Pöbeleien und Brandanschlag gegen Fahrende

In Allschwil wurden Fahrende am Dienstag von einem Betrunkenen attackiert. Später in der selben Nacht wurde auf einen ihrer Wohnwagen ein Brandanschlag verübt. Ein Zusammenhang ist derzeit nicht auszuschliessen.

Fahrende in Allschwil (Wagenplatz in Kaiseraugst im Bild) wurden persönlich attackiert und mit einer Brandbombe angegriffen.

Fahrende in Allschwil (Wagenplatz in Kaiseraugst im Bild) wurden persönlich attackiert und mit einer Brandbombe angegriffen. Bild: Roland Schmid

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Am Dienstag zwischen 19.30 und 19.50 Uhr kam es beim Parkplatz Allschwilerweiher am Herrenweg in Allschwil zu Tätlichkeiten eines betrunkenen Mannes gegenüber Fahrenden, welche dort ihre Wohnwagen abgestellt hatten. Dies teilte die Baselbieter Polizei am Donnerstag mit. Die eingetroffene Polizeipatrouille fand vor Ort einen 27-jährigen, stark alkoholisierten (1,81 Promille) Schweizer an. Die Fahrenden hielten diesen fest und übergaben ihn an die Beamten. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei sowie aufgrund bestehender Aussagen soll der Mann die Fahrenden beschimpft und angepöbelt haben. Weiter wurde er auch gegen die anwesenden Personen tätlich. Er wurde von einer Drittperson zurück an seinen Wohnort begleitet.

In derselben Nacht um 22.24 Uhr ging bei der Einsatzleitzentrale der Polizei erneut eine Meldung ein, wonach soeben ein Knallkörper oder ähnliches gegen einen Wohnwagen beim Allschwilerweiher geworfen worden sei. Vor Ort konnte keine verdächtige Person festgestellt werden. Bei dem Wohnwagen wurden Teile einer PET-Flasche mit darin befindlichem angebranntem Papier gefunden. Der Wohnwagen selbst wurde nicht beschädigt, hiess es. Die Polizei geht von einer versuchten Brandstiftung aus und hat eine entsprechende Anzeige gegen Unbekannt eröffnet. Ob die beiden Fälle in Zusammenhang stehen, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden. Entsprechende Ermittlungen seien im Gange.

Laut der Basellandschaftlichen Zeitung haben die Fahrenden den Platz in Allschwil inzwischen verlassen und sind nach Basel geflohen. Ihren neuen Standort wollten sie nicht nennen. (las)

(Erstellt: 11.02.2016, 14:45 Uhr)

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