Basel

Biker planen Demo in Arlesheim

Von Peter Walthard. Aktualisiert am 01.07.2009 9 Kommentare

Birsecker Bürgergemeinden kündigten Bussen gegen Biker an. Nun fürchten sich die Sportler vor allem in Arlesheim vor der Gemeindepolizei. Wehren wollen sie sich mit einer Protestabfahrt auf einem verbotenen Weg – und mit der Anrufung des heiligen Hubertus.

Bild: pixelio.de

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Gemeinsam wollten sich Biker und Birsecker Bürgergemeinden auf ein Routennetz einigen. Doch der Workshop zum Waldentwicklungsplan für das Gebiet Schauenburg-Hard-Birseck endete in einem Fiasko. Nach der letzten, verunglückten Verhandlungsrunde Mitte Juni scheint der Streit nun vollständig zu eskalieren. In einem offenen Brief kritisiert Jakob Weber von Swiss Cycling die Bürgergemeinden scharf. In Internetforen ruft er zudem möglichst viele Biker zu einer Demonstration in Arlesheim auf. Die Teilnehmer sollen gemeinsam auf den Gempen strampeln und von dort hinunter zum Dom von Arlesheim fahren – «auf verbotenen Waldwegen», wie Weber sagt. Dort werde man dem heiligen Hubertus huldigen – diesen haben die Biker zu ihrem Schutzpatron erhoben: «Er schützt vor Hundebissen und ist der Freund all jener, die gerne im Wald sind», erklärt Weber. Das Datum der Demo steht noch nicht fest.

Mit Bussen gedroht

Mit der Aktion wollen die Biker dagegen protestieren, dass in Arlesheim gegen Radfahrer abseits befestigter Wege mit Bussen vorgegangen wird. Bislang sind solche Bussen zwar noch nicht ausgesprochen worden – bereits in der Woche nach dem missglückten Workshop habe der Dorfpolizist aber bei der Ermitage patrouilliert, sagt Weber. Aus Sicht der Gemeinde ist das jedoch nichts Ungewöhnliches. «In der Ermitage gilt seit je absolutes Fahrverbot», sagt Gemeindeverwalterin Barbara Fischer.

Bei der Bürgergemeinde ist man auf Weber mittlerweile schlecht zu sprechen. «Er ist ein Scharfmacher», urteilt Präsident Stefan Kink. Gegenüber den Medien will er sich nicht weiter zur Sache äussern. Sein Vize Willi Dudler will gar nichts wissen von regelmässigen Kontrollen, bestätigt allerdings eine Anzeige gegen unbekannt. Das Delikt: ein Weg, der illegal in den Wald geschlagen wurde – von Bikern möglicherweise; darüber spekulieren will Dudler aber nicht.

Lösung dank Kantonsbehörden?

Kanton Ob sich Biker und Gemeinde auf einen Kompromiss einigen können, ist nach den jüngsten Streitereien jedenfalls fraglicher denn je. Man halte sich lediglich an das bestehende Waldgesetz, begründet Dudler die strikte Haltung der Bürgergemeinde gegenüber den Bikern. Weber dagegen hofft noch immer auf den Kanton: «Wir sind zuversichtlich, dass mit Hilfe der Behörden in Liestal doch noch eine Lösung gefunden wird», sagt er. Eine weitere Diskussion mit Arlesheim hält Weber nämlich für zwecklos. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 01.07.2009, 13:47 Uhr

9

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

9 Kommentare

Ronnie König

01.07.2009, 16:50 Uhr
Melden

Anstatt dass die Bussen ein Problem lösen, geht nun die Post erst recht ab. Warum kann nicht ein bisschen mehr Toleranz geübt werden? Die Wälder sind ja nicht voller Biker! Vor lauter Gesetzen sind wir bald ein Land voller Krimineller und die Probleme werden doch nicht weniger. Antworten


Roger Güntert

01.07.2009, 21:19 Uhr
Melden

Liebe BaZ, Euer Bild ist etwas irreführend, es könnte der Eindruck entstehen, Biker wollten abseits der Wege, also über "Kraut und Rüben" fahren, das ist sicher nicht der Fall. Es geht vielmehr darum, das wir nach dem Willen der Bürgergemeinde nur Wege befahren dürften, die eigentlich für Traktoren und ähnliches gemacht sind. Diese Wege sind zum Biken nur bedingt geeignet. Antworten



Basel

Populär auf Facebook Privatsphäre

Verzeichnis

Werbung

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.