Basel
Geheimniskrämerei um neue Sporthalle beim Schänzli
Von Patrick Marcolli, Patrick Künzle. Aktualisiert am 02.10.2009 3 Kommentare
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Mit dem Projekt in Verbindung gebracht wird der Totalunternehmer Losinger AG. Das Basler Erziehungsdepartement ist über die Hallenpläne informiert. Noch hüllen sich jedoch alle Beteiligten in Schweigen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass auf dem Areal rund um das jetzige Kunsthaus Baselland vis-à-vis des St.-Jakob-Parks und des Schänzlis eine neue Sporthalle zu stehen kommen soll. Manuela Eichenberger, Direktorin des Kunstvereins Baselland, sagt lediglich: «Wir haben Stillschweigen vereinbart.» Das Kunsthaus Baselland wird jedoch in absehbarer Zeit auf das Dreispitz-Areal verlegt. Knackpunkt dort scheint noch die Höhe der künftigen Miete. Auch bei den Gemeindebehörden in Muttenz, auf deren Gemeindegebiet die Halle zu stehen käme, lautet die Devise: Stillschweigen.
Mit dem Projekt in Verbindung gebracht wird die Totalunternehmerin Losinger AG. Sie ist eine Schweizer Tochterfirma des französischen Bauriesen Bouygues und hat vor drei Jahren die Berner Generalunternehmung Marazzi übernommen. Wortkarg gibt man sich auch beim Stadionbauer: Mediensprecher Alejandro Segovia blieb auf die Anfrage der BaZ eine Antwort schuldig.
In frühem Stand
Von Rudolf M. Christen, Verwaltungsratspräsident der Firma Beton Christen, die einen Teil des durch die Hagenaustrasse getrennten Areals belegt, kommt hingegen ein klares Dementi: Er wisse von nichts. Sicher ist: Stephan Musfeld, der in den vergangenen Jahren die treibende Kraft hinter den Neubauten des Fussballstadions und der Eishockeyhalle war, ist selbst nicht in das Projekt involviert. Er habe davon gehört, sagte der Präsident der Genossenschaft Stadion St.-Jakob-Park gestern.
Die einzige Bestätigung, dass es Pläne für eine neue Sporthalle gibt, kommt aus dem Basler Erziehungsdepartement. Allerdings sind auch hier keine Details zu erfahren. Das Dossier liege bei Thomas Riedtmann, Leiter Zentrale Dienste – und der weilt derzeit in den Ferien. Peter Howald, Leiter des Sportamts, ist nicht ins Projekt involviert. Er wisse lediglich, «dass es sich in einem ganz frühen Zustand befindet».
Federer-Halle
Und weil sich niemand konkret äussert, brodelt die Gerüchteküche. Es ist die Rede davon, dass das Management von Roger Federer, der Sportvermarkter IMG, in das Hallenprojekt involviert sei. Es könnte somit sein, dass hier die Roger-Federer-Halle entstehen soll, von der in Basel ja schon oft die Rede war.
Nicht einbezogen in die Hallenpläne ist dagegen Roger Brennwald, Chef der Davidoff Swiss Indoors. Er hat auch erst gerüchteweise von der Halle gehört – und gibt sich wenig euphorisch. Ihm wäre es lieber, die St. Jakobshalle würde saniert und modernisiert, damit sie den steigenden Ansprüchen seines Tennisturniers genügt. «Dies wäre der sicherere Weg als ein Neubau.» (Basler Zeitung)
Erstellt: 02.10.2009, 10:39 Uhr
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3 Kommentare
@ Rolf Schlumpf: Warum um alles in der Welt soll Basel "zu klein für ganz Grosses" sein? Genau diese Denkweise verhindert eine vernünftige Gesamtplanung ("Masterplan") durch Klein-klein-Spielchen und Salamitaktik. Besonders bezüglich Verkehr und Sicherheit ist St. Jakob tatsächlich "zu klein", aber sicher nicht bezüglich "Basel", das ja nicht nur aus der Stadt (und "Schweiz") besteht! Antworten
Wenn möglich, sollte die St.Jabkobshalle saniert und modernisiert werden, anstatt eine neue Halle zu bauen. Das dies Sinn macht und auch vom ästhetischen Standpunkt her passt, zeigt der Umbau Hallenstadion. Allenfalls sehe ich allerdings eine Chance für eine kleiner moderne Mehrzweckhalle, in der Sportarten mit wenig Zuschaueraufkommen gespielt werden können. Basel ist zu klein für ganz Grosses... Antworten
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