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Basler Zolli plant Riesen-Aquarium
Aktualisiert am 26.03.2010 52 Kommentare
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Thomas Jermann, Kurator des Vivariums im Zolli, erklärt die Vision des Ozeaniums. (Video: Alexander Bodmer, Zoo Basel)
Ausschnitt aus dem Werbevideo des Basler Zoos.
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Seit 1961 sei der Zoo Basel räumlich nicht mehr gewachsen, teilte der Zoo am Mittwoch mit. Die Zeit sei deshalb reif für eine Weiterentwicklung, sagte Zoo-Direktor Olivier Pagan. Im Ozeanium sollen Korallenriffe, Haie, Riesenkraken und leuchtende Meeresorganismen die Besucher in eine faszinierende Lebenswelt eintauchen lassen. Die vielfältigen Lebensräume der Ozeane, die fast drei Viertel der Erdoberfläche bedecken, sollen ihnen näher gebracht werden.
Geplant sind auch themenbezogene Ladengeschäfte und eine Erlebnisgastronomie. Mit längeren Öffnungszeiten weit in die Nacht hinein soll das Ozeanium zu einem Begegnungszentrum werden und einen momentan toten Raum der Basler Innenstadt beleben. Es biete Raum für Konferenzen und Anlässe und sei ein idealer Forschungsort für Universitäten und Meeresinstitute.
In der Regel erfolgreich
Das Basler Ozeanium wäre das einzige Grossaquarium der Schweiz. Vergleichbare Aquarien befänden sich über 500 Kilometer entfernt in Arnheim, Genua, Lissabon oder Barcelona. Mit hunderttausenden Gästen pro Jahr seien sie wahre Besuchermagnete. Ein international bekanntes Ozeanium schaffe Arbeitsplätze, locke Touristen an und bringe der Region Basel eine hohe Wertschöpfung. Die meisten Grossaquarien seien sehr erfolgreich und erwirtschafteten ihre Betriebskosten selbst. Das soll auch beim Basler Ozeanium nicht anders sein.
In den kommenden Monaten soll die Vision nun weiter ausgearbeitet werden. Der Zoo Basel will alles daran setzen, dass das Ozeanium bald realisiert werden kann. Dazu braucht es noch die Zustimmung des Grossen Rates zur Zonenplanänderung und eine Baubewilligung für das Ozeanium auf dem Areal der Heuwaage. (amu/ddp/)
Erstellt: 26.03.2010, 15:49 Uhr
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52 Kommentare
Als Anwohner der Heuwaage bin ich quasi "Direktbetroffener": Ich bin fern von dem in Basel weitherum grassierenden "Wahn", jede auch nur halbwegs unbebaute Fläche als "ungenutzte Brache" zu bezeichnen. Die Heuwaage nun ist aber ein derartiger "Unort", dass - wenn schon Überbauung- d i e s e s Projekt (ganz im Gegensatz zu früheren...!) für dieses trostlose Areal nur einer Aufwertung gleichkäme! Antworten
Dass hier nun verschiedene Pläne vorliegen, ist typisch für Basel. Ohne weitsichtige Raumplanung vorkommt die Stadtentwicklung zu einem Flickenteppich, bestehend aus unkoordinierten Fehlerkompensationen und Massnahmen zur Befriedigung von Partikularinteressen (siehe Messeplatz). Bei einer Planung für die Heuwaage muss auch die längerfristige Entwicklung des Zollis berücksichtigt werden. Antworten
Super Idee! Das Aquarium wird denn Tourismus in Basel bestimmt ankurbeln. Auch die Kritiker welche der Meinung sind, es bräuche diesen Freiraum zwischen Bhf und Heuwaage, werden dies hoffentlich nochmals überdenken, denn was ist sinnvoller? Ein ungepflegter Park welcher für Drogenabhänige einen guten Zufluchtsort bietet oder ein "tierisch" tolles Aquarium mit einer renaturalisierten Birsig? Antworten
