Basel

Das Elsass holt ökologisch auf

Energieeffizienz, biologische Lebensmittel und Baubiologie, diese Themen prägen die diesjährige Kandidatenliste für den Faktor-5-Publikumspreis, den die BaZ-Leserinnen und -Leser bestimmen. Drei Eingaben stammen aus dem Elsass.

1/6 Biodome: Nachhaltig einkaufen und essen
Biologisch essen wie Gott in Frankreich, das bietet der Biodome im elsässischen Hegenheim. Auf 1000 Quadratmetern bietet ein Bio-Supermarkt über 10 000 Artikel an. Wer nicht selbst kochen mag, kann das biologische und vegetarische Restaurant ausprobieren. Der Name des Projekts leitet sich aus dem kuppelförmigen Holzbau ab, in dem es untergebracht ist. Der Biodome ist auch sonst ein Vorzeigeobjekt: Er nutzt das Regenwasser, verfügt über eine Pelletheizung und recycelt die Wärme aus dem Geschirrspüler-Abwasser. Gemüse, das liegen bleibt, landet im hauseigenen Kompost.

   

Wer gewinnt den Publikumspreis?

Stimmen Sie ab: Das Voting für den Faktor-5-Preis läuft ab sofort und endet am 28. April. Der Gewinner wird am Faktor-5-Festival am 19. Mai bekannt gegeben. Als Gastreferent spricht alt Bundesrat Moritz Leuenberger.
Hier können Sie abstimmen.

Beim Wohlstand mag kaum jemand Abstriche machen. Doch der aktuelle Energie- und Ressourcenverschleiss führt in die Sackgasse. Seit acht Jahren prämiert der Verein sun21 deshalb Projekte aus dem trinationalen Eurodistrict Basel (TEB), die zeigen, wie eine nachhaltige Zukunft hier und jetzt aussehen könnte, die auch praktikabel und finanzierbar ist.

Dieses Jahr gingen von Privaten, Firmen, Organisationen und der öffentlichen Hand 16 Eingaben ein. Sechs wurden auf die Shortlist der Finalisten aufgenommen und werden nebenstehend kurz vorgestellt. Dabei fällt auf: Der effiziente Umgang mit Energie ist immer ein Thema. Damit verfolgen die Projekte die Philosophie der 2000-Watt-Gesellschaft – ein Anliegen auch von sun21. Der Verein will dazu beitragen, dass diese energetische Vision in der Region Basel so rasch wie möglich erreicht wird. Mittel dazu sind das konsequente Einsparen von Energie und Ressourcen, die Energieeffizienz sowie die Deckung des verbleibenden Verbrauchs aus erneuerbaren Energien.

Zwei Preise

Die Jury, die sich aus dem Vorstand des Vereins sun21 zusammensetzt, hat aus der Shortlist bereits einen Sieger erkoren – hält ihren Entscheid aber noch geheim. «Der Jury geht es insbesondere um technische Innovationen, die höhere Standards setzen, und um die erreichten Effizienzgewinne», erklärt sun21-Geschäftsleiterin Petra Hirsig. Für den Publikumspreis, der wie der Jurypreis mit 5000 Franken in bar dotiert ist, sei hingegen eher entscheidend, wie das Projekt als Ganzes bei der Bevölkerung ankomme.

Überrascht war die Jury neben der Vielfältigkeit der Eingaben auch von deren Herkunft: «Wir sind hocherfreut darüber, dass die Hälfte aller eingereichten Projekte aus dem Elsass und aus Deutschland stammt», so Hirsig. Gleich drei Eingaben aus Frankreich haben es gar auf die Shortlist geschafft. Die hohe Beteiligung aus dem Elsass dokumentiere, dass Ökologie und die Botschaft der 2000-Watt-Gesellschaft auch im grenznahen Frankreich angekommen seien. Die Leserinnen und Leser der BaZ können nun ab sofort per Internet-Voting bestimmen, welche Idee mit dem Publikumspreis honoriert wird.

Erstellt: 11.04.2011, 11:45 Uhr

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7 Kommentare

Virginie AUBRY

13.05.2011, 12:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Le biodôme est un lieu accueillant et chaleureux où la cuisine est excellente et le choix des produits très large.
C'est un endroit que nous recommandons vivement.
Famille AUBRY
Antworten


Christian Vontobel

16.04.2011, 21:28 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Im Biodome isst und trinkt mann und frau in gemütlicher Atmosphäre, mit Blick auf die Hügel des Sundgaus und ab und zu verwöhnt von geselligen Musikanten. Erreichbar gerade über die Grenze hinter dem Bachgraben, auch mit dem Velo .... Antworten


rudolf thoma

13.04.2011, 07:29 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Die Elsässer, viel belächelt und noch viel mehr auf's Korn genommen, die werden es euch allen zeigen, man sagt ja nicht umsonst: "Im Elsass macht man noch ganze Sachen" Antworten


Chantal CARREY

19.04.2011, 13:23 Uhr
Melden

Pourquoi tant d'ironie?
Ich fahre jeden Tag von Saint-Louis nach der Umgebung Strasbourg; leider gibt es dort kein ähnlicher Begriff wie der Biodôme: im gleicher Lebensauffassung verbundene Gebäude, Restaurant und Geschäft.
Ich würde gerne auch am Mittag gesund, natürrein, bunt und abwechslungreich essen können wie im Restaurant des Biodôme!


Rene Frischknecht

14.04.2011, 00:37 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Jeden Tag mit dem Auto in die Schweiz zur Arbeit?
Im Ernst, was haben die Elsaesser an ganzen Sachen gemacht?


Julian Buchwalder

11.04.2011, 15:41 Uhr
Melden 5 Empfehlung

könnt Ihr bitte noch Internet-Links einfügen, damit man sich näher über die verschiedenen Projekte informieren kann? vielen Dank Antworten



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