Basel
BaKaForum mit prominenter Beteiligung eröffnet
Zu Gast am BaKaForum: Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises und Vorsitzende der Navdanya-Stiftung. (Bild: Keystone)
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Am BaKaForum ist ein Ereignis der besonderen Art. Hier treffen sich jedes Jahr, abwechselnd in Basel und Karlsruhe, junge Filmproduzenten, Medien-Fachleute und Experten um den Dialog über ein bestimmtes Thema anzuregen.
Anwesend waren unter Anderem Klaus M. Leisinger, Präsident der Novartis Stiftung für nachhaltige Entwicklung, Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises und Vorsitzende der Navdanya-Stiftung, Thomas Stocker, Professor für Klima und Umwelt an der Universität Bern, sowie Yash Tandon, Geschäftsführer des «South Centre», einem Think Tank der Entwicklungsländer.
Robert Ruoff, der Manager des BaKaForums, hielt den Eröffnungsvortrag und fungierte zudem als Moderator der Runde. Angeregt wurde die Diskussion durch mehrere Kurzfilme, welche aktuelle Themen wie das Leid in Afrika, Kinderarbeit und die globale Erwärmung zeigten. Die Reaktionen waren unterschiedlich und durchweg sehr emotional.
In dem Versuch, das Publikum und seine Mitstreiter vom Wohlwollen seiner Firma zu überzeugen, nannte Klaus M. Leisinger verbindliche Verhaltenskodexe, wie z.B. keine Kinderarbeit zu unterstützen, und erklärte Prinzipien, die der armen Mehrheit in den Entwicklungsländern helfen sollten. Diese Präsentation entfachte eine rege Diskussion über Ausbeutung von Menschen in Indien. Vandana Shiva, die sich für die Kultur und das Wissen der Eingeborenen in Asien einsetzt, klagte die neu geltenden Patentgesetze an, die es grossen ausländischen Firmen ermöglichen, den Markt und somit auch den Preis für Medikamente zu beherrschen.
Yash Tandon, der ursprünglich aus Uganda stammt, vertrat offen die Meinung, die finanzielle Unterstützung der Industriestaaten zugunsten der Entwicklungsländer sei falsch und würde die Empfänger nur demütigen.
Zum Thema globale Erwärmung zeigte Thomas Stocker eine Präsentation. Das Hauptproblem, das geschildert wurde, war der in manchen afrikanischen und südeuropäischen Ländern immer seltener werdende Rohstoff Wasser. Passend dazu war der letzte Kurzfilm, welcher den Kontrast zwischen der afrikanischen Wassernot und der westlichen Wasserverschwendung deutlich machte. In diesem Zusammenhang wurde das dringende Problem der globalen Erwärmung, an der die Industriestaaten einen überproportionalen Anteil haben, geschildert.
Alles in allem wurde dem Publikum eine emotionale und zum Nachdenken anregende Vorstellung geboten, die ein erfahrungsreiches BaKaForum 2009 erwarten lässt. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 31.01.2009, 15:09 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.



