Basel
Skurriler Streit um Rheinbrücke beendet
Aktualisiert am 03.09.2010 5 Kommentare
Der skurrile Streit um die Sanierung der alten Rheinbrücke im aargauischen Laufenburg ist nach zwei Jahren entschieden. Der Schweizer Brückenteil soll wie bereits der deutsche gepflästert werden. Das entschied die Aargauer Regierung und wies eine Beschwerde ab. Der Regierungsrat stufe das Bauvorhaben «insbesondere aus denkmalpflegerischer Sicht zwar nicht als bestmögliche, aber doch bewilligungsfähige Sanierungslösung ein», teilte die Staatskanzlei Aargau am Freitag mit.
Die 90 Meter lange Brücke ist eine der ersten Betonbrücken der Schweiz. Der Übergang wurde 1911 vom Zürcher Ingenieur Robert Maillart erbaut. Die Brücke verbindet Laufenburg und die badische Schwesterstadt an einer der engsten Stelle des Rheins. Die Laufenbrücke ist seit 2004 für den Verkehr gesperrt.
Sanierungsstopp im Aargau
Doch seit fast zwei Jahren ruhen die Bauarbeiten auf der Schweizer Seite. Ein Einwohner des Städtchens hatte gegen das Sanierungsprojekt eine Beschwerde eingereicht. Er sah den Schutz des Ortsbildes gefährdet und machte Verfahrensfehler geltend.
Das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) verhängte im November 2008 einen Baustopp. Auf der deutschen Brückenseite gingen die Sanierungsarbeiten indes nach Plan weiter. Daher sind auf dieser Seite die «Bsetzisteine» längst verlegt. Auf dem Schweizer Teil liegt noch immer ein alter Belag. Der Stadtrat von Laufenburg will nach dem Entscheid des Regierungsrates «die Fertigstellung der Brücke baldmöglichst an die Hand nehmen».
Laufenburgs Brücken-Pech
Bereits der Bau der neuen Rheinbrücke zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts stand unter keinem guten Stern. Bei einer Höhenkontrolle der Brücke war Ende 2003 eine Differenz von 54 Zentimetern zwischen dem Trassee auf deutscher und jenem auf Schweizer Seite festgestellt worden.
Der Grund für den Unterschied war eine unterschiedliche Messbasis. Deutschland bezieht sich traditionell auf die Meereshöhe der Nordsee, die Schweiz auf das Mittelmeer. Diese Differenz beträgt 27 Zentimeter.
Bei der Auflage des Projekts 1991 wurde die Horizontdifferenz nicht richtig interpretiert und deshalb die falsche Seite korrigiert. Die 12 Millionen Franken teure Brücke wurde im Dezember 2004 feierlich eröffnet. Sie entlastet die beiden Schwesterstädte vom Durchgangsverkehr. (amu/sda/)
Erstellt: 03.09.2010, 17:39 Uhr
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5 Kommentare
Das ist doch rein gar nichts!! In Basel wird schon seit Jahrzehnten darüber gestritten, wie die Freiestrasse unter den Füssen der Fussgänger aussehen soll. Das ist nicht Skurril sondern im höchsten Masse peinlich. Basel hat von allen Kleinstädten im Umkreis von 500 km die unattraktivste Fussgängerzone. Antworten
schön zu sehen wie speditiv behörden zu arbeiten vermögen,baustopp im 2008! Dabei war doch vorraussehbar, dass es nicht gehen würde ab mitte brücke den ch anteil in einem anderen belag zu machen. Bei solch unsinnigen einsprachen sollten die beschwerdeführer für alle mehrkosten zur kasse gebeten werden. Beamten und politiker, nehmt doch auch manchmal gelegentlich ausnahmsweise den finger raus Antworten
Haben hier die zuständigen Sachbearbeiter und Behörden wirklich die nötige Fachkompetenz ? Oder, wurden welche aus Bewerbermangel angestellt.Hoffentlich bleiben diese zuständigen > Spezialisten < anspruchsvollen Hochbauprojekten erspart.Wird jawohl nichts gekostet haben-diese Leerläufe ? Antworten
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Jürg Tanner
Warum eigentlich kein Belagwechsel an der Grenzlinie? (Das wäre gar nicht so schlecht, dann bemerkt auch ein Blinder den Grenzübertritt). Und warum immer die "Steinzeitbeläge"? (Frauenfeindlich sind sie eigentlich auch). Egal, ich hätte mich nicht an die schlechtere Lösung angepasst. ;-). Antworten