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Babyboom bei den Brillenpinguinen
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Der Zoo Basel hält seit 1949 Brillenpinguine, doch ein wirklicher Zuchterfolg blieb aus. Immer wieder verliessen die Altvögel frühzeitig ihren Nachwuchs und die Küken verstarben oder mussten von Hand aufgezogen werden. Am 10. Januar schlüpfte nun aber bereits das achte Brillenpinguinküken innerhalb eines halben Jahres auf der 2008 neugestalteten Anlage im Zoo Basel.
Nach Anlageneröffnung dauerte es nur wenige Wochen, bis sich die ersten Vögel auf die neue Sandanlage wagten. Einige der neuen Brutplätze wurden im selben Herbst belegt und zwei Paare zogen ihre Jungen auf. Der grosse Run auf die neuen Nester blieb aber aus, bis Ende Juli letzten Jahres gleich mehrere Paare emsig Nester suchten und Ende August bereits das erste Küken der Saison schlüpfte. Da diejenigen Brillenpinguine, die schon seit mehreren Jahrzehnten im Zolli leben, erst spät im Jahr mit der Brut beginnen, könnten noch weitere folgen.
Bestand nimmt laufend ab
An den Küsten von Süd-Afrika und Namibia nimmt der Brillenpinguin-Bestand stetig ab. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts lebten noch ein paar Millionen Tiere, hundert Jahre später waren es gerade noch 63’000 Brutpaare. Im Jahr 2009 wurden nur noch 31’000 Paare gezählt. Wegen Überfischung und dem Abwandern wichtiger Fischschwärme wie Sardinen und Sardellen, der Hauptnahrung der Brillenpinguine, gelingt es den Altvögeln nicht mehr, ausreichend Fisch zur Aufzucht der Jungen zu finden. Als Folge werden die Jungvögel frühzeitig verlassen und verenden. (amu)
Erstellt: 28.01.2010, 10:54 Uhr
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