Basel

Schwerer Unfall bei Seifenkistenrennen

Aktualisiert am 16.09.2012 6 Kommentare

In Wittinsburg sind zwei Teilnehmer eines Seifenkistenrennens bei einem Unfall schwer verletzt worden. Die beiden Insassen wurden aus ihrem Fahrzeug geschleudert.

Trotz Bremsung fuhr das Fahrzeug gegen eine Mauer: Teilnehmer eines Seifenkistenrennens am Berner Bärengraben. (Archivbild)

Trotz Bremsung fuhr das Fahrzeug gegen eine Mauer: Teilnehmer eines Seifenkistenrennens am Berner Bärengraben. (Archivbild)
Bild: Keystone

An dieser Mauer endete die rasante Fahrt in der Seifenkiste tragisch. (Bild: Polizei BL)

(Bild: Polizei BL)

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Das «Speeddown»-Seifenkistenrennen in Wittinsburg ist gestern von einem schweren Unfall überschattet worden, bei dem ein 16-jähriger Deutscher und sein 46-jähriger Vater verletzt wurden. Trotz des Unfalls wurde das Rennen heute fortgesetzt.

Zwar habe man den Abbruch des zu den Schweizer Meisterschaften und erstmals auch zum Europa Cup zählenden Rennens in Erwägung gezogen, sagte OK-Präsident Thomas Zumbrunn. Zur Fortsetzung habe man sich aber entschieden, weil sich die Verletzungen des Jugendlichen als weniger schwer erwiesen hätten als zunächst befürchtet.

Gegen Mauer gekracht

Der 16-Jährige hatte gestern Nachmittag in einer Kurvenkombination die Herrschaft über die von ihm gelenkte zweiplätzige Seifenkiste verloren. Sein Vater, der als Bremser hinten im Fahrzeug sass, konnte die Seifenkiste nicht mehr rechtzeitig anhalten, wie die Baselbieter Polizei mitteilte.

Die Seifenkiste fuhr geradeaus weiter und krachte nach 30 Metern bei einem landwirtschaftlichen Betrieb in eine Mauer. Die beiden Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitten schwere Verletzungen. Die Seifenkiste wurde wegkatapultiert und kam nach einigen Metern zum Stillstand.

Der Jugendliche wurde mit einem Rega-Helikopter ins Spital geflogen. Seinen Vater brachte die Sanität ins Spital. Über den genauen Unfallhergang wurde eine Untersuchung eingeleitet.

Technischer Defekt

Nach Auskunft von OK-Präsident Zumbrunn hat der 16-Jährige entgegen den ersten Befürchtungen keine Hirnverletzungen erlitten, sondern eine sehr starke Hirnerschütterung. Sein Vater liegt mit mehreren Brüchen im Spital.

Laut dem OK-Präsidenten trugen die beiden Verunfallten wie vorgeschrieben einen Integralhelm mit Halskrause. Zum Unfall kam es nach Angaben Zumbrunns, weil die Lenkung der Seifenkiste wegen eines technischen Defekts blockierte.

Längste «Speeddown»-Strecke der Schweiz

Das «Speeddown»-Seifenkistenrennen in Wittinsburg erlebte dieses Wochenende seine fünfte Auflage. Am Rennen über die 1840 Meter lange Strecke beteiligten sich rund 200 Fahrerinnen und Fahrer aus ganz Europa. Viele von ihnen campierten übers Wochenende in der Oberbaselbieter Gemeinde.

Im Einsatz standen an den zwei Renntagen rund 120 Helferinnen und Helfer. 60 Tonnen Sicherungsmaterial wurden entlang der längsten «Speeddown»-Strecke der Schweiz verbaut. Beim Unglück von gestern handelt es sich laut Zumbrunn um den ersten schwereren Unfall. Kleinere Unfälle mit Schürfungen und Prellungen gebe es dagegen immer wieder.

Gestartet wird bei den «Speeddown»-Rennen in diversen Kategorien. Teilnehmen können Kinder ab sechs Jahren. Die beiden Verunfallten fuhren in einer Kategorie, für die das Mindestalter 16 Jahre beträgt. (rbi/sda)

Erstellt: 16.09.2012, 13:15 Uhr

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6 Kommentare

Bruno Heuberger

16.09.2012, 13:56 Uhr
Melden 42 Empfehlung 0

Das Seifenkistenrennen in Wittinsburg ist ein reines Raserrennen und hat mit der ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun. Auf YouTube gibt’s von Wittinsburg 2008 ein Film, da wird mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 73 km/h geprallt und das z.T. auf einer nicht abgesperrten Streck, wo die Zuschauer neben der Strecke spazieren. Für mich unverständlich. Ich bin Mitbegründer vom Oberwiler Rennen Antworten


Martial Callair

16.09.2012, 21:05 Uhr
Melden 5 Empfehlung 0

Ein Blödsinn sondergleichen. Was hat dies mit Sport zu tun? Jedesmal passieren solche Unfälle auch mit tödlichen Folgen. Ich bin der Meinung, dass es andere intelligentere Hobbys gäbe! Antworten



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