Kein Platz für Zoo und Museum

Aktualisiert am 19.03.2010 6 Kommentare

Eine Erweiterung des Zoo Basel und ein Neubau für das Naturhistorische Museum haben zusammen im Bereich der der Heuwaage keinen Platz: Eine gemeinsame Realisierung sei unter heutigen Rahmenbedingungen nicht möglich, teilten Kanton und Zolli am Dienstag mit.

Die Heuwaage: Ob hier das Naturhistorische Museum oder der Zolli bauen wird, ist unklar.

Die Heuwaage: Ob hier das Naturhistorische Museum oder der Zolli bauen wird, ist unklar. (Bild: Daniel Desborough)

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Die Idee, ein Ozeanium des Zoo Basel als auch einen Neubau für das Naturhistorische Museum Basel an und bei der Heuwaage zu bauen, habe «vorerst aufgegeben werden» müssen, heisst es in einem Communiqué des Präsidialdepartements Basel-Stadt und des Zoo. Dies hätten Abklärungen in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe ergeben.

Hintergrund ist eine von der Regierung schon länger in Gang gesetzte Zonenplanänderung im Gebiet von Heuwaage und Gaswerk. Der Zoo hatte Einsprache eingereicht, um seine Interessen zu wahren: Er erachtet das Areal als für seine weitere Entwicklung unverzichtbar und will auf dem Zonenplan-Baufeld «Heuwaage» ein Ozeanium bauen.

Gemeinsamer Bau nicht möglich

Gerade wegen der Nähe zum Zoo ebenfalls in dem Gebiet plant das Naturhistorische Museum seinen Neubau. Eine Machbarkeitsstudie ergab nun allerdings, dass das ans Baufeld «Heuwaage» angrenzende Baufeld «Gaswerk» für den Museumsneubau viel zu klein sei. Eine Vergrösserung dieses Baufelds sei zudem nicht möglich.

Schliesslich erwies sich auch ein gemeinsamer Bau von Museum und Zoo auf dem Baufeld «Heuwaage» als nicht möglich, wie die Arbeitsgruppe aus Vertretern des Präsidial- und des Bau- und Verkehrsdepartements sowie des Zoo Basel und des Naturhistorischen Museums befand. Grund sei der Raumbedarf der Vorhaben.

Entscheid weiterhin offen

Für beide Projekte komme also nur das Feld «Heuwaage» in Frage. Es stünden somit zwei Projekte zur Wahl, wenn demnächst der Grosse Rat der Zonenplanänderung zustimmt. Diese kläre indes nur die Grundsatzfrage der Bebaubarkeit - der Entscheid, «ob und welches der beiden Projekte» zur Ausführung kommt, werde «Sache des weiteren politischen Prozesses sein».

Ein weiterer Weg wird indes im Communiqué ebenfalls angedeutet: Sollten im weiteren Prozess auch die gegebenen «Rahmenbedingungen hinsichtlich der baulichen Möglichkeiten ändern», wären der Zoo und das Museum «weiterhin sehr an einer gemeinsamen Planung und Realisierung beider Projekte interessiert», heisst es. (jg/sda)

Erstellt: 19.03.2010, 09:53 Uhr

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6 Kommentare

Adrian Hartmann

09.03.2010, 17:25 Uhr
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Ich verstehe nicht, wieso das naturhistorische museum angeblich nur an dieser stelle einen neubau realisieren kann. Ihnen steht ja grundsätzlich für einen NEUbau das ganze stadtgebiet zur verfügung während beim zolli ein AUSbau aus logistischen/besuchertechnischen gründen nur anschliessend an das bereits bestehende gebiet sinnvoll ist. Würde einen anderen entscheid wirklich nicht verstehen... Antworten


Madeleine Haering

09.03.2010, 20:05 Uhr
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Der Zolli müsste schon lange mehr Platz haben - siehe ZH-Zoo !!!! Da ja auch leider das Pingquarium am Bahnhof geplatzt ist. Ueber unnötige Einkaufsläden sprechen wir leiber nicht mehr - können sowieso nicht bestehen. :)) Antworten



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