Reinach

Techtelmechtel bringt Asylbetreuerin in Bredouille

Die Gemeinde Reinach hat eine Asylbetreuerin freigestellt. Der Frau wird «unangemessenes Verhalten» gegenüber einem minderjährigen Asylbewerber vorgeworfen.

In Reinach kamen sich ein Asylsuchender und eine Betreuerin zu nahe (Symbolbild).

In Reinach kamen sich ein Asylsuchender und eine Betreuerin zu nahe (Symbolbild). Bild: Keystone

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Die Gemeinde habe die Sozialarbeiterin aus dem Asylheim bereits Ende Juli 2016 wegen ihres Verhaltens gegenüber dem 17-Jährigen verwarnt, heisst es in einer Mitteilung. Die Frau habe anschliessen den Anweisungen «nicht genügend Folge geleistet». Daher sei sie Mitte August per sofort freigestellt worden.

Gleichzeitig sei von den Strafverfolgungsbehörden eine Strafanzeige gegen sie eingereicht worden. «Unseres Wissens sind die polizeilichen Ermittlungen mittlerweile abgeschlossen und die strafrechtlichen Aspekte der Angelegenheit liegen zur Beurteilung bei der Staatsanwaltschaft,» schreibt die Gemeinde in ihrer Mitteilung.

Gemeinde aufgeschreckt

Grund für die Medienmitteilung der Gemeinde Reinach sind Recherchen der Basler Zeitung, die die Gemeindepolitiker aufgeschreckt haben. Daher habe sich Reinach entschlossen, über diese Angelegenheit zu informieren, «obwohl es sich um ein laufendes Strafverfahren mit entsprechendem Persönlichkeitsschutz handelt und demzufolge vorerst die Unschuldsvermutung gilt». Die Gemeinde möchte mit diesem Schritt «eine Hetzkampagne verhindern, die der Asylarbeit der Gemeinde und letztlich den Asylsuchenden selbst schaden könnte.»

Der Journalist der Basler Zeitung habe eine Mitarbeiterin der Gemeinde Reinach dazu «anstiften wollen, illoyal gegenüber dem Arbeitgeber zu handeln und das Amtsgeheimnis zu verletzen, indem sie ihre Einschätzung des Falls ihm gegenüber äussern sollte», schreibt die Gemeinde.

Man könne sich derzeit aus rechtlichen Gründen inhaltlich nicht zu dem Fall äussern, schreibt die Gemeinde und «bedauert den Vorfall sehr». Man sei daran interessiert, dass die Untersuchungsbehörden den Sachverhalt lückenlos klären. Man sei überzeugt, die Angelegenheit jederzeit ernst genommen zu haben, mit Augenmass gehandelt und mit den unmittelbar eingeleiteten personalrechtlichen Schritten richtig reagiert zu haben.

Lesen Sie alle Details zu der Geschichte in der BaZ vom Mittwoch. (amu)

Erstellt: 13.12.2016, 17:31 Uhr

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