werden manchmal nur von einer Clique aufgegriffen. Insgesamt sind bisher gegen 100 Sujets zu erkennen. Kein einziges Mal habe er aber das Wort «Minarett» gelesen, sagte Rudolf von Rohr. Zum Cortège angemeldet haben sich 484 Gruppierungen, zu sehen sind 185 Laternen. Für die Abende angekündigt haben sich zudem 88 Schnitzelbank-Gruppen. (amu/sda/)
Erstellt: 04.02.2010, 23:17 Uhr
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12 Kommentare
Fasnacht ist anarchisch - und Anarchie kümmert sich nicht um Irritationen, egal ob im arabischen Raum oder bei uns. Wenn unsere Fasnacht auf alle möglichen Irritationen Rücksicht nehmen muss, wird sie kastriert, verliert ihre Zähne und somit Inhalt und Berechtigung. Ein gutes Sujet ist ein Tanz auf Messers Schneide: die Grenzen ausloten und gleichzeitig z.B. religiöse Gefühle nicht verletzen. Antworten
Dann hat aber das Wüsten TV eigens zu Berichten von der Basler Fasnacht! Gut, der Wüstensohn Gaddafi hat ja mit seinen komischen Kleidern und Uniformen eh das ganze Jahr Wüstenparty bei sich zu hause. Wahrscheinlich will er sich Impressionen für sich selber beschaffen. Ich freue mich auf die Fasnacht 2010. Antworten

Hans Marty
@Suzette Preiswerk da Mota Veiga: Ganz ehrlich, das kann uns sowas von egal sein! Früher scherrte man sich auch einen Dreck darum, wie man beispielsweise Sujets über die Deutschen ausspielte. Das wäre ja der Oberhammer wenn wir uns nun nach dem Nahen Osten richten würden.. Antworten