Bauland im Baselbiet immer teurer

Selbst in den hintersten Zipfeln des Kantons steigen die Preise für Bauland unaufhörlich. Die teuersten Preise werden jedoch in einer Gemeinde nahe bei Basel bezahlt.

Bauen wird im Baselbiet immer teurer, weil die Bodenpreise stetig steigen.

Bauen wird im Baselbiet immer teurer, weil die Bodenpreise stetig steigen. Bild: Hannes-Dirk Flury

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Im Kanton Baselland haben 2015 so wenige Grundstücke den Besitzer gewechselt wie seit zwanzig Jahren nicht mehr. Die Preise für Bauland sind jedoch weiter angestiegen. In Binningen wurde mit fast 2600 Franken für einen Quadratmeter ein neuer kantonaler Rekord registriert.

Verkauft wurden im Baselbiet letztes Jahr 2378 Grundstücke. Das sind 101 weniger als im Vorjahr. Umgesetzt wurde eine Gesamtfläche von 489 Hektaren, von denen es sich jedoch nur bei sechs Prozent um Bauland handelte, wie das Statistische Amt Baselland am Mittwoch mitteilte.

Vier von fünf Verkäufen entfielen dagegen auf bebaute Grundstücke. Erzielt wurde mit diesen ein Umsatz von rund zwei Milliarden Franken. Aus den 321 Baulandverkäufen resultierten 208 Millionen Franken.

Bei mehr als 70 Prozent der verkauften Gesamtfläche handelte es sich 2015 um Land ausserhalb des Baugebiets sowie um landwirtschaftliche Anwesen, von denen 22 den Besitzer wechselten. Der Umsatz in dieser Kategorie belief sich auf 29 Millionen Franken.

17 Gemeinden mit neuen Höchstpreisen

Das Preisniveau für Bauland ist auch letztes Jahr weiter angestiegen. In 17 Gemeinden wurden neue Höchstpreise erzielt, wie das Statistische Amt festhält. Rekordhalter bleibt Binningen. Dort legte der Preis für den teuersten Quadratmeter Bauland innert Jahresfrist um 18 Prozent auf 2598 Franken zu.

Der Bezirk Arlesheim weist wegen seiner Nähe zu Basel und der guten Verkehrserschliessung in Baselland die mit Abstand höchsten Preise für Bauland aus: Letztes Jahr kostete der Quadratmeter im Schnitt 1496 Franken. Das sind 128 Franken mehr als im Vorjahr.

Auch bei den Hausverkäufen liegt der bevölkerungsreichste Bezirk ganz vorn: Von den 873 Einfamilienhäusern, die im Baselbiet letztes Jahr den Eigentümer wechselten, entfallen 424 auf den Bezirk Arlesheim. Auch bei den Handänderungen bei Stockwerkeigentum ist diese Region mit 474 von kantonsweit 781 Fällen Spitzenreiter.

Am günstigsten ist Bauland im Bezirk Waldenburg, wo der Quadratmeterpreis 2015 von durchschnittlich 391 auf 409 Franken anstieg. Eine Zunahme von 462 auf 469 Franken wurde zudem im Bezirk Laufen verzeichnet.

In zwei Regionen sind die Durchschnittspreise dagegen gesunken: Im Bezirk Liestal von 775 auf 764 Franken pro Quadratmeter und im Bezirk Sissach von 517 auf 502 Franken. (amu/sda)

Erstellt: 08.06.2016, 14:32 Uhr

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