Die politischen Ränkespiele oder die Pläne irgendwelcher Beamter oder Regierungsräte interessieren mich nicht, denn ich bin für eine attraktive Stadt und befürworte darum uneingeschränkt das Ozeanium. Basel hat es nun in der Hand, eine Stadt des Realisierens zu WERDEN oder eine Stadt der Verhinderung zu BLEIBEN. Antworten
Wie durch ein Wunder lösen sich alle Gründe die vorher noch gegen das Multiplexprojekt aufgeführt wurden in Luft auf. Etwa so wichtige Sachen wie: Durchlüftung der Steinen. Oder: so ein schöner Platz wie die Heuwaage soll nicht verschandelt werden. Oder wird hier plötzlich ein anderer Massstab angewendet? Antworten
> lucia stohler..."...wie viele grosse zuchterfolge im basler zolli hervor gebracht wurden" Ja - aber wissen Sie denn nun was aus dem Zuchterfolg Nilpferd Farasi wird? Mich würde das echt interessieren bevor ich mir eine Meinung zu neuem Raum für "Zuchterfolge" machen kann... Antworten
Wenn es so weitergeht mit dem Töten der Haie aus niedrigen Gründen (Flossensuppe!) fürchte ich, dass es bis das Aquarium endlich steht und die Tanks gefüllt sind keine Haie mehr geben wird welche dort eingesperrt werden können. Seien Sie daran erinnert, dass jährlich 100 -200 Millionen Haie auf bestialische Weise getötet werden. Antworten
Damen und Herren, bitte machen Sie doch nicht den Fehler, plötzlich sämtliche unüberbauten Stellen in unserer Stadt schützen zu wollen. Der Landhof ist die grüne Seele des Wettsteinquartiers, wo man sich trifft und ausspannt. Deshalb war es richtig ihn zu erhalten. Die Heuwaage ist bis anhin lediglich eine graue Kreuzung, der eine Aufwertung bestens anstehen würde. Lassen Sie uns das ändern! Antworten
Erfreulich, dass der grauen Einöde namens Heuwaage endlich etwas Leben eingehaucht werden soll! Aber es ist mir immernoch unklar, weshalb gerade der Neubau des naturhist. Museums dorthin soll. Erstens macht gerade das Ambiente am Rheinsprung den Reiz des Museums aus und zweitens ist es nicht zwingend ortsgebunden, während der Zoo hingegen seine Anlagen zusammenhalten muss. Antworten
Ich kann all diejenigen nicht verstehen, welche die Heuwaage so lassen wollen wie sie im Moment aussieht… Basel lebt von seiner Attraktivität. Doch auch diese muss gepflegt und gefördert werden. Ansonsten droht der Abstieg zu Provinzstadt. Das Oceanium bietet die Möglichkeit eines Projekts mit grosser Ausstrahlung. Antworten
68,4 Prozent der Stimmenden haben sich 2003 für eine Nicht-Überbauung der Heuwaage ausgesprochen. Die schlechten Verlierer wollen jetzt statt eines Multiplexkinos ein Ozeanarium durchboxen. Mit den gleichen Hurra-Argumenten wie damals und beim Zaha Hadid-Stadtcasino. Statt Argumente - Durchhalteparaolen. Immer mit vernichtendem Resultat an der Urne. Auch das Ozeanarium wird scheitern. Aus Ignoranz Antworten
Ich finde, das wäre höchste Zeit! Das Vivarium ist mehr als renovations bedüftig. Ein Neubau mit vergrösserung kommt vor allem den Tieren zu gute. Denn Artgerechte Haltung ist nicht einfach mit den bisherigen Möglichkeiten. Sehr viele, äusserst intressante Meeresbewohner können auf grund der momentanen Möglichkeiten nicht gezeit werden. Das Ozeanium würde diesen Umstand ändern! "2 Daumen hoch" Antworten
