Basel
«Die Forderungen sind zu pauschal»
Interview: Nicole Stocker. Aktualisiert am 16.11.2009
Rektor Antonio Loprieno.
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BaZ: Herr Loprieno, haben Sie Verständnis für die Anliegen der Protestierenden?
Antonio Loprieno: Ich hatte für einzelne Forderungen von Anfang an Verständnis, aber es liegt leider nicht in meiner Kompetenz, sie alle zu erfüllen. So kann beispielsweise jede Fakultät selbst entscheiden, ob und wie sie Präsenzkontrollen durchführen lässt – wir sind schliesslich keine Diktatur. Präsenzkontrollen sind auch nicht in allen Fächern gleichermassen sinnvoll. Pauschalforderungen bringen daher wenig.
Zentral ist die Forderung nach der Abschaffung des Uni-Rats.
Auch das kann ich nicht entscheiden. Dafür werde ich die Abschaffung der Studiengebühren in der Rektorenkonferenz thematisieren.
Die Protestierenden verlangen auch ein besseres Betreuungsverhältnis.
Hierbei handelt es sich um ein punktuelles Problem, das wir sicher lösen müssen. Verglichen mit anderen Unis wie jener in Wien stehen wir aber sehr gut da.
Protestiert man in Basel also nur, weil im Ausland auch Unis besetzt werden?Mir fällt einfach auf, dass die Forderungen wenig konkret daherkommen und sehr pauschal formuliert werden. Ich halte es für sinnvoller, diese zweifellos wichtigen Fragen im Rahmen der institutionalisierten Gremienarbeit zu stellen. Es werden immer wieder Studierende gesucht, die beispielsweise im Studierendenrat mitarbeiten möchten.
Einige freuen sich, dass sich wieder einmal eine Studentenbewegung bemerkbar macht. Haben Sie selbst als Student früher auch protestiert?
Selbstverständlich. Deshalb bringe ich den Aula-Besetzern auch Wohlwollen entgegen.
Wann wird die Aula geräumt?
Die Gruppe der Besetzer schrumpft schon jetzt. Ich erwarte und gehe davon aus, dass die Besetzung Anfang nächste Woche von selbst zu Ende geht. Vorsichtshalber haben wir aber für alle dort geplanten Veranstaltungen alternative Räume organisiert. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 16.11.2009, 09:51 Uhr
Basel
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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