Basel
Stacheliger Nachwuchs im Etoschahaus
Eines der beiden jungen Stachelschweine im Etoschahaus.
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Zwar wieseln die Stachelschweinchen zwischendurch putzmunter hinter ihren Eltern über die Aussenanlage des Etoschahauses. Doch immer wieder verstecken sie sich bei vermeintlicher Gefahr instinktiv, da sie als Jungtiere noch natürliche Feinde haben.
Ausgewachsenen Stachelschweinen dagegen droht nur noch vom Menschen Gefahr, wie Kuratorin Friederike von Houwald am Mittwoch im Basler «Zolli» vor den Medien sagte. In der Tierwelt bleiben indes selbst ausgewachsene Löwen auf sicherer Distanz zu den Nagetieren mit ihren bis zu 30'000 Stacheln.
Südafrikanische Stachelschweine hält der Zoo Basel in seiner Etoschaanlage seit deren Eröffnung 2001. Zuchterfolg hat sich indes erst jetzt mit einem neuen Stachelschweinpärchen eingestellt, das seit letztem November im «Zolli» lebt. Beide Tiere stammen aus Schweizer Nachzucht.
Zur Welt gekommen sind die beiden Jungen nach einer Tragzeit von drei Wochen am 6. Juni. Bei der Geburt wogen sie nur 350 Gramm. Die Jungen werden noch zwei weitere Monate bei der Mutter trinken und während den ersten sieben Monaten von den Eltern begleitet und beschützt. Erwachsene Tiere werden bis zu 27 Kilogramm schwer und 15 Jahre alt. In Zoos können sie auch 20 Jahre erreichen.
Neue Bewohner
Anfang Mai bezog eine Hornviper (Cerastes cerastes) neu ihr Terrarium im Etoscha-Haus. Als Bewohner trockener Gebiete liebt sie den Sand und gräbt sich tagsüber häufig so ein, dass nur noch ihre namengebenden ‚Hörnchen’ zu sehen sind. Die Hörner sitzen oberhalb der Augen und bestehen aus jeweils einer Schuppe. Der Körper ist mit seiner Sandfarbe gut getarnt, neben den Hörnchen verraten nur die charakteristischen Spuren im Sand, wo sich die Schlange aufhält. Typisch für Wüstenvipern ist die «seitenwindende Fortbewegung». Statt zu schlängeln, hebeln sich diese Schlangen seitwärts. Ihre Spur besteht aus parallel zueinander angeordneten Eindrücken des Körpers.
Die Hornviper ist eine der weniger gefährlichen Giftschlangen. Ihr Gift benutzt die Hornviper zur Jagd auf kleine Säugetiere, Vögel, Echsen und auch Insekten. Es verursacht starke Schwellungen an der Bissstelle sowie starke Schmerzen. Es können auch Gerinnungsstörungen auftreten. Es kommt jedoch nur selten zu Todesfällen bei gebissenen Menschen. (amu/sda/)
Erstellt: 26.03.2010, 14:49 Uhr
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