Geben denn unsere grössenwahnsinnigen Stadtplaner keine Ruhe bis der letzte Quadratmeter überbaut ist ?! Die Stimmbürger haben beim Multiplexkino, dem Stadtcasino, dem Pinguinarium und zuletzt beim Landhof die Notbremse gezogen. Sie werden es auch diesmal tun. Und überhaupt gehören Tiere aller Art in ihre natürliche Umgebung, nicht in einen Zoo und auch nicht in einen Zirkus ! Antworten
Bin hin und her gerissen, der Basler Zoo ist ja nicht gerade bekannt für eine moderne, nachhaltige Tierzucht, wie z. B. im Zoo Zürich. In diesem Zusammenhang - weiss jemand was nun aus dem Nilpferd Farasi wird? Tierfutter oder vielleicht findet es ja dort einen Platz? FInde man sollte dem bestehenden mehr Raum geben bevor man wieder "mehr" will... Antworten
Entertainement auf Kosten der Freiheit der Tiere! Wildtiere ob zu Wasser oder zu Land lebend, gehören in ihren angestammten Lebensraum und nicht in Aquarien oder hinter Gittern eingesperrt! Aber was ärgere ich mich über diese Schnapsidee? Diese Tiere werden doch ein tolles Leben haben. Bekommen jeden Tag das Fressen serviert und müssen es nicht selber fangen. Antworten
also ich bin ganz klar dagegen. und zwar wegen der artgerechten haltung, die man diesen tieren sowieso nicht ermöglichen kann. desweiteren bin ich allgemein ein zoo gegner geworden, nachdem der basler zolli 2 löwenbabys umgeracht hat, angeblich wegen platzmangels. viele vergessen diese morde(ebenfalls die der wildhunde) ich nicht. schlisslich ist der zolli auch nur ein unternehmen, das geld will. Antworten
das Multiplexkino an der Heuwaage wurde verworfen, das Stadtcasino gebodigt und viele Wunschträume nicht ausgeführt. Basel ist keine Weltstadt und meines Erachtens gehört diese gute Idee in den Bereich des Zoologischen Gartens und nicht getrennt an der Heuwaage, aber träumt weiter für eine Bevölkerung , die abwandert. Antworten
@P.Stalder, R.Martin: "Getretener Quark wird breit, nicht stark!" - die ewiggleichen Pauschal-Plattitüden von wegen "Verhinderer", "Museumsstadt" etc. werden durch dauerndes Wiederkäuen nicht besser! Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich finde das Ozeanium-Projekt gut (wie etwa damals auch die Calatrava-Brücke!) - Ich erlaube mir nämlich jeweils eine differenzierte Beurteilung von Fall zu Fall! Antworten
Gratuliere. Sehr gute Idee. Ich lebe derzeit in Genova und habe die Chance ein solches Aquarium, gebaut von Renzo Piano, öfters zu besuchen. Es bereichert die Stadt enorm. Da Herr Piano in Basel (Beyeler Museum) bereits bekannt ist, würde ich sehr empfehlen, ihn zum gegebenen Zeitpunkt einzuladen mit zu wirken. Die Erfahrungen aus Genova sind sicher hilfreich. Antworten
Eine erstklassige Idee. Für ein schlafendes Provinzstädtchen fast nicht möglich. Der Zolli macht vorwärts und hat gesehen das ihm der Rang vom Zürcher Zoo längst abgelaufen wurde. Aber meiner Ansicht nach jetzt schon zum Scheitern verurteilt. Zu gross, zu einladend, bringt zuviel Imissionen, es müssten zu viele Velowege und Bäume geopfert werden. Die Grüne Regierung würde alles dagegen setzen :-(( Antworten
