Füllinsdorf

Windkraft-Gegner setzen sich durch

Das Referendum in Füllinsdorf wurde deutlich abgelehnt. Das ist ein Rückschlag für die alternative Energie in der Region.

Füllinsdorf will keine Windräder auf dem Elbisberg (Symbolbild).

Füllinsdorf will keine Windräder auf dem Elbisberg (Symbolbild).

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Die Bürgergemeinde Füllinsdorf sagt Ja zum Referendum und damit Nein zu den Windmessungen auf dem Elbis, die eine 150 Meter hohe Windkraftanlage zur Folge haben könnten. Das Referendum richtete sich gegen den Beschluss der Bürgergemeindeversammlung, das Projekt der EBL für eine Windkraftanlage innerhalb seiner Gemeindegrenzen zu prüfen.

Während die Versammlung der Windkraft knapp mit neun zu acht eine Chance geben wollte, wurde gestern an der Urne mit 174 zu 97 Stimmen ein klares Zeichen gesetzt. Mit 64 zu 36 Prozent behielten die Windkraft-Gegner die Oberhand. Die Stimmbeteiligung lag bei 53 Prozent.

Sorge wegen Lärmemissionen

Die EBL wollte auf dem Höhenzug zwischen Füllinsdorf und Sissach einen Windpark errichten. In Liestal hatte das Projekt ebenfalls Zustimmung bekommen. Die EBL konnte im Februar mit der Liestaler Bürgergemeinde einen Standortvertrag unterzeichnen. Gemessen wird während zwölf bis 18 Monaten. Standort ist der Schleifenberg.

Die Gegner der Füllinsdörfer Windkraftanlage machten geltend, der Abstand zur Siedlungszone sei zu gering und geltende Lärmgrenzwerte könnten nicht eingehalten werden. Zudem wäre ganz Füllinsdorf von schädlichen Infraschall-Imissionen betroffen.

Gemeinde- und Bürgerpräsident Roger Matter hatte im Vorfeld gegenüber der Basler Zeitung argumentiert, «wenn man weg von der Atomkraft will, muss jeder einen Beitrag leisten». Deshalb sei die Windenergie zumindest eines: zu prüfen. Diese Prüfung hätte zeigen sollen, ob ein Park rentabel wäre. (Basler Zeitung)

Erstellt: 06.06.2016, 10:21 Uhr

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