Basel
Biker planen Demo in Arlesheim
Von Peter Walthard. Aktualisiert am 01.07.2009 9 Kommentare
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Gemeinsam wollten sich Biker und Birsecker Bürgergemeinden auf ein Routennetz einigen. Doch der Workshop zum Waldentwicklungsplan für das Gebiet Schauenburg-Hard-Birseck endete in einem Fiasko. Nach der letzten, verunglückten Verhandlungsrunde Mitte Juni scheint der Streit nun vollständig zu eskalieren. In einem offenen Brief kritisiert Jakob Weber von Swiss Cycling die Bürgergemeinden scharf. In Internetforen ruft er zudem möglichst viele Biker zu einer Demonstration in Arlesheim auf. Die Teilnehmer sollen gemeinsam auf den Gempen strampeln und von dort hinunter zum Dom von Arlesheim fahren – «auf verbotenen Waldwegen», wie Weber sagt. Dort werde man dem heiligen Hubertus huldigen – diesen haben die Biker zu ihrem Schutzpatron erhoben: «Er schützt vor Hundebissen und ist der Freund all jener, die gerne im Wald sind», erklärt Weber. Das Datum der Demo steht noch nicht fest.
Mit Bussen gedroht
Mit der Aktion wollen die Biker dagegen protestieren, dass in Arlesheim gegen Radfahrer abseits befestigter Wege mit Bussen vorgegangen wird. Bislang sind solche Bussen zwar noch nicht ausgesprochen worden – bereits in der Woche nach dem missglückten Workshop habe der Dorfpolizist aber bei der Ermitage patrouilliert, sagt Weber. Aus Sicht der Gemeinde ist das jedoch nichts Ungewöhnliches. «In der Ermitage gilt seit je absolutes Fahrverbot», sagt Gemeindeverwalterin Barbara Fischer.
Bei der Bürgergemeinde ist man auf Weber mittlerweile schlecht zu sprechen. «Er ist ein Scharfmacher», urteilt Präsident Stefan Kink. Gegenüber den Medien will er sich nicht weiter zur Sache äussern. Sein Vize Willi Dudler will gar nichts wissen von regelmässigen Kontrollen, bestätigt allerdings eine Anzeige gegen unbekannt. Das Delikt: ein Weg, der illegal in den Wald geschlagen wurde – von Bikern möglicherweise; darüber spekulieren will Dudler aber nicht.
Lösung dank Kantonsbehörden?
Kanton Ob sich Biker und Gemeinde auf einen Kompromiss einigen können, ist nach den jüngsten Streitereien jedenfalls fraglicher denn je. Man halte sich lediglich an das bestehende Waldgesetz, begründet Dudler die strikte Haltung der Bürgergemeinde gegenüber den Bikern. Weber dagegen hofft noch immer auf den Kanton: «Wir sind zuversichtlich, dass mit Hilfe der Behörden in Liestal doch noch eine Lösung gefunden wird», sagt er. Eine weitere Diskussion mit Arlesheim hält Weber nämlich für zwecklos. (baz.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.07.2009, 13:47 Uhr
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9 Kommentare
Anstatt dass die Bussen ein Problem lösen, geht nun die Post erst recht ab. Warum kann nicht ein bisschen mehr Toleranz geübt werden? Die Wälder sind ja nicht voller Biker! Vor lauter Gesetzen sind wir bald ein Land voller Krimineller und die Probleme werden doch nicht weniger. Antworten
Liebe BaZ, Euer Bild ist etwas irreführend, es könnte der Eindruck entstehen, Biker wollten abseits der Wege, also über "Kraut und Rüben" fahren, das ist sicher nicht der Fall. Es geht vielmehr darum, das wir nach dem Willen der Bürgergemeinde nur Wege befahren dürften, die eigentlich für Traktoren und ähnliches gemacht sind. Diese Wege sind zum Biken nur bedingt geeignet. Antworten
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