Basel

Baselbiet für würdige Sterbebegleitung

Baselland macht sich beim Bund für die Regelung der Sterbehilfe sowie für ein Verbot von Schlachttiertransporten stark. Das Kantonsparlament hat am Donnerstag ohne Gegenstimme beschlossen, dazu zwei Standesinitiativen einzureichen.

Die Initiative will eine würdige Sterbebegleitung (Symbolbild)

Die Initiative will eine würdige Sterbebegleitung (Symbolbild)
Bild: Keystone

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Auf Bundesebene sind zur Regelung der Suizidbeihilfe zwar schon Gesetzgebungsarbeiten aufgenommen worden. Da diese aber weiterhin hängig sind, hielt der Landrat eine Standesinitiative aber nach wie vor für sinnvoll. Der Stimme enthielt sich im Rat die EVP, die laut einer Sprecherin jede Form von Sterbehilfe ablehnt.

Sterbehilfe nur ohne Lohn straffrei

Die Initiative will «eine würdige Sterbebegleitung Schwerstkranker» sichern und Suizidgefährdete «vor profitorientierten Sterbehilfeorganisationen» schützen. Beihilfe soll nur straffrei sein, wenn Sterbehelfer von Suizidwilligen kein Geld oder geldwerte Leistungen erhalten. Zudem wird eine staatliche Aufsicht gefordert.

Schlachttiertransportverbot

Mit der Forderung nach einem Schlachttiertransportverbot stellt sich der Kanton gegen Druck der EU, beim Abschluss eines neuen Agrarabkommens das in der Schweiz bestehende Verbot zu streichen. Laut der Baselbieter Regierung sind solche Transporte über längere Strecken «ein seuchenpolizeiliches Risiko und aus tierschützerischer Sicht fragwürdig». (sda)

Erstellt: 14.01.2010, 16:47 Uhr

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1 Kommentar

Ruth Chartrand

14.01.2010, 16:57 Uhr
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Da ich selber aus dem Baselbiet stamme bin ich stolz auf die beiden Entscheide. Endlich einmal eine Kantonsregierung die etwas in Bewegung setzt. Dignitas ( Würde) passte schon lange nicht mehr zu dieser Sterbefabrik. Und was die Tiertransporte anbelangt finde ich das schon lange unwürdig. Meide italienische Autobahnen weil man diese alle Augenblicke antrifft. EU lässt grüssen. Bin Vegetarier. Antworten



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