Basel
Petition fordert mehr Solardächer
Von Kurt Tschan. Aktualisiert am 26.05.2009
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Rund 250 Unterschriften hat die SP Dornach gestern Abend Dornachs Gemeindepräsidenten Kurt Henzi übergeben. In einer Petition fordern die Sozialdemokraten, dass «eine Kampagne zur Information über den Einsatz respektive die Installation von Solardächern» geführt wird. Interessierte Hausbesitzer sollen von der Gemeinde unterstützt werden.
Der scheidende Gemeinderat René Umher ist überzeugt, dass nicht nur Bund und Kantone sowie Stromproduzenten der Nutzung der Sonnenenergie zum Durchbruch verhelfen sollten, sondern auch die Gemeinden. «Wir bezwecken mit unserer Petition eine grundlegende Diskussion im Gemeinderat», sagt er. Nebst der logistischen Unterstützung seien auch Beiträge denkbar. «Warum sollen Hausbesitzer, die sich für eine Solaranlage entscheiden, nicht Beiträge zwischen 500 und 1000 Franken erhalten?», fragt Umher, der von den positiven Reaktionen aus der Bevölkerung überrascht ist.
Energiestadt-Label
Die SP Dornach, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert, hat die Petition an mehreren Standaktionen lanciert. Sowohl die vergangenen Kantonsrats- als auch Gemeinderatswahlen wurden dazu genutzt, auf das Begehren aufmerksam zu machen. Umher spricht im Nachhinein von einer «tollen Sache». Die Petition habe dazu geführt, dass die Solarenergie in Dornach auf breiter Ebene diskutiert werde. «Wir waren überzeugt, dass wir zwischen 200 und 300 Unterschriften sammeln können», zieht Umher Bilanz. Die politische Diskussion sei wichtig, um den Einbau von Solardächern zu fördern. Solaranlagen sollten nach Möglichkeit auch in Kernzonen erlaubt sein. Das Beispiel des Nachbarkantons Baselland zeige, dass dies möglich sei.
Die 30'000 bis 40'000 Franken teuren Anlagen seien vor allem im Sommer wertvoll, wenn das Wasser ausschliesslich von den Kollektoren auf dem Dach aufgewärmt werden könne. Wie die umliegenden Gemeinden auch, sollte sich Dornach laut Umher um ein Energiestadt-Label bemühen. Solarstrom werde zu Recht mit «einheimisch, erneuerbar, dezentral und CO2-frei» gleichgesetzt. (Basler Zeitung)
Erstellt: 26.05.2009, 17:03 Uhr
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