Basel

Erneut drei junge Geparden im Zolli

Aktualisiert am 09.09.2009

Dem Basler Zoo ist ein seltener Zuchterfolg gelungen: Die Gepardin Msichana hat drei Jahre nach ihrem letzten Wurf bereits wieder drei Junge zur Welt gebracht. Die flauschigen Raubkätzchen sind jetzt erstmals auf der Etoscha-Anlage des Zolli zu sehen.

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Seit einer Woche im Aussengehege: Die drei jungen Geparden im Basler Zolli.
Bild: Zoo Basel

   

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Kleiner Gepard entwischt

Am Sonntag ist einer der kleinen Zolli-Geparden beim Auskundschaften der Umgebung entwischt, wie «Blick am Abend» gestern berichtete. Mehrere Pfleger sollen dem Tier sofort hinterhergeeilt sein, um es einzufangen. Der Zolli habe keine Stellung dazu nehmen wollen.

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Der Zolli nannte es am Mittwoch eine «Sensation», dass die mit zehn Jahren schon recht alte Msichana so kurze Zeit nach dem letzten Wurf von 2007 schon wieder Junge geboren hat. Ausserdem seien Gepardengeburten in menschlicher Obhut an sich eine «absolute Seltenheit», sagte Kurator Jakob Huber vor den Medien.

Msichana hat die Jungen - zwei Männchen und ein Weibchen - am 17. Juni zur Welt gebracht. Bis vor kurzem lebten sie in einer Aufzuchtanlage abseits des Publikumsbereichs. Vater der drei Jungen ist wie 2007 Survivor, ein achtjähriger Gastkater aus dem Wiener Zoo - zwischen ihm und Msichana scheint die Chemie zu stimmen.

Paarungsumstände nachgeahmt

Derlei ist bei Geparden von Gewicht. Denn ihre Nachzucht ist äusserst schwierig. Die Tiere sind Einzelgänger, und bevor sich Kater und Katze begegnen, führen sie in der Wildnis einen langen «Dialog» mittels Duftmarken. Erst dadurch wird die Katze rollig, doch auch das nur gerade für 24 Stunden.

Der Basler Zoo ahmt diese Abläufe in einer abgeschirmten Aufzuchtanlage nach: Katze und Kater können sich über Wochen nicht sehen und dürfen jeden Tag nur kurz, aber nicht gleichzeitig, in einem gemeinsamen Gehege ihre Duftmarken anbringen beziehungsweise jene des jeweils anderen beriechen.

Bei Msichana und Survivor schlug Amor wieder zu, kaum waren die fünf Jungen des letzten Wurfs selbständig geworden. Zwar wollte der Zolli der Gepardin nach der 18-monatigen Aufzuchtarbeit eine Ruhepause gönnen. Doch Msichana habe ihrem Gehegenachbar Survivor bald wieder «sehr eindeutige Avancen» gemacht.

Seltener Nachwuchs in Zoos

Von den 83 Gepardenzuchten im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm der Zoos hat jährlich nur ein Dutzend Nachwuchs: 2008 etwa wurden 33 Junge geboren. In Freiheit sind die Tiere indes vom Aussterben bedroht; in Afrika und Iran leben noch rund 7500. In Basel gelangen Gepardengeburten schon 1993 und 1995, was jeweils erhebliches Aufsehen erregte. (jg/sda)

Erstellt: 09.09.2009, 18:58 Uhr

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