Von Wüstensöhnen und Kavalleristen

Aktualisiert am 24.02.2010

Die Laternen-Ausstellung auf dem Basler Münsterplatz lockte auch in diesem Jahr bereits wieder Tausende an. Zu bestaunen waren witzige, originelle, lustige aber auch nachdenkliche Sujets.

1/13 «DSDS – DFasnacht suecht das SuperComité» heisst es bei der alten Garde der Rhygwäggi.
Bild: Alexander Müller

   

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Auf dem Münsterplatz waren die Laternen der Cliquen ausgestellt. In Ruhe konnten die Besucher die zum Teil giftigen Verse lesen. Oft kommentiert wurde die vom libyschen Herrscher Gaddafi vorgeschlagene Teilung der Schweiz. «Dr Sarkozy maint: Die Romands hani nit welle, das sinn doch alles linggi Gselle», schrieben die «Antygge» dazu.

Über einer Karikatur von Gaddafi stand auf der Laterne der «Märtplatz-Clique»: «Das Kamel, das abverheite, darf Sitzige vor dr Uno leite». Die Jungen der «Lälli»-Clique andererseits schlugen folgendes vor: «Bisch Miss und hesch kai Job? Das isch hart: Wird bim Gaddafi Bodyguard».

Steinbrück-Alarm

Europäische Politiker wurden stärker ins Visier genommen als auch schon. «Dr Silvio frogt dr Fini: Isch sälli dini oder mini», dichteten die «Kerzedrepfli». «Wär muess no Bangge-Date ha, am maischte bietet d'Angela», dichtete der «Dupf-Club».

Die «Spezi-Clique» wählte das hochdeutsche Sujet: «Horch was kommt von draussen rein, s wird doch nicht ein Schwäblein sein». Auf der Laterne steht etwa: «Loos nur emool ummenand, es schwöbelet im ganze Land» und «dr Steinbrück uff em hoche Ross, das verdrait kai Aidgenoss». (amu/sda)

Erstellt: 24.02.2010, 12:10 Uhr

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