Basel

Abwehrschlacht gegen Schädlinge in Birsfelden

Aktualisiert am 18.06.2012 13 Kommentare

Der Asiatische Laubholzbockkäfer breitet sich in der Region Basel offenbar schneller aus als ursprünglich gedacht. Nun hat der Bund drastische Massnahmen gegen den Schädling in Birsfelden verfügt.

Sieht witzig aus, bringt aber die Behörden nicht zum Lachen: Asiatischer Laubholzbockkäfer.

Sieht witzig aus, bringt aber die Behörden nicht zum Lachen: Asiatischer Laubholzbockkäfer.

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Die Asiatischen Laubholzbockkäfer haben keine Freunde hier. Dummerweise aber auch keine Feinde. Einige von ihnen haben es sich in der Region Basel bereits bequem gemacht. Aufgespürt wurden die gefrässigen Schädlinge im Mai, als zwei Spürhundeteams aus Österreich im Hafengebiet bei Basel und Birsfelden sowie in den Kantonen Freiburg und Thurgau auf die Suche nach den Käfern ging. Und prompt fündig wurden: In Lagern von Betrieben im Rheinhafen, die Steine aus dem asiatischen Raum importieren, spürten die Hunde Holzverpackungen mit Verdacht auf Befall mit dem Schädling auf. In den Verpackungen wurden zudem frische Bohrspäne sowie lebende und tote Larven gefunden. Rund um die Rheinhäfen in Basel und Birsfelden wurden zahlreiche verdächtige Bäume markiert. Die Kantone kontrollieren seither die Umgebung der verdächtigen Bäume regelmässig und halten insbesondere Ausschau nach Käfern, Eiablagestellen, Ausbohrlöchern und Bohrspänen.

In Birsfelden scheint der Befall nun so dramatisch zu sein, dass der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) nun eine «Todeszone» definiert hat: einen Umkreis von 200 bis 500 Metern rund um ein befallenes Gewächs. Alle Standorte von Bäumen, die vom Asiatischen Laubholzbockkäfer befallen werden können, werden auf einer Karte festgehalten, wie es in einer Mitteilung des Bundesamt für Umwelt hiess. Der EPSD verpflichte die kantonalen Behörden, diese Standorte «häufig und intensiv, beispielsweise auch durch Baumkletterer zu untersuchen». Der Bund beabsichtigt, zusätzliche Baumkletterer auszubilden, damit diese die Spuren des Schädlings sicher erkennen können. In der Pufferzone, die zwei Kilometer umfasst, werden mögliche Wirtspflanzen ebenfalls überwacht. Baumschnitt soll vor Ort gehäckselt und anschliessend in der Kehrichtverbrennungsanstalt vernichtet werden. Damit soll verhindert werden, dass der Schädling verschleppt wird und sich an neuen Orten ausbreiten kann.

Um ausserdem zu verhindern, dass weiteres befallenes Verpackungsholz in die Schweiz gelangt, will der EPSD die Kontrollen durch im Raum Basel verstärken. Zusätzlich prüfe der Bund eine Meldepflicht für Steinlieferungen aus dem asiatischen Raum. (amu)

Erstellt: 18.06.2012, 16:25 Uhr

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13 Kommentare

Tim Meier

18.06.2012, 19:00 Uhr
Melden 48 Empfehlung 0

Eigentlich sollte man die Firmen, welche wegen des Profits Granit (!) um die halbe Welt transportieren lassen, zur Kasse bitten. Antworten


beat glatzi

18.06.2012, 18:35 Uhr
Melden 39 Empfehlung 0

Tja, bin ich billig drangekommen. Die Chinesen sind billig, liefern aber auch jeden Schrott mit und halten sich nicht an die von Ihnen auch verlangten Vorgaben. Den Aerger haben wir hier in Europa, da wir halt nicht mehr Steine aus der Schweiz, Italien od. so wollen, da die teurer sind als
Chinesische. Aus billig wird teuer!
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