Basel

Neue Messungen für geplantes Registrierungszentrum Feldreben

Aktualisiert am 06.01.2016 5 Kommentare

Die ehemalige Deponie auf dem Feldreben-Areal in Muttenz soll für zwei Jahre ein Registrierungszentrum des Bundes beherbergen. Zu diesem Zweck wird noch einmal nach Schadstoffen gesucht.

Das Feldreben-Areal war früher eine Deponie. Bevor dort Menschen untergebracht werden können, muss sichergestellt werden, dass das Gebiet unbedenklich ist.

Das Feldreben-Areal war früher eine Deponie. Bevor dort Menschen untergebracht werden können, muss sichergestellt werden, dass das Gebiet unbedenklich ist.
Bild: Erich Meyer

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Der Kanton Basel-Landschaft prüft, ob die versiegelte Deponie Feldreben die Gesundheit der Asylsuchenden im geplanten Registrierungszentrum in Muttenz gefährden könnte. Im Rahmen des Baugesuchsverfahrens werden neue Luftmessungen durchgeführt. Eine erste Gefährdungsabklärung habe bereits im Jahr 2007 stattgefunden, teilte die Finanz- und Kirchendirektion am Mittwoch mit. Diese Prüfung habe ergeben, dass eine Nutzung für Bürozwecke und Veranstaltungen unbedenklich sei und von der Deponie keine Gefährdung für Nutzerinnen und Nutzer ausgehe.

Mit der Nutzungsänderung zu Wohnräumen müsse eine potentielle Gefährdung erneut geprüft werden. Ein solches Vorgehen schreibe auch die Altlastenverordnung des Bundes vor. Weil die letzte Messung schon rund acht Jahre zurückliege, habe man entschieden, nun erneut Luftmessungen durchzuführen, sagte Rolf Rossi, Leiter der Baselbieter Koordinationsstelle für Asylbewerber, auf Anfrage. Die geplanten Luftmessungen dauern laut Rossi rund eine Woche. Sie kosten zwischen 30'000 und 40'000 Franken. Der Standort für das Registrierungszentrum für Asylsuchende im Logistikzentrum auf der ehemaligen Deponie Feldreben war zuvor in Kritik geraten.

Häuschen aus Beton oder Holz

Wie die mindestens 500 Asylsuchenden dereinst untergebracht werden, ist weiter unklar: Nachdem Brandtests in Zürich ergeben haben, dass die auch in Muttenz vorgesehenen IKEA-Häuschen zu unsicher sind, sucht der Kanton nach Alternativen. Laut Rossi stehen dabei zwei Varianten zur Diskussion: Der Bau von Wohneinheiten aus Gasbeton oder aus Brandschutzplatten aus Holz. Die Kosten beider Varianten seien etwa gleich hoch und leicht höher als bei den IKEA-Häuschen. Aufgrund der negativen Brandtests rechnet Rossi mit einer Verzögerung von rund vier Wochen. Das Baugesuch wird nun voraussichtlich Anfang Februar eingereicht.

Ursprünglich war der Start des Registrierungszentrums auf Ende Januar, Anfang Februar vorgesehen gewesen. Der Betrieb, für den der Bund zuständig ist, soll auf zwei Jahre befristet sein. Asylsuchende sollen sich durchschnittlich zur Registrierung maximal drei Wochen im Zentrum aufhalten.

Deponie für Chemieabfälle

Die Deponie Feldreben war einst eine Kiesgrube und wurde von 1918 bis 1967 mit Hauskehricht, Bauschutt und Gewerbeabfällen aufgefüllt. Von 1940 bis 1957 lagerten auch Basler Chemie- und Pharmafirmen darin Abfälle ab. Nach der Schliessung der Deponie wurde das rund 52'000 Quadratmeter grosse Gelände von Gewerbebetrieben überbaut.

Im Oktober 2014 hatte die Gemeindeversammlung von Muttenz die «Kooperationsvereinbarung II» zur Sanierung abgelehnt. Die geplante Nutzung des leerstehenden Logistikareals durch den Bund sei auf zwei Jahre beschränkt. Auf die Sanierung des Grundstücks und dessen spätere Nutzung habe sie keinen entscheidenden Einfluss. (las/sda)

Erstellt: 06.01.2016, 13:41 Uhr

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5 Kommentare

b. glatz

06.01.2016, 15:18 Uhr
Melden 61 Empfehlung 5

Wozu nochmals messen? Das nennt sich einmal mehr glatt Steuergelder - Verschleuderung in Reinkultur. Wozu zahlen wir Steuern? Für solchen Unsinn habe ich definitiv kein Verständnis mehr. Erst arbeiten jahrzentelang Leute auf dem Areal ohne ein Problem und jetzt neu Messen?
Unglaublich
Antworten


Guido F. Graf

07.01.2016, 17:28 Uhr
Melden 16 Empfehlung 1

BL prüft, ob auf dem Areal des geplanten Registrierzentrums in Muttenz doch noch Schad-stoffe vorhanden sind. Die Behörden sollten gescheiter all die echten und unechten Flüchtlinge medizinisch kontrollieren, ob sie ansteckende Krankheiten eingeschleppt haben. Es ist be-kannt, dass in der Schweiz bereits mind. 500-1000 Fälle von Malaria, Tuberkulose u.a. ansteckenden Krankheiten vorhanden sind! Antworten



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