Basel

Barriere soll Arlesheimer Schüler schützen

Von Joel Gernet. Aktualisiert am 08.10.2010 3 Kommentare

Nach jahrelangem Gerangel hat der Tramübergang Birseckstrasse beim Gerenmatt-Schulhaus eine Barriere für Fussgänger erhalten. Der Arlesheimer CVP geht die Optimierung aber zu wenig weit.

Mehr Sicherheit: Die Kreuzung Birseckstrasse ist neu gestaltet. (Bild: Elena Monti)

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Drei Tage vor Schulbeginn wird heute die Fussgängerschranke bei der Kreuzung Baselstrasse/Birseckstrasse in Betrieb genommen. 300 000 Franken kostete die vom Kanton durchgeführte Optimierung, an der sich der Bund mit 67 000 Franken beteiligte.

Die Arlesheimer CVP bemüht sich seit rund drei Jahren um eine Umgestaltung des Übergangs, an dem im Januar 2010 ein Kind und fünf Monate später eine junge Frau bei einem Zusammenstoss mit dem 10er-Tram verletzt wurden. «An und für sich sind wir mit der Barriere schon zufrieden», sagt der Arlesheimer CVP-Präsident Stefan Kink. «Das Projekt ist aber erst nach unserem Druck und den beiden Unfällen wieder forciert worden.»

Unfälle hatten keinen Einfluss auf Zeitplan

Anders sieht dies Daniel Schoop, Projektleiter beim Baselbieter Tiefbauamt. «Entscheidend war die Petition vom Juni 2007, die von Anwohnern eingereicht wurde.» Sie hat die Bau- und Umweltschutzdirektion vor drei Jahren dazu bewogen, die Barriere bei der Birseckstrasse mit Priorität zu behandeln. Dass diese erst jetzt fertiggestellt wurde, habe ihre Gründe: «Die Projektierungsphase von A bis Z dauert halt einfach so lange», sagt Schoop. Nach der zweijährigen Projektierung hätten Vorabklärung und Plangenehmigung beim Bundesamt für Verkehr – das für Bahnübergänge verantwortlich ist – ein Jahr gedauert. Der Bau selbst habe inklusive Ausschreibung und Planung drei Monate benötigt. Auch die beiden Unfälle dieses Jahr hätten keinen Einfluss mehr auf den Zeitplan gehabt. «Was wir mit der Barriere und der Ampel machen, geht über das gesetzliche Minimum hinaus», sagt Schoop.

Unzufrieden trotz Barriere

Ganz zufrieden ist Stefan Kink von der CVP noch nicht mit der Gestaltung der Kreuzung: «Es ist eine verknorzte Sache.» Hinter dem nun geschützten Tramübergang befinde sich nämlich noch immer ein problematisch platzierter Fussgängerstreifen. Dieser liege direkt hinter dem Scheitelpunkt der Kurve. «Wenn dort ein Auto zu schnell um die Kurve fährt, dann erwischt es genau die Fussgänger», so Kink.

Dass die Zuständigen bei Gemeinde und Kanton keinen Anlass zum Handeln sehen, stört den Politiker, von dessen Seite weiterer Druck zu erwarten ist: «Die Aussage, es sei beim Fussgängerstreifen bisher noch nichts passiert, hat mich motiviert.» (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.10.2010, 15:14 Uhr

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3 Kommentare

Romeo Zolin

08.10.2010, 17:30 Uhr
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Wann hören gewisse Politiker und andere endlich damit auf dem Fussgänger die Sicherheit einzuflössen, blind und ohne sich über eine Gefahr zu vergewissern den Zebrastreifen betreten zu können? Einzig Kinder sind hier den Erwachsenen um Jahre voraus. Im Gegensatz zu den meisten Erwachsenen schauen sie-wie sie es gelernt haben- zuerst links dann rechts. So muss es sein. Vortritt hin oder her. Antworten


Alfred Christen

10.10.2010, 08:09 Uhr
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Viele Beamte haben eine eigene Barriere und sehen die Wünsche des Volkes nicht ein, ich rede aus Erfahrung. Antworten



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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.