Ita Wegman Klinik gibt Familienstation auf

Aktualisiert am 09.09.2010 3 Kommentare

Die anthroposophische Ita Wegman Klinik in Arlesheim richtet sich neu aus: Das grösste Baselbieter Privatspital will sein stationäres Angebot künftig auf Innere Medizin und Psychiatrie beschränken.

Fokussierteres Angebot: Die Ita Wegmann Klinik in Arlesheim schränkt ihr Angebot ein.

Fokussierteres Angebot: Die Ita Wegmann Klinik in Arlesheim schränkt ihr Angebot ein.
Bild: Roland Schmid

Das Angebot der Familienstation werde auf Ende 2011 aufgegeben, teilte die 1921 gegründete Ita Wegman Klinik am Donnerstag mit. Begründet wird die neue Strategie mit der landesweiten Einführung von Fallkostenpauschalen und freier Spitalwahl im Jahr 2012. Dies zwinge die Klinik, ihr stationäres Angebot zu fokussieren.

Nicht mehr zum Angebot der Klinik gehören wird künftig das Wochenbett. Die Geburtshilfe ist bereits vor anderthalb Jahren in ein selbständiges Geburtshaus ausgelagert worden. Falls dieses 2012 auf die Spitalliste kommt und ein eigenes Wochenbett anbieten will, werde die Klinik das unterstützen, heisst es in der Mitteilung.

Liebäugeln mit der Übernahme des Spitals Dornach

Die Ita Wegmann Klinik, die als Akutspital mit 63 Betten auf der gemeinsamen Spitalliste beider Basel figuriert, ist nach eigener Einschätzung in betriebswirtschaftlicher Hinsicht klein. Deshalb sucht die anthroposophische Klinik die Zusammenarbeit mit andern Spitälern.

Konkret verhandelt die Klinik derzeit mit dem Spital Dornach, das zur Solothurner Spitäler AG gehört. Eine Option sei die Übernahme dieses Spitals, heisst es in der Mitteilung der Ita Wegmann Klinik. (jg/sda)

Erstellt: 09.09.2010, 12:46 Uhr

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3 Kommentare

Sibylle Weiss

09.09.2010, 18:58 Uhr
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Das ist bisher fast das einzige Angebot, was nicht mehr offeriert wird. Wochenbetter haben auch andere Spitäler,sodass dies nicht so tragisch werden wird. Antworten


Ulrike Mandaiker

10.09.2010, 20:20 Uhr
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Als ehemalige Mitarbeiterin der Familienstation der Ita Wegman Klinik kann ich diesen Schritt nur zu tiefst bedauern. Kinder und Familien sind unsere Zukunft. Betriebswirtschaftlich scheint dies immer noch nicht interessant zu sein. In die Zukunft investieren heisst auch zum Risiko ja sagen. Solange jeder sein Schäfchen ins Trockene bringen will und muss, wird dies nicht gelingen. Schade. Antworten



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