Sorgen um Chienbäse-Umzug

Der starke Wind könnte am Sonntag dem Feuerspektakel im Stedtli von Liestal einen Strich durch die Rechnung machen.

Heiss, heisser, Chienbäse. Schon ohne Windböen wird den Zuschauern im Stedtli jedes Jahr ziemlich warm.

Heiss, heisser, Chienbäse. Schon ohne Windböen wird den Zuschauern im Stedtli jedes Jahr ziemlich warm. Bild: Kostas Maros

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Am Chienbäse-Umzug in Liestal geht es jedes Jahr traditionell sehr heiss zu und her. Bis zu 50'000 Besucher wollen jedes Jahr das Feuerspektakel bestaunen und die Glutofenhitze am eigenen Leib erleben, wenn die rund 300 Besenträger und die lodernden Feuerwagen an ihnen vorbeiziehen.

Am kommenden Sonntag droht den Schaulustigen allerdings eine Enttäuschung. Ausläufer des Sturms, der zu Beginn der Woche in der Region tobte, werden auch am Sonntag noch spürbar sein. Angesagt sind für Sonntag laut Meteo Schweiz in der Deutschweiz Windgeschwindigkeiten von bis zu 45 km/h in tieferen Lagen. Das ist in etwa jener Bereich, in dem es kritisch wird, wie Roger Salathé, Kommandant der Stützpunkt-Feuerwehr Liestal sagt: «Ab Windgeschwindigkeiten von 40 bis 50 Stundenkilometer droht eine Absage des Chienbäse-Umzugs.» Laut Salathé hätte der Umzug anfangs dieser stürmischen Woche sicher nicht durchgeführt werden können. Im Moment sei eine verlässliche Prognose allerdings noch nicht möglich.

Die verschiedenen Wetterdienste sind sich alles andere als einig, wie stark der Wind am Sonntag wirklich durch das Stedtli blasen wird. Die Variation reicht von 5 bis 45 km/h. Einig sind sich die Wetterdienste allerdings, dass der Wind gegen Abend deutlich nachlässt.

Wind pfeift durch Seitenstrassen

Bei zu starkem Wind droht den Zuschauern Gefahr, da sie dichtgedrängt den Umzug verfolgen und wegen der Häuserzeile nicht zurückweichen können. Besonders gefährlich könnten Windböen im Bereich der Seitenstrassen werden. Diesen Bereich kurzfristig abzusperren sei jedoch nicht möglich, sagt Salathé. Darum komme bei zu starken Winden nur eine Absage in Frage. «Das Wetter ist ein Faktor, den wir nicht beeinflussen können.» Ob der beliebte Brauch am Sonntag durchgeführt werden kann, werde notfalls erst kurz vor dem Anzünden der Chienbäsen und der Feuerwagen entschieden. Sollte der Wind gegen Abend tatsächlich deutlich abflauen, könnte der Start des Umzugs auch um eine halbe oder ganze Stunde nach hinten verschoben werden. Die Massnahme hat sich in früheren Jahren auch schon bewährt und eine Absage verhindert.

Wegen des Sturms wurden in den vergangenen Tagen bereits vielerorts Fasnachtsveranstungen eingeschränkt oder abgesagt. Beispielsweise in Solothurn, wo die Fasnächtler die Wagen am Umzug nicht mitführen durften, weil die Gefahr bestand, dass der Wind sie umgeblasen hätte. Oder in Schwyz, wo das traditionelle Abbrennen des «Blätz» aus Sicherheitsgründen untersagt wurde. (baz.ch/Newsnet)

(Erstellt: 11.02.2016, 12:19 Uhr)

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