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Basels Gorilla-Dame Goma ist 50

Von Nadja Widmer. Aktualisiert am 23.09.2009 1 Kommentar

Heute feiert Goma im Zolli ihren 50. Geburtstag. Für Ziehvater Ernst Lang (95) war die Zeit mit der Gorilla-Dame eine der schönsten überhaupt.

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Geburtstagskind: Gorilla-Dame Goma feiert heute ihren 50. Geburtstag. Der Jubilarin und ihren acht Familienmitgliedern wird am Nachmittag ein Festmahl gereicht. Doch gucken wir 50 Jahre zurück…
Bild: Zoo Basel

   

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Sie ist seit Jahrzehnten Publikumsmagnet im Zolli: Gorilladame Goma. 1959 kam sie als erstes Gorillababy in Europa zur Welt, wurde von der Frau des damaligen Zoodirektors aufgezogen und erlangte internationale Berühmtheit. Heute ist ihr 50. Geburtstag. Der ehemalige Zoodirektor Ernst Lang erinnert sich an die Geburt: «Wir fanden Achilla morgens in einer Ecke sitzend – in den Armen hielt sie ihr Neugeborenes.» Der 95-Jährige war von 1953 bis 1978 Direktor des Basler Zollis.

Die Affenmama habe ihr Baby verkehrtherum gehalten, das Gesicht von der Mutterbrust abgewandt. «Goma kam nicht an die Zitzen und konnte nicht trinken.» Die Mutter hielt ihr Junges zwei Tage lang so, bis Goma schliesslich vor Hunger schrie. «Wir mussten Achilla eine Beruhigungsspritze geben, damit wir uns dem kleinen Tier annehmen konnten.» Lang nahm das Affenbaby zu sich nach Hause und gab es seiner Frau zur Aufzucht. Mit menschlicher Muttermilch aus dem Kinderspital wurde Goma – in Windeln – aufgepäppelt. Bevor Goma in die Gorillagruppe integriert wurde, bekam sie im Haus des Zoodirektors einen gleichaltrigen Spielgefährten: Pepe.

«Wenn ich sie sehe, erinnert mich das an eine unserer schönsten Zeiten»

Pepe blieb Spielgefährte, wurde von Goma nie als Männchen wahrgenommen. Von wem Goma schliesslich gedeckt wurde, sei nicht klar, so Lang. 1971 brachte sie ihren Sohn Tamtam zur Welt. Was Gomas Mutter Achilla nicht konnte, gelang ihrer Tochter: Sie säugte ihr Junges. «Es war wohl ein Fehler, die trächtige Achilla von der Gruppe zu separieren», räumte Lang ein.

Die Haltung der Gorillas damals und heute hat sich verändert, sie werden weniger menschennah gehalten. Lang besucht Goma regelmässig im Zoo. «Wenn ich sie sehe, erinnert mich das an eine der schönsten Zeiten, die meine Frau und ich hatten», sagte Lang am Rande des Medienapéros gegenüber der BaZ.

Gratiseintritt für Geburtstagskinder

Wer wie Goma heute Geburtstag hat, darf gratis in den Zoo. Ab 15 Uhr gibt es im Affenhaus Vorträge und Filmausschnitte. Gomas runden Geburtstag nutzte Kurator Jakob Huber dazu, um an die Verantwortung gegenüber ihren Artgenossen zu appellieren und auf das aktuelle Jahr des Gorillas hinzuweisen. (Basler Zeitung)

Erstellt: 23.09.2009, 14:03 Uhr

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1 Kommentar

Sibylle Weiss

23.09.2009, 23:02 Uhr
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Herzliche Gratulation an die Gorilla-Dame und auf weitere Geburtstage.Auf dem Bild sieht die Dame etwas traurig aus.Ich hoffe dieser Eindruck täuscht! Antworten



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