Mehr Einbrüche in Dornach

In den Bezirken Thierstein sowie Dornach sind die Einbrüche 2014 markant gestiegen. In mehreren Gemeinden sei die Situation derart verzweifelt, dass die Einwohner Bürgerwehren gebildet hätten.

Ein wahre Einbruchswelle hat 2014 das Baselbiet überrollt. (Symbolbild)

Ein wahre Einbruchswelle hat 2014 das Baselbiet überrollt. (Symbolbild) Bild: Keystone

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Zuerst die gute Nachricht: Im Kanton Solothurn sind die Einbruchsdiebstähle rückläufig. Zwischen dem Jahr 2013 und 2014 (Zeitraum Januar bis Oktober) haben die Fallzahlen um 15 Prozent abgenommen. Das schreibt der Solothurner Regierungsrat in seiner Antwort an SVP-Kantonsrat Silvio Jeker aus Erschwil, der dazu im Parlament einen Vorstoss eingereicht hat.

Die schlechte Nachricht: Im Schwarzbubenland, also dort, wo auch Jeker wohnt, haben die Einbrüche zugenommen. Im Bezirk Thierstein brachen Kriminelle 58 Mal in Wohnungen und Häuser ein. Im Bezirk Dornach registrierte die Polizei 198 Einbrüche (2013: 144), was eine markante Häufung bedeutet. Wie der Regierungsrat schreibt, sei «das Problem erkannt».

Es seien bereits zusätzliche Massnahmen ergriffen worden. Allerdings seien den Sicherheitsbehörden ein Stück weit die Hände gebunden: «Die Polizei kann in der Regel nicht über längere Zeit eine Massierung der vorhandenen Korps­angehörigen in einem einzelnen Bezirk vornehmen, da sie ansonsten einen nicht vertretbaren Abzug der Einsatzkräfte aus anderen Kantonsteilen in Kauf nehmen müsste.»

Kooperation mit Baselland

Der Solothurner Kantonsrat Jeker hatte in seinem Vorstoss gefordert, dass die Regierung gemeinsam mit den benachbarten Baselbietern Sofortmassnahmen ergreife, um die «Raubzüge» in der Region zu stoppen. In mehreren Gemeinden sei die Situation derart verzweifelt, dass die Einwohner Bürgerwehren gebildet hätten.

Was die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Landschäftlern betrifft, so teilt Solothurns Exekutive mit, seien sehr viele Bestrebungen im Gang. Konkret würden die beiden Polizeikorps seit Herbst 2014 gemeinsame Kontrollen durchführen, bei denen ein einziger Einsatzleiter verantwortlich sei. Dies ermögliche das rasche Aufbieten von Einsatzkräften. Täglich würde zusammen eine Lagebeurteilung vorgenommen. Im Schwarzbubenland habe die Polizei ihr Präsenz erhöht, ab ­diesem Jahr würden zwei zusätzliche Stellen nur für dieses Gebiet eingesetzt.

Auch zum Grenzwachtkorps hat die Kantonspolizei Solothurn den Kontakt vertieft. Die Regierung ist überzeugt, «dass sich die Massnahmen als zweckdienlich erweisen werden. (...) Die erhöhte Polizeipräsenz wird durchaus wahrgenommen und dürfte einen gewissen Verdrängungseffekt auslösen.» Wenig Begeisterung zeigt der Solothurner Regierungsrat für Bürgerwehren. Im Antwortschreiben ist zu lesen, dass jede Art von Selbstjustiz entschieden abgelehnt werde. (Basler Zeitung)

Erstellt: 04.01.2015, 12:47 Uhr

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