Basel
Letzte Chance für Regio Milch in Frenkendorf
Aktualisiert am 16.03.2010 1 Kommentar
Kuhfladen-Lotto: Die Regio Milch AG erhält mehr Zeit. (Bild: Regiomilch.ch)
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Das Gericht gewährte einen Aufschub um vier Monate bis zum 6. Juli. Es ist schon die zweite Verlängerung. Das Unternehmen war 2007 gegründet worden, später aber in finanzielle Schräglage geraten. Im Mai 2009 wurde die provisorische Nachlassstundung bewilligt, im letzten Dezember wurde sie erstmals verlängert.
Das einstimmige Gericht befand zwar, trotz bisheriger Lösungssuche sei weiterhin Vieles unklar. Wenn sich indes noch etwas ergebe, das Investoren «verkauft» werden könne, sei das eher im Interesse der Gläubiger. Im Sinne einer «letzten Chance» sei die Verlängerung möglich; für eine weitere Verlängerung läge die Hürde dann höher.
Falschinvestitionen und andere Fehler
Gemäss Sachwalter Urs Baumann scheint der Hauptgläubiger bereit zu sein, seine Forderung von mehreren Millionen Franken abzutreten. Für die Firma, von der die Installationen geleast wurden, wäre bei einer Schliessung der Molkerei der Verlust grösser. Und auch die Hypothekargläubigerin stellte sich nicht gegen die Verlängerung.
Wie Baumann vor Gericht ausführte, lehnte zudem das Gros der Drittklassgläubiger die in Aussicht gestellte Nachlassdividende nicht ab, obwohl sie nur 7,6 Prozent beträgt. Die zur Verarbeitung von Milch aus der Region gegründete Firma war laut dem Sachwalter wegen Falschinvestitionen und anderer Fehler in Schieflage geraten. (jg/sda/)
Erstellt: 16.03.2010, 01:25 Uhr
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1 Kommentar
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Marco Müller
Schade um die Idee der Firma, die Milch regional zu verarbeiten. Das Konzept macht Sinn, da die Migros z.B die Regiomilch zuerst nach Estavayer-le-Lac mit Lastwagen karrt, dort abfüllt und zurück in die Nordwestschweiz bringt. Aus diesem Grunde sollte die Regio Milch in Frenkendorf ein besseres Management erhalten,damit es endlich aufwärts geht. Die Idee ist super gut ! Viel Erfolg wünsche ich ! Antworten