Basel

Der Winter lässt die Zootiere kalt

Die Eiseskälte der letzten Tage hatte nur wenig Einfluss auf die Tiere im Zolli. Viele Tiere ertragen tiefe Temperaturen problemlos oder die Tierpfleger sorgen vor.

1/6 Je kälter desto besser
Die Pinguine tauen bei den arktischen Temperaturen erst richtig auf.
Bild: Zoo Basel

   

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Die Tiere im Basler Zolli haben auf die klirrende Kälte der letzten Tage ganz unterschiedlich reagiert: Den Rentieren schien das kalte Schneepolster sehr zu behagen. Dank Winterfell gut isoliert legten sie sich kurzerhand in die Schneekuhlen. Die Kängurus zeigten zwar Interesse an der weissen Pracht, zogen aber nach einigen Hüpfern den wohlig vorgewärmten Stall vor. Die Seelöwen fressen momentan ein paar Fische mehr, um ihren Energiebedarf zu decken, nehmen ansonsten die Kälte aber völlig gelassen. Ihre dicke Speckschicht und das Wasser abstossende Fell isolieren sie bestens gegen Frost.

Den Esels- und Königspinguinen ist es erst richtig wohl, wenn die Temperaturen unter zehn Grad sinken. Ihr Wind, Wasser und Kälte dichtes Federkleid ist die ideale Outdoor-Bekleidung für Minustemperaturen. Deshalb wird ihre Innenanlage rund ums Jahr stark gekühlt.

Rutschgefahr im Wassergraben

Nur für einige wenige Zootierarten müssen an kalten Tagen spezielle Massnahmen getroffen werden: Die Elefanten machen derzeit nur kurze Ausflüge nach draussen, damit ihre empfindlichen Ohren nicht abfrieren. Definitiv zu kalt war es den Flusspferden in den vergangenen Tagen, bei ihnen war Wellness im gewärmten Innenbad angesagt. Auch die Giraffen mussten drinnen bleiben, sobald auf den Aussenanlagen Rutschgefahr drohte.

Wassergräben halten die Tiere in ihren Anlagen – solange das Wasser nicht gefroren ist und zu einem Spaziergang einlädt. Bei den Löwen, den Geparden und einigen Huftieren mussten die Tierpfleger das Eis in den Wassergräben zerschlagen. Bei den Löwen und den Wölfen musste sogar der Wasserstand im Graben gesenkt werden.

Beheizte Aquarien

Das durch den Zoo fliessende Wasser stammt aus einem Seitenkanal des Birsig und aus dem warmen Grundwasserstrom unter dem Vivarium. Es bleibt auch an kältesten Tagen so warm, dass Sumpfschildkröten darin den Winter überdauern können. Von der ganzen Aufregung draussen merken die Tiere im Vivarium nichts. Fische, Reptilien und Amphibien sind wechselwarm – sie können also keine eigene Körperwärme erzeugen. Deshalb sind die Aquarien und Terrarien beheizt und voll klimatisiert. (amu/PD/)

Erstellt: 22.12.2009, 10:50 Uhr

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