Eine wirklich fantastische Idee und absolut wünschenswert. Meine Unterstüzung hat diese Projektidee. Nur bin ich leider sehr skeptisch, da aufgrund der Kommentare hier und im ähnlichen Thema "Kein Platz für Zoo und Mueum" leider wiedermal alles verdiskutiert wird und jedem noch so unbedeutendem Einwand gerecht werden sollte (Architektur, Heimatschutz, Stadtbild, BVB, etc), das Ganze scheitert. Antworten
Soso... Pinguine in der Markthalle... Dann Grosse Pandas im Sutter Park... Nun das. Was kommt als nächstes? Ehrlich gesagt: Zu schön um wahr zu werden und, ein wirklich grosser Wurf müsste ganz anders sein. Aquarium mit Möglichkeit zu tauchen / Tauchschule oder so ähnlich. Beispiel: Siam Ocean World. Ein Zoo ist nun mal hier für Entertainment - das hat man in Basel nur noch nicht kappiert. Antworten
Die Heuwaage ist heute ein Schandfleck. Der Souverän hat es verpasst diesen aufzuwerten. Daher ist dieses Projekt begrüssenswert. Der Zolli ist eine wichtige Attraktion in unserer Stadt: Er gehört gestärkt. Ich bin überzeugt, dass dieses Projekt breite unterstützung bei den Jungen erhält: Gegen die Schlafstadt und für eine attraktives Basel! Tolle Idee, hoffen wir dass sie Erfolg hat! Antworten
Solche Meeres-Gross-Aquarien gehören an ein Meerestrand. Dort werden sinnigerweise auch keine Gerbirgsmineralien ,Quarze etc. ausgestellt.Um an die Qualität vom monegassischen Museum zu kommen,müssten ja unmengen an Salzwasser hergestellt und später via Kläranlage entsorgt werden. Ein solch ökologischer Unsinn macht die "grüne"Stadt Basel unglaubwürdig. Antworten
Liebe Initianten - Endlich ein für die Stadt einzigartiges und wert steigerndes Projekt! Wünsche allen erdenklichen Erfolg und vor allem viel kommunikative Überzeugungsarbeit. Werde in meinem Umfeld private Lobbyarbeit leisten! Alles gute und ich freue mich schon auf die Eröffnungsfeier! Antworten
Als vor ca 8Jahren über ein Multiplex mit Standort Heuwaage abgestimmt wurde, wurde das vom Stimmvolk verworfen. Die Heuwaage dürfe nicht verbaut werden, dann sie sei ein notwendiger Freiraum hiess es von links grüner Seite... mal schaun ob wieder die gleichen Kritiker kommen... Antworten
Tolle Idee, wenn der Birsig zwischen Heuwaage und Schifflände wieder offen ist, könnte man zur absoluten Touristenattraktion die Haie hin und her schwimmen lassen und bei einer ev. Überpopulation einfach die Schleuse zum Rhein öffnen und die Fische schwimmen lassen. Klar müsste man dabei in Kauf nehmen, dass sich vermehrt Haifischfänger auf dem Rhein tummeln, keine Angst "Greenpeace" wäre präsent! Antworten
Zoo Basel will sich vergrössern. Siehe im Artikel die genannten Städte, die so etwas bereits realisiert haben. Wie z.B. das Ozeanografische Museeum in Monaco wurde nicht erwähnt. Klar ist, dass ma sicherlich nicht alle erwähnen kann, aber die dafür vorgesehene Architektonische Lösung ist gemäss Darstellung absolut fragwürdig. Geht's nicht ein bisschen "organischer" mit der Architektur. Habt Mut! Antworten
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André Martin
Ergänzend zu meinem ersten Votum: Falls es tatsächlich nur diese beiden Alternativen geben sollte (Ozeanium oder unbefriedigender Status quo), dann würde dieses Ozeanium geradezu einen qualitativen Quantensprung für die Heuwaage bedeuten!... Gäbe es aber als weitere konkrete Alternative noch die Variante einer unverbauten(!) "Naturisierung", dann sollte auch diese schleunigst präsentiert werden! Antworten