Basel
Mit Beats gegen Drogen
Von Dina Sambar. Aktualisiert am 21.08.2009 2 Kommentare
«No drugs – real party». Im Club Underground in Sissach finden seit drei Jahren Präventions-Partys statt. (Bild: Urs Gürtler)
Das Projekt geht weiter
Rund 50 Jugendliche arbeiten bei diesem Präventionsprojekt mit. Sie werden sich auch weiterhin überlegen, wie sie die Partygäste auf die Problematik der K.-o.-Tropfen, des Alkohols und der Drogen aufmerksam machen wollen.
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Der Harassenlauf oder auch die Botellones sind die Spitze des Eisberges. Für viele Jugendliche heisst Party feiern: Alkohol trinken. «Ich beobachte beim Alkohol zunehmend ein exzessives Trinken», sagt Thomas Furrer, Bereichsleiter bei der Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz Baselland. Nun hat Furrer fünf Partys organisiert, die diesem Trend entgegenwirken sollen.
Er möchte den Jugendlichen zeigen, dass Partys auch ohne extensiven Alkoholkonsum und Drogen gut sein können. Zu diesem Zweck hat er sechs international bekannte DJs engagiert, die im Club Underground in Sissach auflegen werden. «Die fünf Events werden rauchfrei sein und wir verkaufen keinen Alkohol», so Furrer, der für das Jugendsozialwerk den Club leitet.
«Eigene Entscheidung treffen, auch wenn der Gruppendruck hoch ist»
Seit drei Jahren organisiert der Sozialarbeiter die Partyreihe «no drugs – real party», mit zunehmendem Erfolg, wie er sagt. Angefangen hätten die Events mit unbekannten DJs, jetzt könne er bereits die Top-DJs der Schweiz engagieren. Tanja la Croix, Jorge Martin S, Whiteside, Mr. Pink, Anahi Sanchez und Andràs sollen im Club Underground für gute Stimmung sorgen. Die DJs sind auch im Ausland bekannt und legen an berüchtigten Partyorten wie Ibiza, Mallorca und Mykonos auf.
In Sissach sollen sie nicht nur für Musik sorgen, sondern auch mit den Jugendlichen über Alkohol und Drogen sprechen. Ihre Hauptaussage: Bei einer Party geht es um die Musik und nicht darum, nach einer Stunde so voll zu sein, dass man nichts mehr mitbekommt. «Letztes Jahr hat ein bekannter DJ erzählt, dass er an Partys überhaupt keinen Alkohol trinkt. Solche Aussagen sollen den Jugendlichen zeigen, dass sie eine eigene Entscheidung treffen können, auch wenn der Gruppendruck hoch ist», sagt Furrer.
Kampf gegen Qualm und K.-o.-Tropfen
Auch gegen das Rauchen will der Sozialarbeiter ankämpfen. Im Visier hat er vor allem junge Frauen. Denn obwohl der Nikotinkonsum rückläufig ist, nimmt er bei den weiblichen Jugendlichen zu. An einer der Partys können sich die Besucherinnen deshalb fotografieren lassen. Eine Software der Lungenliga zeigt ihnen, wie sie in zwanzig Jahren aussehen werden, wenn sie rauchen, und wie, falls sie es nicht tun. «Alle wissen, dass rauchen nicht gesund ist. Wenn sie aber sehen, was es optisch auslöst, erschrecken sie oft. Jugendliche sind sehr auf ihr Äusseres bedacht», sagt Furrer.
Ein weiteres Problem der Clubszene sind die K.-o.-Tropfen. Unbemerkt in Getränke geschüttet, werden die Opfer leicht manipulierbar. Der folgende Gedächtnisverlust macht K.-o.-Tropfen zur idealen Vergewaltigungsdroge. «Erste Statistiken besagen, dass der Einsatz solcher Tropfen dramatisch zunimmt. Und auch wir bekommen solche Rückmeldungen von Partygängern», sagt Furrer. Deshalb will er auch über die K.-o.-Tropfen informieren. (Basler Zeitung)
Erstellt: 21.08.2009, 14:08 Uhr
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2 Kommentare
Ich finde es sehr sehr gut das man gegen das ankämpfen möchte , denn ich finde es auch nicht sehr toll an eine party zu gehe wo nach her alle stock besofensind oder man raus kommt und nach zigareten stinckt forallem finde ich es guet das man gegen di drogen an kämpfen will ich unterschstüze das voll und gantz ich finde es gut was Furrer thomas macht mit dem club underground nur weiter so Antworten
Tolle Sache, und mutig. Clubbesitzer jagen sich gegenseitig Besucher ab, mit zweifelhaften Alk-Börsen-Aktionen an der Bar usw. Die Jugendlichen sind ob der gewaltigen Konsummöglichkeit und grosszügigem Taschengeld, sowie Gruppendruck extrem verführbar. Verantwortungsvolle Freizeitgestaltung, wie sie Thomas Furrer betreibt, sollte gefördert werden. Leider schlafen da viele Lokal-PolitikerInnen. Antworten
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